Kurioses Foto

Slowakische Polizei blitzt rasenden Hund: Besitzer bekommt Bußgeld

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Ein rasender Hund. Klingt komisch, aber genau das war auf einem Blitzerfoto in der Slowakei zu sehen. Das Bußgeld gab es aber trotzdem fürs Herrchen.

Tag für Tag erwischt die Polizei etliche Raser. Besonders schwer mit den Verkehrsregeln tun sich dabei Skoda-Fahrer. Und das scheint nicht nur in Deutschland so zu sein, sondern auch in der Slowakei. Dort wurde ein Škoda Kamiq geblitzt, dessen Fahrer ein Hund zu sein schien.

Mit 11 km/h zu viel wurde der lächelnde Vierbeiner von einem Blitzer in dem Dorf Šterusy, nordöstlich der Hauptstadt Bratislava, erwischt. Das Foto teilte die Polizei nun auf Facebook. Tatsächlich sieht es so aus, als würde der Hund mit dem Škoda Kamiq durch die Gegend cruisen. Sogar die Sonnenblende ist heruntergeklappt.

Hund mit 11 km/h zu viel geblitzt: Herrchen bekommt Bußgeld

Aber natürlich ist es nicht die Fellnase, die hier zu schnell unterwegs ist, sondern sein Herrchen. Und das hat die slowakische Polizei auch blitzgescheit ermittelt. Und der 31-Jährige hatte auch eine passende Erklärung für das ungewöhnliche Blitzer-Foto: Der Hund sei während der Fahrt auf seinen Schoß gesprungen.

Mit 11 km/h zu viel wurde der tierische Raser von der Polizei erwischt.

Auf den Aufnahmen sei jedoch keine plötzliche Bewegung zu erkennen gewesen, schreibt die slowakische Polizei auf Facebook. Folgerichtig gab es für den Mann ein Bußgeld. Unklar ist, ob er bestraft wurde, weil er zu schnell war, oder weil er den Hund nicht richtig gesichert hatte. Womöglich auch wegen beider Verstöße. Daher rufen die Beamten auch dazu auf, jegliche tierischen Begleiter ordentlich zu sichern. Die Beamten nahmen es aber offenbar mit Humor. Genauso wie viele Facebook-Nutzer:

  • „Wenigstens hat er nicht getrunken“ 
  • „Was habt ihr denn alle? Er ist doch angeschnallt!“
  • „Das übertrifft Toonces, die fahrende Katze.“

Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Streit um Tempolimit für Ortsdurchfahrt
Zum 9. November 2021 ist der neue Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Wer innerorts 16 bis 20 Stundenkilometer zu schnell fährt und geblitzt wird, zahlt statt wie früher 35 nun 70 Euro. © Sebastian Gollnow/dpa
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder.
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder. © Uwe Anspach/dpa
 Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. M
Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. (Symbolbild) © Arne Dedert/dpa
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläuterte.
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläutert hatte. Dies gelte dann, wenn Radfahrer vorschriftswidrig auf einem Gehweg fahren.  © Paul Zinken/dpa
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)  © Swen Pförtner/dpa
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen.
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen.
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen. (Archivbild/Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa
Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.
Wer keine Rettungsgasse bildet oder die sogar selbst zum schnelleren Vorankommen mit dem Auto nutzt, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.  © Patrick Seeger/dpa
Polizei-Kontrollaktion zu Drogen und Alkohol
Lkw-Fahrer, die gegen die neu eingeführte Pflicht verstoßen, mit dem Lastwagen beim Rechtsabbiegen innerorts nur mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren, werden mit 70 Euro zur Kasse gebeten. (Archivbild/Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa
Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.
Auto-Poser aufgepasst: Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.  © Patrick Pleul/dpa

Hunde werden immer wieder beim Rasen erwischt

Immerhin sah der Škoda-Fahrer seinen Fehler ein und entschuldigte sich. Sein Hund ist aber längst nicht der Erste, der von der Polizei beim Rasen erwischt wurde. Beim Blitzermarathon im April 2023 kam ein Autofahrer aus Bonn so um sein Knöllchen.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

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Etwas weniger Glück hatten indes zwei andere Autofahrer, die ebenfalls mit ihrem Vierbeiner erwischt wurden. Ein Mann, der 2021 mit seinen Spitz geblitzt wurde, musste dennoch 50 Euro Strafe zahlen. Und auch eine Autofahrerin bekam trotz ihres tierischen Beifahrers ein Knöllchen zugeschickt.

Rubriklistenbild: © Polícia Slovenskej republiky

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