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„Psycho-Falle“ – von diesem Einkaufswagen sollten Kunden die Finger lassen

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Damit mehr im Einkaufswagen landet, als Kunden eigentlich brauchen, greifen Supermärkte immer wieder zu fiesen Tricks. Besonders die Form der Griffe kann das Kaufverhalten beeinflussen.

Wer kennt es nicht: Beim Einkauf landen schnell mehr Sachen im Einkaufswagen, als eigentlich gebraucht werden. Kein Wunder, denn Supermärkte und Discounter greifen immer wieder zu fiesen Tricks, um das Kaufverhalten der Kunden zu beeinflussen.

Egal, ob durch die Anordnung der Regal-Gänge, durch die Platzierung der teureren Produkte in Sichthöhe oder durch die bestimmte Konstruktion von Einkaufswägen: die meisten Einkaufsfallen sind den meisten Kunden gar nicht wirklich bekannt. Hin und wieder sind die Tricks aber auch besonders fies – gerade dann, wenn sie auf ersten Blick eigentlich kundenfreundlich wirken.

Fieser Tricks am Einkaufswagen: Form beeinflusst Kaufverhalten von Kunden

Und gerade am Einkaufswagen lauern einige dieser Heimtücken, die schnell zum Mehr-Kauf verleiten. Wie echo24.de bereits berichtete, sorgt zum Beispiel der abgeschrägte Boden dafür, dass die Waren schneller aus dem Sichtfeld der Kunden wandern und der Inhalt optisch weniger wirkt. Dass aber auch wirklich genug im Wagen landet, dafür sorgen die ergonomischen Haltegriffe.

Die parallelen Haltegriffe am Einkaufswagen sind nicht nur ergonomisch – sie beeinflussen auch das Kaufverhalten.

Richtig gelesen: Denn diese sind bei vielen Modellen von Kaufland und Co. meist nicht ohne Grund vertikal und parallel angeordnet. Anders als die herkömmliche horizontale Stange kommt dies nämlich besonders der Bequemlichkeit der meisten Supermarkt-Kunden zugute. Denn: Zum einen wird dadurch das Schieben des Wagens erleichtert – und zum anderen fällt auch der Griff ins Regal leichter.

Parallele Haltegriffe am Einkaufswagen: Muskelspannung beim Schieben beeinflusst Kaufverhalten

Der Grund dafür ist ein psychologischer: Wie Mathias Streicher, Studienleiter und Marketingexperte gegenüber der „Morgenpost“ erklärt, haben Forscher herausgefunden, dass „die Aktivierung des Trizeps eine typische Vermeidungshaltung ist und daher eher mit Ablehnung oder Vermeidung assoziiert wird – zum Beispiel, wenn Menschen etwas Unerwünschtes durch ausgestreckte Arme auf Abstand halten.“

Heißt konkret: Das Schieben eines Einkaufswagens mit horizontaler Stange bremst somit das Einkaufsverhalten stark aus. Bei den parallel angebrachte Griffen wird jedoch eher der Bizeps aktiviert – allerdings vor allem beim Heranziehen des Wagens. Das machte sich Streicher und sein Forschungsteam zunutze: „Die Idee war folgende: Menschen bringen erwünschte Dinge wie Produkte durch Annäherungsbewegungen in Besitz. Eine Aktivität, für die vor allem der Bizeps relevant ist.“

Beim Einkauf Geld sparen: Welche Tipps und Tricks Verbraucher kennen sollten

Bei der Auswahl im Supermarkt entstehen oft Impulseinkäufe.
Tipp 1: Bei der riesigen Auswahl im Supermarkt entstehen oft unnötige Impulseinkäufe. Mit einem Essensplan kann man gezielt die Lebensmittel kaufen, die man für seine Gerichte auch braucht. So spart man nicht nur an der Kasse einiges an Geld, sondern kann auch eventueller Lebensmittelverschwendung entgegenwirken. © Oleksandr Voskresenskyi via imag
Hungrig sollte man nicht einkaufen gehen.
Tipp 2: Niemals hungrig einkaufen gehen. Wer Hunger hat, neigt dazu, alles was er gerne isst einfach in den Einkaufswagen zu packen und steht am Ende mit einem teureren Einkauf als geplant an der Kasse. Am besten, man geht nach dem Frühstück oder Mittagessen einkaufen. © Bernd54 via www.imago-images.de
Einkauf in einem Supermarkt oder Discounter zu Zeiten voTipp 3: Auf den Grundpreis achten: Vor Allem der Vergleich zwischen Markenprodukt und Eigenmarke lohnt sich. Meist bekommt man für weniger Geld genauso gute Eigenmarkenprodukte. Um einfacher vergleichen zu können, gilt es auf den Grundpreis zu schauen, der meist in Liter oder Kilogramm angegeben wird.n Inflation. Fleisch, Schweinefleisch, Billigfleisch, Rindfleisc
Tipp 3: Auf den Grundpreis achten: Vor allem der Vergleich zwischen Markenprodukt und Eigenmarke lohnt sich. Meist bekommt man für weniger Geld genauso gute Eigenmarkenprodukte. Um einfacher vergleichen zu können, gilt es auf den Grundpreis zu schauen, der überwiegend in Liter oder Kilogramm angegeben wird. © IMAGO/Martin Wagner
Tipp 4: Auf Angebote achten und vergleichen: Fast jeder Supermarkt hat Aktionen und Angebote. Besonders bei Produkten die man in großen Mengen gebraucht lohnt es sich bei solchen Aktionen zuzuschlagen. Doch es ist Vorsicht geboten: bei reduzierter Ware neigen wir dazu sie zu kaufen obwohl wir sie gar nicht brauchen. Das kann den Preis in die Höhe treiben.
Tipp 4: Auf Angebote achten und vergleichen: Fast jeder Supermarkt hat Aktionen und Angebote. Besonders bei Produkten, die man in großen Mengen braucht, lohnt es sich bei Aktionen zuzuschlagen. Doch es ist Vorsicht geboten: Bei reduzierter Ware neigen wir dazu, sie zu kaufen, obwohl wir sie gar nicht brauchen. Das kann den Preis in die Höhe treiben. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Tipp 5: Große Packungen kaufen: Ein Tipp der Verbraucherzentrale ist es, größere Packungen zu kaufen – sie haben meist einen günstigeren Grundpreis. Natürlich rentieren sich Großpackungen nur, wenn sie auch wirklich verbraucht werden können.
Tipp 5: Große Packungen kaufen: Ein Tipp der Verbraucherzentrale ist es, größere Packungen zu kaufen – sie haben meist einen günstigeren Grundpreis. Natürlich rentieren sich Großpackungen nur, wenn sie auch wirklich verbraucht werden können. © IMAGO/Jakub Porzycki
Tipp 6: Einkaufsfallen erkennen: In Supermärkten gibt es viele Einkaufsfallen, die für einen teureren Einkauf sorgen können. Dazu gehören irreführende Aktionsschilder, „Mogelpackungen“ und bewusste Produktplatzierungen. Ein Trick, welcher vermutlichen vielen bereits bekannt ist: Die teuersten Produkte stehen in der Regel auf Augenhöhe. Ober- und unterhalb sind die günstigeren.
Tipp 6: Einkaufsfallen erkennen: In Supermärkten gibt es viele Einkaufsfallen, die für einen teureren Einkauf sorgen können. Dazu gehören irreführende Aktionsschilder, „Mogelpackungen“ und bewusste Produktplatzierungen. Ein Trick, welcher vermutlichen vielen bereits bekannt ist: Die teuersten Produkte stehen in der Regel auf Augenhöhe. Ober- und unterhalb sind die günstigeren. © IMAGO/McPHOTO/BilderBox
Tipp 7: Panikkäufe vermeiden: Panikkäufe, wie etwa aufgrund des Ukrainekriegs, sollten unbedingt vermieden werden. Diese führen ebenfalls zu Preissteigerungen. Außerdem wollen wir doch alle nicht, dass es wieder zum Kampf um die letzte Packung Klopapier im Supermarkt kommt – so wie zu Beginn der Corona-Pandemie.
Tipp 7: Panikkäufe vermeiden: Panikkäufe, wie etwa aufgrund des Ukrainekriegs, sollten unbedingt vermieden werden. Diese führen ebenfalls zu Preissteigerungen. Außerdem wollen wir doch alle nicht, dass es wieder zum Kampf um die letzte Packung Klopapier im Supermarkt kommt – so wie zu Beginn der Corona-Pandemie. © IMAGO/MANUEL GEISSER
Tipp 8: Verzichte mindestens ein mal in der Woche auf Fleisch: Fleisch ist eines der teuersten Lebensmittel, schadet der Umwelt und den Tieren. Ganz einfach kann man auch fleischlose Gerichte zaubern, ohne Ersatzprodukte kaufen zu müssen.
Tipp 8: Verzichte mindestens ein mal in der Woche auf Fleisch: Fleisch ist eines der teuersten Lebensmittel, schadet der Umwelt und den Tieren. Ganz einfach kann man auch fleischlose Gerichte zaubern, ohne Ersatzprodukte kaufen zu müssen. © IMAGO/Larissa Veronesi
Tipp 9: Saisonales Obst und Gemüse kaufen: Saisonale Produkte sind meist günstiger als nicht-saisonale. Das liegt an den hohen Importkosten die für Obst und Gemüse aus dem Ausland anfallen. Außerdem schmecken die saisonalen Früchte auch besser.
Tipp 9: Saisonales Obst und Gemüse kaufen: Saisonale Produkte sind meist günstiger als nicht-saisonale. Das liegt an den hohen Importkosten, die für Obst und Gemüse aus dem Ausland anfallen. Außerdem schmecken die saisonalen Früchte auch besser. © EIBNER/EXPA/Stefanie Oberhauser
Tipp 10: Wasser aus dem Hahn statt aus der Flasche: Das Hahnenwasser wird in Deutschland streng kontrolliert und kann im Normalfall mit dem aus der Flasche mit halten. Es spart also sowohl Geld als auch Energieaufwand beim Kisten schleppen.
Tipp 10: Wasser aus dem Hahn statt aus der Flasche: Das Hahnenwasser wird in Deutschland streng kontrolliert und kann im Normalfall mit dem aus der Flasche mithalten. Es spart also sowohl Geld als auch Energieaufwand beim Kisten schleppen. © IMAGO/Anastasiya Amraeva

Auch eine Vergleichsstudie aus Innsbruck bestätigte diese These bereits: Demnach gaben die Test-Kunden mit parallelen Haltegriffen am Einkaufswagen rund 25 Prozent mehr Geld aus, als die mit einer horizontalen Stange am Einkaufswagen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Thorsten Lindekamp

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