Heimischer Artenschutz

Pflanzen für Schmetterlinge: Zehn Blumen und Sträucher für einen insektenfreundlichen Garten

  • schließen

Ein Schmetterlingsgarten bietet bedrohten Falterarten einen geeigneten Lebensraum. Welche Blumen und Sträucher die Schmetterlinge bevorzugen.

Wie viele andere Insektenarten sind auch einige Schmetterlinge vom Aussterben bedroht. Wer in seinem Garten Platz für insektenfreundliche Blumen und Pflanzen macht, kann den Faltern jedoch einen geeigneten Lebensraum schaffen. Alles, was Gartenfreunde dazu wissen müssen und welche Pflanzen die Tiere besonders lieben, erfahren Sie hier.

Schmetterlingsgarten: Bunte Vielfalt und insektenfreundliche Pflanzen

Viele Schmetterlingsarten sind nur noch selten in deutschen Gärten zu finden, ein Schmetterlingsgarten bietet den Faltern jedoch einen geeigneten Lebensraum.

Gartenfreunde können den bedrohten Schmetterlingen, aber auch anderen Insekten, helfen, indem sie ihnen einen geeigneten Lebensraum bieten. Ein Schmetterlingsgarten voller insektenfreundlicher Pflanzen dient den Faltern dabei mit ausreichend Nahrung sowie Unterschlupf und Ruheplätzen.

Bei der Wahl der Pflanzen sollten Hobbygärtner möglichst zu heimischen Sorten greifen, die zudem nektarreich sind. Folgende Sträucher gehören in den insektenfreundlichen Garten:

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie im regelmäßigen Newsletter unseres Partners 24garten.de.

  • Fetthenne: Die verschiedenen Arten und Sorten der Fetthenne bieten den Faltern auch im Herbst ausreichend Nahrung und dienen als Nektarquelle. Die Blumen sind besonders pflegeleicht, da sie Trockenheit und Sonne, aber auch niedrige Temperaturen gut vertragen.
  • Ginsterblüten: Die gelben Blüten der Ginsterblüte ziehen Falter von Mai bis Juli an. Sie sind aber auch eine beliebte Nahrungsquelle für Schmetterlingsraupen.
  • Lavendel: Blauer Lavendel gehört zu den Klassikern im insektenfreundlichen Garten. Je nach Sorte blühen die Pflanzen zwischen Juni und September, viele sind zudem winterhart.
  • Brombeeren: Die Sträucher bieten nicht nur Faltern, sondern auch anderen Insekten wie Bienen und Hummeln einen Lebensraum. Sie sollten daher in keinem Schmetterlingsgarten fehlen.
  • Prachtkerze: Die Pracht- oder Präriekerze schafft Schmetterlingen ganzjährig ein Nahrungsangebot, denn sie blüht bis zum ersten Frost.
  • Blaustern: Diese Pflanze gehört zu den Sorten, die die Schmetterlinge vom Frühjahr bis in den späten Herbst mit ausreichend Nektar versorgen.
  • Nachtkerze: Die Nachtkerze entfaltet erst zur Dämmerung ihr volles Aroma und zieht damit Schmetterlingsarten an, die nachtaktiv sind.
  • Zinnien: Die offenen Blüten der Zinnien ziehen Schmetterlinge besonders an. Die Blumen blühen von Juni bis Oktober.
  • Flieder: Sommerflieder ist aufgrund seiner lila Blüten bei Schmetterlingen und Nachtfaltern sehr beliebt. Denn Lila ist die Lieblingsfarbe vieler Tagfalter.
  • Herbstastern: Bunte Blüten sind bei den Faltern besonders beliebt. Wichtig sind daher vor allem Gartenblumen wie die Herbstastern, die von Hochsommer bis Herbst in strahlenden Farben blühen.

Gartenbewohner und wie Sie sie anlocken können

Star (Sturnus vulgaris) badet in einer Vogeltränke.
Vögel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schädlinge wie Schnecken, Raupen und Käfer zu kontrollieren. Um Vögel anzulocken, stellen Sie Vogelhäuser, Vogeltränken und Futterstationen auf. Sie können auch Pflanzen wie Sonnenblumen, Lavendel und Beerensträucher pflanzen, die Vögel anziehen. © IMAGO/iFrank Sommariva
Tagpfauenauge Schmetterling sitzt auf einem Schmetterlingsflieder.
Schmetterlinge sind wunderschöne und nützliche Gartenbewohner. Sie helfen bei der Bestäubung von Pflanzen und sind ein wichtiger Teil des Ökosystems. Um Schmetterlinge anzulocken, pflanzen Sie blütenreiche Pflanzen wie Schmetterlingsflieder, Sonnenhut und Sonnenblumen. Vermeiden Sie den Einsatz von Pestiziden, da diese Schmetterlinge abtöten können. © IMAGO
Eine Biene sitzt in einer Blüte eines Löwenzahns in einem Garten.
Bienen sind sehr wichtig für die Bestäubung von Pflanzen und die Produktion von Honig. Um Bienen anzulocken, pflanzen Sie blütenreiche Pflanzen wie Lavendel, Sonnenblumen und Wildblumen. Sie können auch ein Bienenhotel aufstellen, um den Bienen ein Zuhause zu geben. © IMAGO/Silas Stein
Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) auf der Jagd nach Blattläusen.
Marienkäfer sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schädlinge wie Blattläuse zu kontrollieren. Um Marienkäfer anzulocken, pflanzen Sie Pflanzen wie Dill, Fenchel und Koriander. Sie können auch Marienkäferhäuser aufstellen, um den Marienkäfern ein Zuhause zu geben. © IMAGO/Guenter Fischer
Igel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schnecken und andere Schädlinge zu kontrollieren.
Igel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schnecken und andere Schädlinge zu kontrollieren. Um Igel anzulocken, stellen Sie Igelhäuser auf und lassen Sie Bereiche im Garten unberührt, damit sich die Igel darin verstecken und nisten können. © IMAGO/F. Hecker
Die Erdkröte Bufo bufo ist ein häufiger Gast in Gärten.
Kröten sind nützliche Gartenbewohner, die Schnecken und Insekten fressen. Um Kröten anzulocken, können Sie flache Wasserstellen wie Teiche oder Schalen mit Wasser aufstellen, da Kröten Wasser benötigen, um zu überleben. Auch das Anpflanzen von schattenliebenden Pflanzen und das Bereitstellen von Versteckmöglichkeiten wie Totholz oder Steinhäufen kann helfen, Kröten anzulocken. © IMAGO/Steffen Schellhorn
Gemeine Kreuzspinne, Gartenkreuzspinne, Garten-Kreuzspinne (Araneus diadematus), lauert in ihrem Netz.
Spinnen wie die gemeine Kreuzspinne sind wichtige Räuber und helfen, Schädlinge in Schach zu halten. Um Spinnen anzulocken, können Sie ein Insektenhotel aufstellen oder ein paar Büsche und Sträucher in Ihrem Garten unberührt lassen. Auch das Vermeiden von Pestiziden kann dazu beitragen, dass sich Spinnen in Ihrem Garten niederlassen. © IMAGO/F. Hecker
Kleind greift nach einem Regenwurm in der Hand einer erwachsenen Person.
Regenwürmer helfen, den Boden zu belüften und Nährstoffe in den Boden zu bringen. Um Regenwürmer anzulocken, können Sie Kompost oder organische Materialien in Ihrem Garten verwenden, die als Nahrung für Regenwürmer dienen. Auch das Vermeiden von Chemikalien und das Aufrechterhalten einer feuchten Umgebung kann dazu beitragen, dass sich Regenwürmer in Ihrem Garten wohlfühlen. © IMAGO/Ute Grabowsky
Schneckenfressende Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die Schnecken und deren Eier fressen.
Schneckenfressende Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die Schnecken und deren Eier fressen. Um sie anzulocken, können Sie bestimmte Pflanzen wie Ringelblumen, Kamille oder Tagetes pflanzen, die sie anziehen. Auch das Auftragen von Nematoden auf den Boden in Ihrem Garten kann dazu beitragen, dass sich diese nützlichen Gartenbewohner ansiedeln. © IMAGO/F. Foxx
Zauneidechse, Zaun-Eidechse (Lacerta agilis), Weibchen am Boden.
Eidechsen sind nützliche Gartenbewohner, die Insekten, aber auch Spinnen fressen. Um Eidechsen anzulocken, können Sie Felsbrocken oder Steinhaufen in Ihrem Garten aufstellen, die als Versteck- und Sonnenplätze dienen. Auch das Anpflanzen von bestimmten Pflanzen wie Salbei, Thymian und Lavendel kann dazu beitragen, dass sich Eidechsen in Ihrem Garten wohlfühlen. © IMAGO/R. Mueller

Schmetterlinge im Garten: Falter lieben Kräuter und Gemüsepflanzen

Um den hungrigen Raupen der Schmetterlinge im Frühjahr und Sommer ausreichend Nahrung zu bieten, müssen Futterquellen gepflanzt werden. Dem Bund Naturschutz (NABU) zu Folge sollten in einem naturnahen Garten verschiedene Wildkräuter und ausgewählte Gemüsepflanzen zu finden sein. Kräuter und Gemüsesorten wie Möhren, Fenchel, Dill oder die Knoblauchsrauke locken schöne Falter, wie den Schwalbenschwanz an.

Rubriklistenbild: © manfredxy/Imago

Kommentare