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Ausflug in tropische Welten: Die größten Schmetterlingsparks Deutschlands

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Farbenfrohe exotische Schmetterlinge sind ein Genuss für die Sinne. Und wer weiß, vielleicht landet in einem der Schmetterlingsgärten auch einer auf Ihrem Handrücken?

Heimische Schmetterlinge haben eine Menge zu bieten. Aber nur in sogenannten Schmetterlingsgärten oder Schmetterlingshäusern hat man auch in Deutschland die Chance, lebende tropische Falter zu entdecken und zu bestaunen. Letzteres ist auf jeden Fall garantiert, denn die Tiere haben viele Superlative zu bieten – von der Farbenpracht über ihre teilweise überdimensionalen Erscheinungsformen bis hin zur schlichtweg riesigen Artenvielfalt. Kreuz und quer durch Deutschland gibt es eine große Zahl solcher sehenswerten Angebote und davon haben einige besonders viel zu zeigen:

Die größte Schmetterlingsfarm Deutschlands liegt auf der Insel Usedom

Der Geschweifte Eichelhäher (Graphium agamemnon) ist eine der rund 60 Arten auf der Schmetterlingsfarm Trassenheide.

Eine Insel ist es, ja, aber sie liegt nicht im Indischen Ozean oder im Karibischen Meer, sondern in der Ostsee – auf der Insel Usedom finden Sie nichtsdestotrotz Schmetterlinge, die Sie mit auf eine ganz weite Reise nehmen. Die Schmetterlingsfarm Trassenheide gilt als die größte ihrer Art in Deutschland: Auf rund 5.000 Quadratmetern flattern je nach Saison und Jahreszeit bis zu 2.000 tropische Exemplare und bis zu 60 verschiedene Arten um die Wette.

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Das zweitgrößte Schmetterlingshaus: Auf der Insel Mainau

Wieder eine Insel, und zwar im anderen Eck Deutschlands: In Baden-Württemberg auf der Insel Mainau im Bodensee sind rund 1.000 Tiere auf einer Fläche von 1.000 Quadratmetern zu Hause. Bis zu 120 verschiedene Schmetterlingsarten und -unterarten aus den tropischen Regionen von Süd- und Mittelamerika, Afrika und Asien fliegen im Schmetterlingshaus von Futterpflanze zu Futterpflanze. Und rundherum lockt die berühmte Blumeninsel mit einem Dahliengarten, dem Arboretum und einer Allee aus Urwelt-Mammutbäumen.

Das größte Schmetterlingshaus Nordrhein-Westfalens in Hamm

Der Maximilianpark in Hamm beheimatet auf 450 Quadratkilometern inmitten von Urwaldgewächsen und Teichen bis zu 80 tropische Schmetterlingsarten und -unterarten. Im Herbst kann man hautnah den Tanz der Bananenfalter miterleben – da sie diesen in der Dämmerung aufführen, ist das Schmetterlingshaus auch gegen Abend geöffnet. Und wenn Sie schon in der Nähe sind, könnten Sie auch den botanischen Garten in Bochum besuchen und durch Urwälder spazieren.

Freund oder Feind? Schädliche und harmlose Raupen im heimischen Garten

Schmetterlingsraupe des Großen Kohlweißlings mit Hand
Die Raupen des Großen Kohlweißlings sind gut zu erkennen und treten oft in Scharen auf. Am besten setzt man die Tiere weit entfernt vom Gemüse wieder aus, damit sich der schöne Falter daraus entwickeln kann. © Shotshop/Imago
Baumstamm mit Raupen des Eichenprozessionsspinners
Nicht jeder hat eine Eiche oder Buche im Garten, aber wenn Sie die haarigen Raupen des Eichenprozessionsspinners sichten, nehmen Sie sich in Acht: Ihre Brennhaare enthalten ein Gift, das zu Haut- und Atemwegsreizungen bis hin zu einem allergischen Schock führen kann. Beauftragen Sie Profis mit der Beseitigung. © Shotshop/Imago
Raupen des Kleinen Fuchses auf Brennnesseln
Sieht gefährlich aus, tut aber nix: Aus den Eiern des Kleinen Fuchses schlüpfen schwarz-gelbe stachelige Raupen, die sich selten von ihren Futterpflanzen, den Brennnesseln, wegbewegen. Dafür hat man bald bildschöne Schmetterlinge im Garten. © blickwinkel/Imago
Grüne Raupe vom Kleinen Frostspanner ( Operophtera brumata )
Ach, irgendwie ganz putzig? Mitnichten! Die Raupe des Kleinen Frostspanners frisst ganze Obstbäume und Ziergehölze bis auf die Rippen kahl. © Zoonar/Imago
Raupe des Schwalbenschwanzes auf Doldenblüter
Aber hallo! Die auffällige Raupe des Schwalbenschwanzes bevorzugt Doldenblüter wie Wilde Möhre, Fenchel, Dill und Giersch als Nahrungsquelle. Gönnen Sie der harmlosen Raupe den Schmaus. © Panthermedia/Imago
Raupen der Gespinstmotte in einem Baum
Die Raupen der Gespinstmotte sitzen zum Beispiel an Obstbäumen, Pfaffenhütchen oder Schlehen. Wenn sie in Massen auftreten, fressen sie ganze Bäume kahl ... © Steinach/Imago
Gespinstmotten haben einen Baum mit einem weißen Gespinst überzogen.
... deswegen sollte man sie im Garten absammeln, sobald man sie findet. Denn sonst wird es bald sehr gespenstisch. Es ist aber nicht so tragisch, wie es aussieht: Irgendwann verschwinden die Raupen und die Pflanzen treiben danach wieder aus. © blickwinkel/Imago
Raupe der Kohleule (Barathra brassicae) auf einer Blüte
Eine eher unscheinbare grüne Raupe mit unangenehmen Eigenschaften: Die Abkömmlinge der Kohleule zählen zu den häufigsten Gemüseschädlingen im Garten. Sie verschmutzen die Kohlköpfe mit Kot und diese faulen daraufhin schnell. © Steffen Schellhorn/Imago
Raupe des Landkärtchens
Bitte leben lassen: Das Landkärtchen ist Schmetterling des Jahres 2023 und legt seine Eier gerne auf Doldenblüter. Die dornigen schwarzen Raupen wirken bedrohlich, richten aber keinen nennenswerten Schaden an. © CHROMORANGE/Imago
Buchsbaumzünsler (lat. Cydalima perspectalis) frisst Buchsbaum kahl.
Sie haben einen Buchsbaumzünsler gesichtet? Dann ist Gefahr in Verzug und Sie sollten mit Schädlingsbekämpfungsmitteln dagegen vorgehen, sonst ist Ihr Buchsbaum verloren. In dem Fall muss er sofort entsorgt werden. © localpic/Imago

Über 140 Schmetterlingsarten im Schmetterlingspark Wittenberg

In Sachsen-Anhalt in der Lutherstadt Wittenberg liegt ein Schmetterlingspark, der 700 bis 750 Schmetterlinge und über das Jahr verteilt 140 verschiedene Schmetterlingsarten präsentiert. Ein Großteil der Tiere wird hier selbst gezüchtet. Zu fast jeder Tageszeit lohnt sich der Besuch, denn die Schmetterlinge haben einen relativ geordneten Tagesablauf: Vormittags kann man das Schlüpfen der Tiere in der Schlupfvitrine beobachten oder sie an den Futterstellen finden. Nachmittags sieht man sie eher auf „Brautschau“ – beim Hochzeitsflug und bei der Paarung.

Einer der größten Schmetterlinge der Welt lebt in Pfronten

Wer nachts fliegt, muss nicht farbenfroh leuchten. Dafür ist die Größe des Atlasspinners (Attacus atlas) beeindruckend.

Die Allgäuer Schmetterlings-Erlebniswelt ist eher klein, aber dafür beherbergt das Schmetterlingshaus eine riesige Rarität: Mit einer Flügelspannweite mit bis zu von 30 Zentimetern gehört der Atlasspinner (Attacus atlas) zu den größten Schmetterlingen der Welt. Diese besondere Nachtfalter-Art kann nicht jeder Zoo sein Eigen nennen. Mit anderen Sehenswürdigkeiten wie dem Kometenfalter aus Madagaskar und dem Maracujafalter ist er in ebenbürtiger und farbenfroher Gesellschaft.

Sie möchten gerne einen längeren Ausflug machen? In der Nähe eines der schönsten Gärten Europas liegt beispielsweise in Wien am Rande des Burggartens ebenfalls ein Schmetterlingshaus, das schon zu des Kaisers Zeiten ein Ort der Ruhe und Erholung war.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

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