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Sechs botanische Gärten in Deutschland, die eine Reise wert sind

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Schöne Blumen finden Sie in jedem botanischen Garten. Doch manche der Schaugärten sind für Pflanzenliebhaber so besonders, dass sich eine längere Anfahrt lohnt.

Die Liste der botanischen Gärten in Deutschland ist lang, nahezu jedes Bundesland kann einen oder mehrere liebevoll gepflegte Anlagen mit einheimischen und fremdländischen Pflanzenarten aufweisen. Die knapp 100 Gärten aufzuführen, kann ihnen nicht ausreichend gerecht werden, eine Auswahl zu treffen ist immer etwas unfair – jeder Garten für sich ist doch ein Unikat, das Pflanzenliebhabern Freude beschert. Vor Ort in einer Stadt lohnt sich der Besuch eines botanischen Gartens immer, aber manche sind für Freunde der Artenvielfalt und der botanischen Superlative sogar eine Reise wert, wenn alles in Blüte steht.

1. Botanischer Garten der Ruhr-Universität Bochum

Im Botanischen Garten Bochum sind nicht nur viele Blumen zu finden, sondern auch ein Holzpfad über einen Urwaldteich mit Sumpfzypressen.

Der Botanische Garten der Ruhr-Universität Bochum bietet nicht nur Schauhäuser wie das Tropen-, das Wüsten- und das Savannenhaus, sondern auch eine Reise in die Vergangenheit Mitteleuropas vor 20 Millionen Jahren: Über den Tertiärteich spaziert man malerisch auf einem Holzsteg an urzeitlichen Sumpfzypressen und Farnen vorbei. Um dann anschließend in der Perle des Gartens eine Auszeit zu nehmen – der wunderschöne chinesische Garten ist ein Ort der Ruhe und Meditation und einer der authentischsten chinesischen Gärten außerhalb Asiens.

2. Botanischer Garten Berlin Dahlem

An Berlin kommt man schneller mal vorbei. Hier lohnt sich ein mehrstündiger Abstecher in den botanischen Garten im Stadtteil Dahlem, der weltweit mit seinen über 22.000 Pflanzenarten ein hohes Ansehen genießt und mit einem Areal von 43 Hektar als einer der größten in ganz Deutschland gilt. Doch darauf kommt es nicht an. In 15 Gewächshäusern geht man auf eine informative botanische Weltreise, um schließlich im Tropenhaus einen 25 Meter hohen Riesen-Bambus zu bestaunen, der täglich etwa 30 Zentimeter wächst. Die Vier-Jahreszeiten-Pfade lotsen Besuchern an den schönsten Blumen der jeweiligen Saison vorbei. Bitte beachten: Bis zum 27. März 2024 ist das Freigelände nur eingeschränkt zu besuchen.

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3. Rhododendron-Park in Bremen

Für Rhododendron-Liebhaber und Menschen, die die Bilder von Monet schätzen, führt am Rhododendron-Park in Bremen kein Weg vorbei. Auf 46 Hektar finden Sie die größte Rhododendron- und Azaleen-Sammlung der Welt mit 650 Wildformen und 3.500 Züchtungen. Am schönsten ist der Besuch ab Mai, wenn fast der ganze Park blüht. Der Eintritt ist kostenfrei. Mitten im Rhododendron-Park liegt der Botanische Garten Bremen mit einer großen Zahl einheimischer Pflanzenarten und einem der umfangreichsten Heilpflanzenabteilungen Deutschlands.

4. Palmengarten Frankfurt

Nebenan die Großstadt, von der man im Palmengarten des Botanischen Gartens Frankfurt nichts mehr spürt. Hier findet man nicht nur das 18 Meter hohe Palmenhaus, das 1869 eröffnete Prunkstück des Palmengartens, mit einem überdimensionalen Wintergarten, unzähligen Palmenarten und einem Wasserfall. Auf der rund 20 Hektar großen Gartenfläche kann man 13.000 tropische und subtropische Pflanzenarten bestaunen.

Giftige Schönheiten: Zehn besonders gefährliche Gartenpflanzen

Eine rosa blühende Engelstrompete
Die Engelstrompete hat ihren Namen nicht von ungefähr: Sie führt schon in kleinsten Verzehrsmengen zu Halluzinationen. © blickwinkel/Imago
Eine gelb blühende Goldregenpflanze in einem Vorgarten
Der giftige Goldregen ist im Garten immer ein Hingucker. Vor allem die reifen Samen sind sehr gefährlich.  © blickwinkel/Imago
Eine weiß blühende Christrosenpflanze
Die Christrose wurde früher als Brech- und Abführmittel eingesetzt. Heute heißt es: Finger weg! © CHROMORANGE/Imago
Eine Gärtnerin beschneidet einen Oleander
Vor allem den Blättern des Oleanders sollte man nicht zu nahe kommen – am besten Handschuhe tragen. © Shotshop/Imago
Blütenrispen des Blauen Eisenhuts
Schon wenige Gramm Eisenhut führen zu schweren Vergiftungssymptomen. © imagebroker/Imago
Ein Strauß gelber Narzissen in einer Vase
Die ist so hübsch, die tut doch nichts? Die Gelbe Narzisse ist in allen Pflanzenteilen giftig.  © BE&W/Imago
Eine Rizinuspflanze mit roten Blättern und Fruchtkapseln
Sehr attraktiv und sehr giftig: Schon im Altertum wurden Menschen mit Rizinussamen umgebracht. © McPHOTO/Imago
Eine rosa blühende Herbstzeitlose im Gras
Ab August blüht die Herbstzeitlose, deren Zellgift Colchicin zum Tod führen kann. © Rudolf Gigler/Imago
Eine Thujahecke mit einem Halteverbot-Verkehrsschild
Die Thuja ist als Hecke beliebt und sieht harmlos aus. Aber Hautkontakt und Verzehr haben unangenehme Folgen. © Shotshop/Imago
Eine Misteldrossel frisst im Herbst die roten Eibenfrüchte
Obacht, wenn die roten Beeren der Eibe reif sind: Nicht nur Drosseln, auch Kinder greifen hier gern zu. ©  Reiner Bernhardt/Imago

5. Berggarten in Hannover Herrenhausen

Der im Jahr 1666 ursprünglich als Gemüsegarten angelegte Berggarten zählt zu den Herrenhäuser Gärten Hannovers. Er ist einer der ältesten botanischen Gärten Deutschlands und besitzt mit rund 3000 Arten sowie 1000 Sorten und Hybriden eine der größten Orchideensammlungen der Welt. Besonders sehenswert sind auch die alten Süntel-Buchen mit ihren verdrehten Ästen, eine botanische Rarität Niedersachsens.

6. Botanischer Garten München-Nymphenburg

In unmittelbarer Nähe zu einer der Top-Sehenswürdigkeiten Münchens, dem Schloss Nymphenburg, lädt der Botanische Garten München-Nymphenburg zur Besichtigung von rund 16.000 Pflanzenarten ein. Auf einer Fläche von über 4.500 Quadratmetern Gewächshäusern sieht man Pflanzen aus allen Klimazonen von den Alpen bis zur Wüste. Zu den Besonderheiten zählen eine beliebte tropische Schmetterlingsausstellung, ein interaktiver „Baum-Finder“, mit dem man im Freiland auf Baum-Suche gehen kann und das BIOTOPIA Lab, ein naturwissenschaftlicher Experimentier- und Ausstellungsraum.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

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