Schlummernde Stubentiger

Faszinierende Fakten über den Schlaf von Katzen

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Unsere Hauskatzen lieben es, zu schlafen. Sie verbringen bis zu 20 Stunden des Tages damit. Was Besitzer aus dem Schlafverhalten ihrer Katze herauslesen können.

Es scheint, als wohnen in Katzen zwei Persönlichkeiten: Zum einen der Faulpelz, der nichts lieber tut, als zu schlafen oder zu dösen. Und der aufmerksame Jäger, der sich mit messerscharfen Sinnen auf die Lauer legt, sich anpirscht und schließlich zum Angriff übergeht. Dafür ist viel Energie notwendig.

Entspannte Katzen legen sich zum Schlafen auf den Rücken.

Katzen schlafen bis zu 20 Stunden am Tag

Generell sind Katzen in ihren Wachphasen extrem aufmerksam. Schließlich können überall Gefahren lauern. Diese Wachsamkeit haben Katzen sich von ihren wildlebenden Verwandten bewahrt. Das ist der Grund, aus dem Katzen ein so großes Ruhe- und Schlafbedürfnis haben. Sie können je nach Alter und Aktivitätslevel bis zu 20 Stunden des Tages schlafend oder dösend verbringen. Allerdings schlafen sie nur etwa vier bis fünf Stunden wirklich tief und fest. Deshalb kann es zwar den Anschein machen, als würde die Katze schlafen, sie kriegt jedoch alles um sich herum mit. Übrigens sind Katzen in der Dämmerung am aktivsten.

Katzen können träumen

Neben dem Tiefschlaf gibt es bei Katzen die sogenannte REM-Schlafphase, die auch wir Menschen haben. Ihren Namen hat sie, weil sich die Augen hinter den geschlossenen Lidern dabei schnell bewegen (Rapid Eye Movement, zu Deutsch: schnelle Augenbewegung). Das ist die Zeit für Träume. Schon in den 60er Jahren haben Forscher bewiesen, dass Katzen einen REM-Schlaf haben. Das legt die Vermutung nahe, dass sie auch träumen können. Wovon genau, ist nicht geklärt. Vermutlich von der Jagd oder Dingen, die sie am Tag erlebt haben. Dann kann es vorkommen, dass die Katze im Schlaf zuckt, was allerdings kein Grund zur Sorge ist. Traumatisierte Katzen können auch Alpträume haben.

Übrigens fühlen sich Katzen an Schlafplätzen, die nur eine kleine Öffnung haben, besonders sicher. Sie müssen nur diesen kleinen Zugang bewachen und nicht ihre gesamte Umgebung. Aus diesem Grund suchen Katzen sich manchmal die ungewöhnlichsten Orte für ein Nickerchen aus. Schläft eine Katze ungewöhnlich viel, sollte der Besitzer wachsam sein. Denn auch Einsamkeit bei Katzen oder bestimmte Erkrankungen machen sich durch vermehrtes Schlafen bemerkbar. Insbesondere Wohnungskatzen, die alleine leben, brauchen viel Beschäftigung und Zuwendung durch den Menschen.

Anhängliche Samtpfoten: 13 Katzenrassen, die besonders verschmust sind

Eine blauäugige Siamkatze, ein Baby, sitzt auf einem Tisch und blickt mit schräg gehaltenem Kopf in die Kamera.
Siamkatzen faszinieren mit ihren blauen Augen. Doch wer sie kennt, weiß: Eine Siamkatze ist auch sehr gesprächig und anhänglich. Sie knüpft gerne neue Kontakte, oft auch zu Hunden, und zählt zu den Katzenrassen, die besonders gerne schmusen. © Cavan Images/Imago
Eine graue Korat-Katze schläft auf einem Stuhl.
Katzen der Rasse Korat sind sehr geduldig, wissen aber genau, was sie wollen: und zwar verwöhnt werden. Die anhänglichen Korats lieben es, zu kuscheln und fordern ihre Schmusestunden durchaus auch ein. © Pond5 Images/Imago
Singapura Katze sitzt am Fenster und schaut in die Kamera.
Sie ist die kleinste Hauskatze der Welt: Wenn die Singapura erst einmal Vertrauen gefasst hat, weicht sie ihren Besitzern nicht mehr von der Seite. Zu ihrem Glück benötigt sie einen engen Familienverbund und Artgenossen, mit denen sie neben ihren Haltern auch kuscheln können. © Newscom World/Imago
Eine Frau spielt mit ihrer Balinesen-Katze auf dem Bett.
Balinesen sind für ihr verspieltes und besonders verschmustes Wesen bekannt. Für Halter ist es jedoch wichtig, einen Ausgleich zu schaffen, da die Katzenrasse zwar liebend gerne kuschelt, aber auch ihren Bewegungsdrang ausleben will. Ihren Willen äußern Balinesen im Übrigen gerne lautstark. © Pond5 Images / Imago
Porträt einer Ragdoll Katze.
Ragdolls wirken nicht nur aufgrund ihrer flauschigen Optik wie lebendig gewordene Plüschkatzen – sie verhalten sich auch so. Die schönen Katzen sind besonders anschmiegsam und auf Harmonie bedacht. Sie gelten aber auch als lustig und verspielt. Was eine Ragdoll nicht mag, ist, wenn sie einsam ist. Sie folgt ihrem Zweibeiner daher gerne wie ein Schatten und beobachtet genau, was er lieber macht, als sie zu streicheln. © Image Source/Imago
Mit ihrem gefleckten Fell sieht diese Kurzhaarkatze einfach majestätisch aus.
Die Ägyptische Mau ist eine majestätische Katzenrasse, die bereits auf historischen Wandmalereien im antiken Ägypten abgebildet wurde. Ob daher ihr ausgeprägtes Temperament kommt? Ähnlich wie Hunde bindet sie sich jedenfalls an ihre Familie und liebt es auch, zu schmusen und gemeinsame Spielzeit zu verbringen. © IMAGO
Eine Britisch Kurzhaarkatze liegt bequem auf einem weiß verziertem Stuhl.
Auch die Britisch Kurzhaar ist ein echter Schmusetiger. Sie gilt als gemütlich und ausgeglichen und baut eine starke Bindung zu ihren Menschen auf. Von den Schmuse- und Streicheleinheiten kann diese Rasse gar nicht genug bekommen. Mit abwechslungsreichen Spielmöglichkeiten eignet sich die Britisch Kurzhaar auch als reine Wohnungskatze. © Westend61 / Imago
Eine Burma-Katze schaut kopfüber in die Kamera.
Burma-Katzen sind nicht nur dafür bekannt, sehr intelligent und neugierig zu sein. Sie gehören auch zu den besonders verschmusten Katzenrassen. Die Burma ist zwar eine temperamentvolle, aber auch sehr zutrauliche und verspielte Mieze. Sie liebt ihre Menschen über alles und kann gar nicht genug Aufmerksamkeit und gemeinsame Kuschelstunden bekommen. © Pond5 Images/Imago
Perser Katze liegt auf dem Boden.
Perserkatzen sind als Wohnungskatzen bestens geeignet, da sie sich nur wenig für die Natur, dafür umso mehr für ihre Bezugspersonen interessieren. Die Katzenrasse ist ausgesprochen anhänglich, sanftmütig und ruhig. Manche sprechen von der Perserkatze als die friedlichste aller Katzenrassen. Das macht sie zur besonders verschmusten Gefährtin. © YAY Images/Imago
Weiße American Curl Katze sitzt auf einem blauen Sessel.
Die American Curl mit den nach außen gerollten Ohren ist eine sehr liebesbedürftige Katzenrasse. Sie schmust gerne mit ihren Bezugspersonen, wählt sich allerdings meist einen Liebling, den sie zum Schmusen bevorzugt und ihm wie ein Hund überall hin folgt. © Pond5 Images/Imago
Eine rothaarige Frau schmust mit ihrer Katze im Wohnzimmer
Die Maine Coon kennen viele als die größte Hauskatzenrasse der Welt. Dass sie aber auch sehr intelligent und wirklich verschmust ist, wissen meist nur ihre Besitzer. Die Coonie folgt ihren Menschen gerne auf Schritt und Tritt und holt sich ihre Kuscheleinheiten ab, wann immer ihr danach ist. Rassevertreter besitzen aber auch ein ausgeprägtes Temperament und bewahren sich gerne ihre Freiheit. © Pond5 Images/Imago
Chartreux, Kartäuser, liegt auf dem Sofa.
Die Chartreux, auch als Kartäuser bekannt, gilt als sensible Katze, die gerne in Gesellschaft ist und es liebt, ausgiebig mit ihren Familienmitgliedern zu kuscheln. Manche bezeichnen sie sogar als harmoniesüchtig. © Zoonar/Imago
Es ist eine Birma-Katze zu sehen.
Mit ihrer ruhigen Art ist die Heilige Birma vor allem für Kinder und Senioren geeignet. Sie ist gerne in Gesellschaft und schmust gerne. © Imagebroker/Imago

Das sagt die Schlafposition über das Wohlbefinden der Katze aus

In welcher Position und wo die Katze schläft, sagt viel über ihr Wohlbefinden, aber auch über die Beziehung zu ihrem Menschen aus. Tiefenentspannte Katzen schlafen auf dem Rücken und strecken alle Viere von sich. Das tun sie nur, wenn sie sich absolut sicher fühlen – schließlich zeigen sie den verletzlichen Bauch und ihren Hals. Schläft die Katze zusammengerollt, schützt sie damit ihre empfindlichen Körperpartien vor Kälte. Diese Schlafposition kommt vermutlich noch aus ihrer Zeit als Wildtier.

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In seitlicher Lage kann die Samtpfote optimal Energie tanken. Schläft die Katze häufig auf dem Bauch, mit eingerollten Pfoten und legt den Kopf dabei nicht ab, ist sie unentspannt und jederzeit fluchtbereit. Macht sie das häufig, sollten Katzenhalter auf Ursachenforschung gehen. Legt die Katze sich zum Schlafen auf den Schoß oder Bauch des Menschen, fühlt sie sich in Gegenwart ihres Menschen besonders sicher und geborgen – ein Riesenkompliment.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Bihlmayer

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