VonLaura Knopsschließen
Damit der Körper optimal funktionieren kann, braucht er sowohl fettlösliche als auch wasserlösliche Vitamine. Doch in welchen Lebensmitteln sind die wichtigen Vitamine enthalten?
Vitamine sind lebensnotwendig und erfüllen wichtige Funktionen im Körper. Tritt ein Mangel auf, bekommen wir das zu spüren. Insgesamt gibt es 13 Vitamine. Nur vier davon sind fettlöslich, die restlichen sind wasserlöslich. Wie alle Vitamine kann der Körper auch die fettlöslichen Vitamine nicht selber herstellen, sondern muss sie über die Nahrung aufnehmen. Im Gegensatz zu den wasserlöslichen können die fettlöslichen allerdings gut vom Körper gespeichert werden. Welche Vitamine fettlöslich sind und was Sie bei der Einnahme beachten sollten.
Wasserlösliche und fettlösliche Vitamine: Das sind die Unterschiede
Wasserlösliche Vitamine befinden sich in Flüssigkeiten und können dagegen nicht gespeichert werden, mit Ausnahme von Vitamin B12. Nimmt man überschüssige Mengen mit der Nahrung auf, werden diese mit dem Urin einfach wieder ausgeschieden. Zu den wasserlöslichen Vitaminen zählen Vitamin C, Niacin, Folsäure, Biotin und die B-Vitamine B1, B2, B5, B6, B12.
Die fettlöslichen Vitamine sind im Fett von Lebensmitteln enthalten. Fettlösliche Vitamine können, wie der Name schon vermuten lässt, nur vom Körper aufgenommen werden, wenn gleichzeitig Fette gegessen werden. Zu den fettlöslichen Vitaminen zählen die Vitamine A, D, E und K. Die meisten der fettlöslichen Vitamine benötigt der Körper für ein optimal funktionierendes Immunsystem, wie die Ernährungswissenschaftlerin Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gegenüber T-Online verrät.
Zu den fettlöslichen Vitaminen gehören:
- Vitamin A
- Vitamin D
- Vitamin E
- Vitamin K
Vitamin A: Wichtig für Augen und Zellwachstum
Vitamin A auch als Retinol bekannt, schützt die Haut und Schleimhäute. Es ermöglicht das Sehen bei Dämmerung und das Farbsehen. Vitamin A fördert zudem die Entwicklung des Embryos, weshalb Schwangere und Stillende einen erhöhten Bedarf an Vitamin A haben. Zu finden ist es ausschließlich in tierischen Lebensmitteln wie Fisch, Milch, Eigelb und Leber. Nur bestimmte Vorstufen von Vitamin A kommen auch in pflanzlichen Vitaminen vor. Der Körper kann beispielsweise das pflanzliche Beta-Carotin in Vitamin A umwandeln, welches in orangefarbenen Gemüse und Obst sowie in Spinat, roter Paprika und getrockneten Aprikosen steckt.
Vitamin D: Das Sonnenvitamin für Knochen und Zähne
Vitamin D ist für gesunde Knochen und Zähne besonders wichtig. Da der Körper das Vitamin über die Nahrung aufnehmen, aber auch mithilfe von Sonnenlicht selbst bilden kann, hat es unter den Vitaminen eine Sonderstellung. Da nur wenige Lebensmittel wie fettreicher Fisch wie Lachs, Hering oder Makrele und Eigelb ausreichend Vitamin D enthalten, ist es umso wichtiger, regelmäßig Sonnenlicht zu tanken. Die Experten der Verbraucherzentrale empfehlen daher je nach Hauttyp täglich fünf bis 25 Minuten im Freien – in der Zeit von 10 bis 15 Uhr – zu verbringen.
Vitamin E: Schutzvitamin des Körpers
Vitamin E ist in jeder Zelle des Körpers vorhanden und führt wichtige Schutzfunktionen aus. So stärkt es das Immunsystem und wirkt Entzündungen entgegen. Vitamin E ist zudem unentbehrlich für die normale Funktion des Nervensystems und der Muskulatur. Da es den Abbau der Vitamine A und E durch Oxidation verhindert, wird es zudem als Antioxidans bezeichnet. Zu finden ist Vitamin E in pflanzlichen Ölen, Vollkornprodukten, grünem Blattgemüse und Nüssen.
Vitamin K: Nur begrenzt im Körper gespeichert
Der Körper kann Vitamin K im Gegensatz zu den anderen fettlöslichen Vitaminen nur begrenzt im Körper speichern. Aus diesem Grund sollte es regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden. Vitamin K ist an der Blutgerinnung beteiligt sowie an der Bildung des Knochen-Eiweiß Osteokalzin. Zu finden ist es beispielsweise in grünem Blattgemüse, Kohl, Hülsenfrüchten, Eigelb, Sonnenblumenöl und Leber.
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