Gesunde Ernährung

Immunsystem besonders gefordert? Welche Vitamine und Mineralstoffe jetzt helfen

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Nährstoffe und Mineralien können vor diversen Gesundheitsproblemen schützen. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Immunsystem in der frostigen Jahreszeit aufbauen können.

Die kalte und dunkle Jahreszeit stellt unser Immunsystem vor besondere Herausforderungen. Erkältungen lauern an jeder Ecke, und die reduzierten Sonnenstunden beeinträchtigen unsere Vitamin-D-Versorgung. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist, hilft, das Immunsystem zu stärken und das Wohlbefinden zu steigern. Welche Nährstoffe Sie im Herbst und Winter täglich zu sich nehmen sollten, erfahren Sie im Text.

Vitamin D: Sonnenvitamin auch im Winter wichtig

Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle bei der Stärkung der Knochen und des Immunsystems. Im Winter, wenn die Sonnenexposition geringer ist, kann es zu einem Mangel kommen, da der Körper Vitamin D hauptsächlich durch Sonneneinstrahlung produziert. Lebensmittel wie fetter Fisch (zum Beispiel Hering) und Pilze sind gute Quellen für Vitamin D. Eine Supplementierung durch Nahrungsergänzungsmittel wird empfohlen, wenn ein nachgewiesener Vitamin-D-Mangel besteht. Greifen Sie besser nur zu Vitamin-D-Tropfen oder -Dragees, wenn Ihr Arzt es Ihnen empfiehlt. Vitamin D kann nämlich überdosiert werden.

Vitamin C stärkt unser Immunsystem, das im Herbst und im Winter so manchen Infekt abwehren muss.

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Vitamin C: Antioxidative Kraft für das Immunsystem

Vitamin C ist bekannt für seine antioxidative Wirkung und seine Bedeutung für das Immunsystem. Es schützt Zellen vor freien Radikalen und unterstützt die Bildung von Kollagen, wie das Wissensportal GEO informiert. Gute Vitamin-C-Quellen sind Paprika, Zitrusfrüchte und Kohl. Diese Lebensmittel helfen, den täglichen Bedarf zu decken und das Immunsystem zu stärken.

Zink: Unverzichtbar für die Immunfunktion

Zink ist essenziell für das Immunsystem. Da der Körper keine großen Zinkspeicher hat, ist eine kontinuierliche Zufuhr notwendig, so eine Information des Lebensmittelverbands Deutschland. Fleisch, Vollkornprodukte und Nüsse sind reich an Zink und sollten regelmäßig verzehrt werden, um die Immunfunktion zu unterstützen.

Vitamin E und A beugen ebenfalls Krankheiten vor

Vitamin E und Vitamin A sind ebenfalls bedeutend in Hinblick auf die Gesundheit. Vitamin E, in Pflanzenölen und Nüssen, wirkt als Antioxidans, während Vitamin A, in Karotten und Spinat, die Schleimhäute stärkt, wie GEO informiert.

Nahrungsergänzungsmittel: Welche 8 Vitamine und Mineralstoffe gefährlich sind bei Überdosierung

Serum in Glasflasche
Vitamin E sollte nie langfristig und ohne ärztliche Empfehlung eingenommen werden. Wer dies nicht beachtet, riskiert Magen-Darm-Probleme und ein erhöhtes Blutungsrisiko. Als tolerierbare Tageshöchstdosis gelten 300 mg pro Tag, wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit informiert. Die Verbraucherzentrale warnt gleichzeitig, dass bei Dosierungen von 130 bis ca. 200 mg pro Tag die Häufigkeit eines hämorrhagischen Schlaganfalls (Hirnblutung) zunimmt. © Dasha Petrenko/Imago
Nahaufnahme Vitamin D-Tabletten
Eine Überdosierung von Vitamin D kann problematisch verlaufen. „Bei einer übermäßig hohen Einnahme von Vitamin D entstehen im Körper erhöhte Kalziumspiegel (Hyperkalzämie), die akut zu Übelkeit, Appetitlosigkeit, Bauchkrämpfen, Erbrechen oder in schweren Fällen zu Nierenschädigung, Herzrhythmusstörungen, Bewusstlosigkeit und Tod führen können. Da Vitamin D im Körper gespeichert werden kann, ist neben einer akuten auch eine schleichende Überdosierung möglich“, heißt es vonseiten des Robert Koch-Instituts. © Imago
Nahrungsergänzungstabletten neben zwei Mörsern
Vitamin B6 kann einzeln, aber auch in Form von Kombi-Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden. Eine Überdosierung schädigt das Nervensystem. Infolge leiden Betroffene an Gangunsicherheit, die mit Stürzen einhergehen kann. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt für den Zusatz von Vitamin B6 in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eine Höchstmenge von 3,5 Milligramm pro Tag. © Imago
Frau trinkt Vitamin-B12-Lösung.
Einige Menschen nehmen Vitamin B12 in Form von flüssiger Nahrungsergänzung zu sich. Auch hier gilt: Nehmen Sie das Präparat nur ein, wenn der Arzt es Ihnen rät. Gravierende Nebenwirkungen sind andernfalls möglich. Wie der NDR informiert, würden aktuelle Studien zeigen, dass ein zu hoher Vitamin-B12-Spiegel im Blut mit einem erhöhten Lungenkrebsrisiko verbunden sein kann. Eine Überdosis an Vitamin B12 wird dann wahrscheinlich, wenn man täglich mehr als 25 Mikrogramm des Vitamins über Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, so das BfR.  © Imago
Vitamin-3-Pillen so angeordnet, dass sie den Begriff „B3“ bilden
Die Einnahme von Vitamin B3 (auch Nicotinsäure oder Niacin) in überhöhter Dosierung kann die Gesundheit schädigen. Herzbrennen, Kopfschmerzen, Durchfall und Bauchschmerzen sind Anzeichen einer Überdosis. Auch potenziell lebensgefährlicher Blutdruckabfall und Leberschäden sind mögliche Folgen. Ein Niacin-Mangel kommt der Techniker Krankenkasse zufolge bei normaler Ernährung praktisch nicht vor. Allein durch Lebensmittel sei die kritische Höchstmenge von 35 Milligramm täglich kaum erreichbar.  © Imago
Mann hält Nahrungsergänzungsmittel in der Hand.
Viele Menschen nehmen täglich Vitamin A in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich. Eine Überdosis kann die Knochenstabilität senken. Bei Schwangeren steigt die Gefahr, dass das ungeborene Kind Schaden davonträgt. Für Erwachsene liegt die Tageshöchstdosis für Vitamin A (aus allen Quellen) bei 3.000 Mikrogramm, so die Verbraucherzentrale. Für Provitamin A gibt es keine derartige Empfehlung, weil eine Überdosis dieses Nährstoffs keine Beschwerden zur Folge hat.  © Michael Bihlmayer/Imago
Kalzium-Brausetabletten
Kalzium ist in zu hohen Dosen enorm schädlich. Wer den Mineralstoff in Form von Nahrungsergänzungsmitteln überdosiert, riskiert einen Herzinfarkt. Das sagt der Lübecker Professor für Pharmakonutrition Martin Smollich im Interview mit dem Wissensportal Spektrum: „Ab einer Tagesdosis von mehr als 1.500 Milligramm Kalzium steigt das Risiko nachweislich“. © Vlad Ispas/Imago
Vorsorgeuntersuchung: Ergebnisse einer Blutuntersuchung
Ein Kaliummangel, aber auch ein Kaliumüberschuss im Blut muss behandelt werden. Letzterer kann tödlich enden. Darmverschluss, Muskelschwäche und -lähmung, Lungenversagen sowie Herzrhythmusstörungen sind mögliche Folgen einer Überdosis Kalium, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Über die Ernährung werden in der Regel nicht mehr als fünf bis sechs Gramm Kalium pro Tag zugeführt, heißt es weiter. Bei intakter Nierenfunktion sei diese Menge unbedenklich. © Rüdiger Rebmann/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren nicht beantwortet werden.

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