Neurodegenerative Erkrankungen

Demenz: Risiko kann sich bei bestimmter Schlafstörung erhöhen

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Wer nicht mehr oft und tief schläft, kann damit seinem Gehirn schaden. Dadurch steigt die Gefahr, im Alter an Demenz zu erkranken.

Die Entstehung einer Demenz-Erkrankung im Alter kann durch verschiedene Risikofaktoren begünstigt werden. Dabei spielt nicht nur die genetische Veranlagung eine Rolle. Nach Angaben der Alzheimer Forschung Initiative ist nur etwa ein Prozent aller Alzheimer-Fälle eindeutig erblich bedingt – die erbliche Form ist damit äußerst selten. Vielmehr kann der eigene Lebensstil negative Auswirkungen auf Körper und Gehirn haben. Zu diesen Faktoren zählt unter anderem der Schlaf: Ist dieser auf eine bestimmte Art gestört, erhöht sich laut wissenschaftler Erkentnisse das Risiko für Demenz.

Demenz vorbeugen: Weniger Tiefschlaf erhöht laut Studie das Risiko

Die Förderung von Tiefschlaf könnte das Risiko im Alter, an einer Demenz zu erkranken, verringern.

Einen Zusammenhang zwischen dem Rückgang des Tiefschlafs und einem erhöhten Risiko von Demenz stellte nun ein Forscherteam um Matthew Pase von der Monash School of Psychological Sciences fest. Laut dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) wurden für ihre im Fachmagazin JAMA Neurology veröffentlichte Studie 346 über 60-jährige Personen untersucht. Die Teilnehmer durchliefen zwei Schlafstudien. Dabei fand die zweite Studie durchschnittlich fünf Jahre nach der ersten statt. Im Anschluss daran wurden die Teilnehmenden bis zum Jahr 2018 auf mögliche Symptome einer Demenz hin beobachtet.

Anhand der Ergebnisse der Studie wurde einerseits ersichtlich, dass der Anteil des Tiefschlafs typischerweise mit zunehmendem Alter abnimmt. Andererseits stellten die Wissenschaftler fest, dass bei über 60-Jährigen bereits ein jährlicher Rückgang des Tiefschlafs um nur ein Prozent das Risiko einer späteren Demenz-Erkrankung um 27 Prozent erhöhen kann. Dieselben Ergebnisse zeigten sich auch, als Faktoren wie Alter, Geschlecht, Raucherstatus und Medikation in der Studie kontrolliert wurden.

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Förderung von Tiefschlaf könnte Demenz im Alter verhindern

Die Studie legt deshalb nahe, dass man mit der Aufrechterhaltung oder Förderung des sogenannten „Slow-Wave Sleep“ (dritte und vierte Schlafphase: traumloser Tiefschlaf und traumreiche REM-Phase) einer Demenz im Alter vorbeugen könnte. Denn laut Pase unterstüze der Tiefschlaf das alternde Gehirn zum Beispiel beim Abtransport von Stoffwechselabfällen aus dem Gehirn und bei der Beseitigung von Proteinen, die bei der Alzheimer-Krankheit verklumpen.

Demenz- und Alzheimer-Risiko durch Ernährung senken: Mit zwölf Lebensmitteln das Gehirn schützen

Avocados.
Hmm, lecker, Avocado! Die aus botanischer Sicht zu den Beeren gehörende Frucht schützt dank ihres pflanzlichen Stigmasterol vor einem frühzeitigen Ausbruch von Alzheimer. Zwar zählen sie zu den pflanzlichen Lebensmitteln, die besonders fettreich sind. Doch handelt es sich rein um ungesättigte Fettsäuren, die gesund halten. Durch das enthaltene Enzym Lipase wird der Fettabbau sogar aktiviert. Avocados sind reich an Folsäure, Vitamin K, D, B6 und E sowie Kalium und Calcium. © LuboIvanko/Imago
Schalen mit Johannisbeeren, Heidelbeeren, Kirschen
Dunkle Beeren wie Schwarze Johannisbeeren und Heidelbeeren sind nicht nur dank ihrer Polyphenole sehr gesund. Auch ihr hoher Anteil an Vitamin C senkt nachweislich die Plaquebildung in den Gefäßen, was als Risikofaktor für Demenz und Alzheimer gilt. Täglich eine Handvoll dunkle Beeren schützt das Gehirn! © Westend61/Imago
Zucchinis
Essen Sie auch regelmäßig Zucchini! Das grüne Gemüse ist reich an Kalzium, Magnesium, Eisen, B-Vitaminen, Vitamin A (Provitamin A) und Vitamin C. Zucchini wirkt nicht nur entzündungshemmend. Es soll auch das Wachstum von Krebszellen verringern und aufgrund seiner großen Mengen an Stigmasterol den Ausbruch von Alzheimer verzögern. © Alex Salcedo/Imago
Aubergine
Auberginen zählen nicht nur zu den Gemüsesorten, die eine Fettleber wieder heilen können. Auch ihr pflanzliches Sterol schützt das Gehirn vor einer Demenz und Alzheimer. © zhekos/IMAGO
Brokkoli
Wer regelmäßig Brokkoli isst, kann einer Alzheimer-Erkrankung vorbeugen beziehungsweise sie hinauszögern. Denn Brokkoli ist reich an Antioxidanzien, was die Gehirnzellen stärkt und schützt. © monticello/Imago
Teller mit Erbsen
Erbsen zählen zu den proteinreichen Hülsenfrüchten. 100 Gramm frische grüne Erbsen enthalten ca. 5,4 Gramm Protein, das zum Muskelaufbau und Knochenwachstum dient. Gleichzeitig schützen die enthaltenden Folsäure und Polyphenole das Gehirn. © Image Source/Imago
Schale mit roten Bohnen
Bohnen sind im wahrsten Sinne Nervennahrung. Reich an B-Vitaminen, Folsäure sowie den wertvollen Polyphenolen, können Bohnen bei regelmäßigem Verzehr die Gehirnleistung fördern. B-Vitamine regen die Kommunikation zwischen den Zellen an, steigern die Leistungsfähigkeit des Gehirns und schützen vor Gedächtnisstörungen. Achtung: Kochen Sie die Bohnen vor dem Verzehr! Mehr als sechs Bohnen können gerade bei Kindern durch das enthaltene giftige Eiweiß Phasin zum Tod führen. © Image Source/Imago
Es sind verschiedene Sorten Linsen zu sehen (Symbolbild).
Linsen dürfen mindestens dreimal in der Woche auf den Teller kommen. Denn durch ihre B-Vitamine, Folsäure und Polyphenolen übernehmen Hülsenfrüchte einen schützenden Effekt im Gehirn. © YAY Images / Imago
Walnüsse
Nüsse sind besonders gut fürs Gehirn. Beispielsweise Walnüsse sind reich an Antioxidantien, das heißt, sie schützen vor schädlichen Stoffen und können dadurch Eiweißablagerungen im Gehirn verhindern. Auf diese Weise kann Alzheimer vorgebeugt werden. Auch das Voranschreiten einer bereits bestehenden Alzheimer-Erkrankung kann verlangsamt werden. © C3 Pictures/Imago
Olivenöl senkt Blutdruck und das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Arteriosklerose reduziert wird.
Neben Zucchini, Auberginen, Brokkoli, Nüssen und Heidelbeeren, zählen auch Oliven sowie Olivenöl zu den Lebensmitteln, die Alzheimer vorbeugen können. Die in Olivenöl enthaltenen Polyphenole schützen und stärken die Gehirnzellen. Laut „Deutsche Herzstiftung“ senkt Olivenöl nachweislich auch das Risiko für Ablagerungen in den Gefäßen, der Arteriosklerose. Forscher vermuten, dass das Risiko für Alzheimer mit bestehender Arterienverkalkung steigt. © Panthermedia/Imago
Lachsfilet
Lachs zählt zu den Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, das nicht nur zu viel LDL-Cholesterin senken können. Der Verzehr von Lachs ist dank seiner langkettigen Omega-3-Fettsäuren für den Zellstoffwechsel im Gehirn besonders förderlich, so die Alzheimer Forschung Initiative e. V. © Martin G. Dr. Baumgä/Imago
Kabeljaufilet mit Rosmarinzweig in der Bratpfanne.
Auch Kabeljaufisch zählt zu den besonders gesunden Fischen: sehr zu empfehlen für Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion, dank des hohen Jodgehalts, und unterstützend für die Zellerneuerung zur Vorbeugung gegen Demenz und Alzheimer. Essen Sie ein- bis zweimal pro Woche den empfohlenen Fisch, um die Abwehrbereitschaft des Gehirns zu steigern und den Energiestoffwechsel zu verbessern. © Shotshop/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Monkey Business/IMAGO

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