Von Sebastian Oppenheimer
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Gerade auf langen Urlaubsfahrten möchte man es im Auto gern bequem haben. Doch: Als Beifahrer die Füße aufs Armaturenbrett zu legen, ist hochgefährlich.
In puncto Sicherheit hat sich bei Autos in den vergangenen Jahrzehnten viel getan: Knautschzone, Sicherheitsgurte und der Airbag waren wegweisende Meilensteine. Und es wird noch immer weiter gefeilt: Seit Juli 2024 sind in Neuwagen zahlreiche Assistenzsysteme Pflicht – und künftig könnte beim Seitenairbag ein zweistufiges System für zusätzliche Sicherheit sorgen. Allerdings kann das Auto so sicher sein wie es will – wenn die Insassen entscheidende Fehler machen, wird es trotzdem gefährlich. So ist nicht nur das richtige Beladen des Fahrzeugs wichtig, um zu verhindern, dass Gepäck bei einer Vollbremsung zum Geschoss wird. Auch das Ablegen der Füße auf dem Armaturenbrett ist eine oft unterschätzte Gefahr.
Bequeme Position – aber hochgefährlich: Als Beifahrer sollte man keinesfalls die Füße auf dem Armaturenbrett ablegen. (Symbolbild)
© Bihlmayerfotografie/Imago
Unfall-Test des ADAC: „Beifahrer wird wie ein Klappmesser zusammengefaltet“ Vor allem auf langen Urlaubsfahrten ist es durchaus eine Verlockung für den Beifahrer: Einfach den Sitz etwas zurückfahren – und dann die Beine ausstrecken, indem man die Füße auf dem Armaturenbrett ablegt. Doch diese Position birgt ein großes Risiko, wie ein Crashtest des ADAC mit einer Aufprallgeschwindigkeit von 64 km/h zeigt. Das Problem: Der Airbag im Armaturenbrett tritt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 400 Kilometern aus, wodurch die Beine Richtung Oberkörper katapultiert werden. Dem Automobilclub zufolge wird der Beifahrer dabei „wie ein Klappmesser zusammengefaltet“ und es kann durch den Zusammenprall des Kopfes mit den Knien zu schwersten Verletzungen kommen.
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Verletzungsrisiko durch richtige Sitzposition minimieren Dem Test zufolge sind bei dieser Art von Unfall auch schwerwiegende Frakturen der unteren Extremitäten sowie des Beckens möglich. Um das Verletzungsrisiko möglichst gering zu halten, sollten Autofahrer einige Tipps bei der Sitzeinstellung beherzigen. Dazu gehört für die Passagiere in der ersten Reihe eine möglichst aufrechte Haltung. Sehr gefährlich kann dagegen eine „liegende“ Sitzposition sein, weil der Insasse bei einem Zusammenstoß unter dem Beckengurt durchrutschen kann.
Autobahnen der Extreme: In Deutschland ist keine Strecke länger als die A7 – eine andere hört einfach auf Autobahn A7: Mit einer Länge von 962,2 Kilometern ist die A7 die mit Abstand längste Autobahn der Bundesrepublik und nach der Autovía 7 in Spanien auch die zweitlängste Fernstraße Europas. Die A7 führt von Flensburg-Handewitt bis ins südliche Bayern. Seit 2012 läuft der Ausbau der Schnellstraße auf acht Spuren. © Lobeca/Imago Autobahn A3: Mit 769 Kilometern Länge muss sich die Fernstraße der A7 knapp geschlagen geben. Dafür ist die A3 die meist befahrene Autobahn in Deutschland. Laut der Straßenverkehrszählung 2021 sind alleine zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und dem Dreieck Köln-Heumar täglich mehr als 166.000 Autos unterwegs. © NurPhoto/Imago Autobahn A1: Mit 749 Kilometern Länge ist die A1 nur etwas kürzer als die A3. Dafür dürfte es sich wohl um eine der längsten Baustellen Deutschlands handeln. Im Vergleich zur A1 wirken die 14 Jahre Bauzeit des BER wie ein Augenzwinkern. Denn der erste Spatenstich für die Autobahn wurde 1934 getätigt. Fast 80 Jahre später klafft in der Eifel immer noch eine 25 Kilometer lange Lücke. Wann diese geschlossen wird ist unklar. © Panthermedia/Imago Autobahn A4: 583 Kilometer Länge reichen für Platz vier im Ranking der längsten Autobahnen. Doch die A4 zeichnet sich auch durch ein besonders hohes Nebelrisiko auf dem viel befahrenen Streckenabschnitt zwischen Aachen und Köln aus. Am 20. Dezember 1987 musste die Strecke nach dem Aufkommen einer Nebelbank mit Sichtweiten von weit unter 30 m erstmals voll gesperrt werden. Inzwischen wurde dort eine Nebelwarnanlage installiert. © Mangold/Imago Vor der Ausfahrt Köln-Rodenkirchen hat sich auf der Autobahn A555 in Fahrtrichtung Köln ein erheblicher Stau gebildet. Autobahn A555: Mit grade einmal 18 Kilometern Länge zählt die Fernstraße zwischen Köln und Bonn zu den kürzeren Strecken. Doch historisch ist die A555 von größter Bedeutung, denn es ist die erste und älteste Autobahn der Bundesrepublik. 1932 wurde die Schnellstraße vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eingeweiht. Sie trägt bis heute zudem den Spitznamen Diplomatenrennbahn. © Future Iamge/Imago Seitenstreifen eines A8-Teilstücks freigegeben. Autobahn A831: Die mit Abstand kürzeste Fernstraße befindet sich in Baden-Württemberg und trägt die Bezeichnung A831. Sie ist grade einmal 2,3 Kilometer lang und besitzt fünf Ausfahrten. Die Autobahn startet und endet in Stuttgart. © Marijan Murat/dpa Frankfurter Kreuz der Autobahn A5. Autobahn A5: Mit 440 Kilometern ist die A5 verhältnismäßig kurz. Dennoch ist eine der meist befahrenen Straßen Hessens. Künftig könnte sie auch eine von Deutschlands breitesten Autobahnen sein, denn in der Nähe von Frankfurt ist ein Ausbau auf zehn Spuren geplant. Das Projekt ist jedoch sehr umstritten. © Schöning/Imago Baustelle A 49. Autobahn A49: Ähnlich wie die A1 ist auch die A49 in Hessen noch im Bau. Zudem stellt sie den am seltensten befahrenen Autobahnabschnitt. Bei Ansbrach wurden im Rahmen der Straßenverkehrszählung 2021 grade einmal 819 Auto pro Tag gezählt. © Uwe Zucchi/dpa Stau auf der A114. Autobahn A114: Auf dieser Fernstraße brauchten die Autofahrer bis zum Oktober 2022 starke Nerven. Satte 95 Prozent (15 von 16 Kilometern) der A114 Kilometer waren Baustelle. Inzwischen ist die Autobahn im Nordosten Berlins wieder komplett befahrbar. Überraschenderweise fielen die Baukosten sogar niedriger aus als zunächst geplant. © Soeren Stache/dpa Kochertalbrücke der Autobahn A6 über das Kochertal. Autobahn A6: Die A6 ist wohl eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen und das über die deutschen Grenzen hinaus. In dieses Ranking hat sie es aber nicht wegen ihrer Länge von 484 Kilometer geschafft, sondern wegen der Kochertalbrücke. Dabei handelt es sich nämlich um Deutschlands höchste Autobahnbrücke. In 185 Metern Höhe verläuft die A6 über 1,1 Kilometer durch das Kochertal. Damit ist sie 27 Meter höher als die Moseltalbrücke auf Platz zwei. © Arnulf Hettrich/Imago Wer sicher in den Urlaub kommen möchte, sollte auch noch einige andere wichtige Punkte beachten: Bei zu viel schwerem Gepäck, kann das Auto überladen werden – das sorgt nicht nur für ein gefährliches Fahrverhalten, es drohen auch Bußgelder. Als Fahrer sollte man zudem auf passendes Schuhwerk achten: Zwar sind Schlappen oder Flip-Flops hinter dem Steuer nicht verboten, allerdings bieten diese wenig Halt und erhöhen das Unfallrisiko. Sollte es aufgrund von unpassendem Schuhwerk tatsächlich zu einem Crash kommen, droht eine Mithaftung.
Rubriklistenbild: © Bihlmayerfotografie/Imago