Viele Katzen lieben die warmen Tage, doch es lauern auch Gefahren. Was Sie über das Sonnenbaden und die damit verbundenen Risiken wissen müssen.
Manche Katzen liegen gerne stundenlang in der Sonne. Katzenbesitzer, die sich schon immer gefragt haben, warum ihre Samtpfote das macht, finden hier einige Erklärungen. Wir stellen Ihnen fünf Gründe vor, warum Katzen das Sonnenbaden so sehr schätzen und wann es für sie gefährlich werden kann.
Darum lieben Katzen Sonnenbäder
Katzen haben ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Wärme. Vor ihrer Domestizierung lebten sie in eher heißen Regionen. Diese genetische Veranlagung zieht sie zu warmen Plätzen. Mit einer durchschnittlichen Körpertemperatur von etwa 38,9 Grad empfinden Katzen unsere Wohnräume oft als recht kühl. Daher nutzen sie die Sonne, um ihre Körpertemperatur zu regulieren und sich etwas aufzuwärmen.
Katzen entspannen in der Sonne und sparen gleichzeitig Energie
Katzen schlafen tagsüber gerne, wobei ihre Körpertemperatur sinkt. In der Ruhephase senken sie ihren Stoffwechsel, um Energie zu sparen. Dabei können wichtige Körperfunktionen unter die Norm fallen, was dazu führt, dass sie während des Schlafs frieren könnten. Um dies zu vermeiden, suchen sie die Sonne auf, um sich während des Nickerchens warmzuhalten.
Sonne und Vitamin-D Gewinnung
Katzen nutzen die Sonne zwar nicht wie Menschen, um Vitamin D zu gewinnen: Aber ein interessanter Aspekt ist, dass sich ein gewisser Anteil von Vitamin D auf dem Fell durch Sonneneinstrahlung bilden kann – und Katzen es dann beim Putzen über die Zunge aufnehmen. Dennoch reicht das nicht aus, um ihren Bedarf zu decken, weshalb hochwertiges Katzenfutter Vitamin D enthalten muss.
Ernährung und Wärme
Katzen ernähren sich hauptsächlich von proteinreicher Nahrung, die nicht unmittelbar zur Wärmeproduktion beiträgt. Da der Körper länger braucht, um Proteine zu verarbeiten und daraus Energie zu gewinnen, suchen Katzen nach alternativen Wärmequellen. Eine davon ist die Sonne, die ihnen hilft, die Zeit bis zur Verwertung der Nährstoffe zu überbrücken.
Katzensenioren profitieren von Schmerzlinderung
Besonders ältere Katzen, die unter Gelenkeschmerzen leiden, suchen die Sonne auf, da Wärme die Schmerzen ein wenig lindert. Vor allem Katzen mit Arthritis profitieren davon, die Sonne wärmt ihre Gelenke und macht sie etwas beweglicher. Katzen mit Arthrose sollten nicht auf kalten Unterlagen liegen.
Wann das Sonnenbaden für Katzen zur Gefahr werden kann
Trotz der Vorteile kann Sonnenbaden auch Gefahren für Katzen bergen, wie Sonnenbrand. Anzeichen dafür sind gereiztes Verhalten bei Berührung oder intensives Kratzen nach langem Sonnenbaden. Ein leichter Sonnenbrand zeigt sich durch Hautrötung, während schwere Fälle Bläschen, Entzündungen und Krustenbildung verursachen können. An heißen Tagen sollte die Katze nicht länger als 40 Minuten, bei starker Hitze nicht länger als 15 bis 20 Minuten in der Sonne bleiben.
Ein Hitzschlag stellt eine weitere Gefahr dar. Auch wenn Katzen die Sonne lieben, ist extreme Hitze unangenehm, da sie nur sehr begrenzt schwitzen können. Ein Hitzschlag kann lebensbedrohlich sein. War die Katze bei großer Hitze lange draußen, können bestimmte Symptome darauf hinweisen.