Umfrage des TÜV-Verbands

„Sehr gefährlich“: Viele Autofahrer durch Bedienung digitaler Cockpits abgelenkt

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Mit ihren vielen Funktionen machen digitale Cockpits das Autofahren einfacher. Doch eine Umfrage zeigt: Viele fühlen sich durch die Bedienung „stark abgelenkt“.

Als „Mäusekino“ verspottete man die ersten digitalen Anzeigen, die etwa ab Anfang der 1980er-Jahre in Serienfahrzeugen verbaut waren – und zwar deshalb, weil die Digitalfelder so winzig waren. Dennoch: Damals war es etwas Besonderes, schließlich hatten ja selbst Autoradios bis dahin oft nur analoge Anzeigen. In den 1990er-Jahren kamen dann die ersten – sündhaft teuren – Navis auf den Markt, über deren Optik und Bedienung man aus heutiger Sicht sicher schmunzeln kann. Inzwischen rollt kaum noch ein Auto ohne einen Touchscreen vom Band. Diese machen vieles einfacher – haben aber auch ihre Tücken.

Digitale Cockpits erleichtern das Fahren – die Bedienung der Touchscreens ist jedoch ein Sicherheitsrisiko. (Symbolbild)

Digitale Fahrfunktionen sind beliebt – mit der Bedienung tut sich aber nicht jeder leicht

Exakte Stauprognosen, Hilfe bei der Parkplatzsuche, umfangreiches Entertainment-Angebot: Laut einer Umfrage des TÜV-Verbands sind 72 Prozent der Autobesitzer der Meinung, dass digitale Fahrfunktionen ihnen das Fahren erleichtern. Allerdings empfinden auch 40 Prozent die Bedienung der Funktionen als sehr kompliziert. Mit zunehmendem Alter steigen die Probleme damit: Bei den 16- bis 24-Jährigen haben nur 28 Prozent Schwierigkeiten, bei den über 66-Jährigen sind es schon 44 Prozent.

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TÜV-Verband: Ablenkung durch die Bedienung der Systeme kann „sehr gefährlich“ sein

Aus sicherheitstechnischer Sicht bedenklich: Mehr als die Hälfte der Autofahrer (53 Prozent) gibt an, dass sie durch die Bedienung der digitalen Funktionen stark abgelenkt werden. „Während einer Autofahrt kann die Ablenkung von der Fahraufgabe durch die Bedienung der Systeme aber sehr gefährlich sein“, sagt Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug und Mobilität beim TÜV-Verband. Vor nicht allzu langer Zeit warnten die Crashtester von Euro NCAP vor einer reinen Touchscreen-Bedienung im Auto, weil sie darin eine große Unfallgefahr sehen. Sie forderten deshalb wieder mehr „echte“ Knöpfe in den Fahrzeugen.

Ampelmännchen der besonderen Art: Zehn Motive, die aus der Reihe tanzen

Otto-Waalkes-Ampel in Emden
Unverkennbare Pose: Diese Ampelmännchen in Emden ist dem dort geborenen Komiker Otto Waalkes gewidmet. © STPP/Imago
Mainzelmännchen-Ampel in Mainz
Früher kannte jedes Kind die Mainzelmännchen aus den Werbepausen im Fernsehen – 2013 wurden sie auch an einem Fußgängerüberweg in ihrer „Heimatstadt“ Mainz verewigt. © imagebroker/Imago
Fußgängerampel mit den Saarlodris
Die Fernsehmaskottchen Saarlodris waren einst den Zuschauern des Saarländischen Rundfunks bekannt – 2019 wurden sie auf Fußgängerampeln in Saarbrücken verewigt. © BeckerBredel/Imago
Bergmann-Ampelmännchen in Ensdorf
Mit Helm und Grubenlampe in der Hand: In Ernsdorf im Saarland gibt es einen Bergmann als Ampelmännchen. © BeckerBredel/Imago
Karl-Marx-Ampelmännchen in Trier
In Trier wurden 2018 Karl-Marx-Ampelmännchen präsentiert – Anlass war der 200. Geburtstag des Philosophen. © Ralph Peters/Imago
Fussgaengerampel am Koelner Tor in der Siegener Innenstadt
Eine Fussgängerampel am Kölner Tor in der Siegener Innenstadt zeigt bei Grün den Bergmann „Henner“. © Rene Traut/Imago
Fussgaengerampel am Koelner Tor mit dem Huettenmann Frieder
In Köln wurde der Hüttenmann „Frieder“ auf einer Fußgängerampel verewigt. © Rene Traut/Imago
Ampelmännchen in Gestalt des Bonifatius am Dom zu Fulda
In Fulda gibt es einen Heiligen als Ampelmännchen: Bonifatius weist hier Fußgängern den Weg über die Straße. © Eibner/Imago
Ampelmännchen in Köln zeigen gleichgeschlechtliche Paare
In Köln wurden anlässlich des Christopher Street Days 2019 Ampelmännchen in Betrieb genommen, die gleichgeschlechtliche Paare zeigen. © Rene Traut/Imago
Schützenampel in Neuss
In Neuss in Nordrhein-Westfalen gibt es Ampeln mit einem Schützen-Männchen. Platziert sind sie unter anderem entlang von Hauptstraßen, schließlich ziehen hier beim Schützenumzug die meisten Menschen vorbei © Michael Gstettenbauer/Imago

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Wichtig für Smartphone-Nutzer: Es ist für den Fahrer nicht nur das Telefonieren während der Fahrt verboten – sondern auch die Nutzung anderer Funktionen, wenn das Gerät dafür in Hand genommen werden muss. Immerhin empfinden auch in der Umfrage 94 Prozent der Teilnehmer die Handy-Nutzung am Steuer als Sicherheitsrisiko. Ob sich dann wirklich auch alle an die Vorschriften halten, steht auf einem anderen Blatt: In einer früheren Umfrage gab rund ein Drittel der Autofahrer zu, das Handy trotz Verbot zu nutzen. Aber: Auch die Polizei rüstet auf – in Rheinland-Pfalz sind inzwischen Smartphone-Blitzer im Einsatz.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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