Großstadt-Probleme

Parkplatzsuche leicht gemacht: Sechs Tipps, die das nervige Prozedere beschleunigen

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Speziell in Großstädten kann die Parkplatzsuche extrem zeitraubend sein. Allerdings gibt es einige Möglichkeiten, mit denen sich das Prozedere abkürzen lässt.

Das Thema Parken beschäftigt so manchen Autofahrer fast mehr als das Fahren. Denn wenn man nicht aufpasst, kann es richtig teuer werden – etwa, wenn man die Parkscheibe nicht richtig einstellt oder wenn man auf einem Behindertenparkplatz parkt. Auch Schilder weiß nicht jeder richtig zu deuten: So stellt sich so mancher die Frage, ob Samstag eigentlich als Werktag gilt. Doch zunächst einmal muss man überhaupt einen Parkplatz finden – was speziell in größeren Städten inzwischen oft alles andere als einfach ist. Es gibt jedoch Tipps, mit denen man sich die Suche leichter machen kann.

Simpel, aber effektiv: Kleine Autos passen auch in kleine Parklücken

Laternenparker, die in Städten mit Parkplatzknappheit wohnen, können sich die Parkplatzsuche vereinfachen, indem sie auf Automodelle mit eingebauter Parkplatzgarantie setzen. Ein wichtiger Faktor bei der Parkplatzsuche ist nämlich die Fahrzeuggröße. Wer einen über 5 Meter langen Pick-up bewegt, muss viel Geduld mitbringen, während kleine Autos meist schnell einen Treffer landen. Mit einem Smart Fortwo oder einem Microlino wird man selbst in übervollen Innenstädten immer und meist auch gut gelegen einen passenden Parkplatz finden, denn hier reichen schon Drei-Meter-Lücken, in die sich alle anderen Autos mit mehr als zwei Sitzen nicht hineinquetschen können.

Elektroauto von Vorteil: Reservierte Lade-Plätze nutzen

Ebenfalls verbessern lassen sich die Chancen auf freie Parkplätze, wenn man ein Elektroauto fährt. In vielen Innenstädten finden sich mittlerweile für E-Fahrer reservierte Parkflächen, bei denen oft sogar die Parkgebühr entfällt. Auch auf Supermarktparkplätzen oder vor Schwimmbädern finden sich, oftmals in zudem privilegierter Lage, freie Parkplätze an Ladesäulen. In der Regel ist die Nutzung dieser Parkflächen allerdings an die Nutzung der Ladeinfrastruktur gekoppelt. Insofern sollte ein passendes Ladekabel im Fahrzeug dabei sein. Das Praktische: Während des Parkens kann man tanken, was in der Regel allerdings kostet. Meist fallen neben den Stromkosten nach vier Stunden außerdem noch Blockiergebühren an. Wer also längerfristig parken will, muss sich nach Alternativen umschauen. Bei der gezielten Suche nach freien Ladesäulen hilft das Internet. Manches Bordnavi oder auch Lade-Apps zeigen an, wo sich in Fahrzeugnähe freie Ladepunkte mit entsprechenden freien Parkflächen befinden.

Schilder und digitale Anzeigen beachten

Wer in eine ihm fremde Stadt ohne genaue Ortskenntnisse fährt, orientiert sich zur Parkplatzsuche an der Ausschilderung. Vielerorts stehen große Parkflächen oder Parkhäuser für Besucher zur Verfügung, die häufig auch ausgeschildert sind. Blaue Schilder mit weißem P verweisen auf solche Areale. Häufig gibt es zusätzlich noch digitale Anzeigen, die über die Anzahl der dort aktuell verfügbaren freien Parkplätze informieren.

Die Suche nach Parkplätzen gestaltet sich oft schwierig – in manchen Situationen können entsprechende Apps helfen. (Symbolbild)

Park-Apps informieren nicht nur über freie Plätze, sondern auch Preise

Zum schnellen Erfolg können auch Apps wie Parkopedia oder Parkpocket führen, die nicht nur digital über freie Parkplätze, sondern außerdem noch über deren Preise informieren. Die variieren in Innenstädten mit mehreren Parkhäusern mitunter stark. Abhängig von der Parkdauer können bei teuren Parkhäusern leicht Mehrkosten im zweistelligen Bereich auflaufen – richtig teuer ist das Parken an vielen Flughäfen. Darüber hinaus finden sich bei Parkopedia auch Informationen zu Größe und den zulässigen Fahrzeugarten der Stellflächen. Die Suchfunktion von Parkopedia ist mittlerweile auch in einigen Navisystemen von Autoherstellern wie Mercedes oder Skoda integrierbar.

Wer einen öffentlichen Parkplatz gefunden hat, muss noch das Problem des Bezahlens lösen. Hier gibt es mittlerweile ebenfalls hilfreiche Apps wie Paybyphone oder Parkster, auf die mittlerweile viele Kommunen in Deutschland setzen. Über diese Software lassen sich digitale Parktickets buchen, die sich zudem spontan verlängerbar sind. Wer sich also beim Shopping mehr Zeit als ursprünglich eingeplant lässt, kann in der Umkleidekabine sein Ticket verlängern.

Rätselhafte Verkehrszeichen: Zehn Schilder, deren Bedeutung nicht jedem klar ist

Ein Carsharing-Parkplatz-Verkehrsschild
Vier Personen stehen um ein halbiertes Auto – dieses Schild gibt vielen Verkehrsteilnehmern Rätsel auf. Betrachtet man das Fahrzeug allerdings als „geteilt“, wird die Sache schon deutlich klarer: Dieses Zeichen weist nämlich auf einen Carsharing-Parkplatz hin. © Stefan Sauer/dpa
Verkehrszeichen für autonomes Fahren
Es gibt Verkehrszeichen, die wirken wie aus einer anderen Welt – und in diesem Fall ist es tatsächlich auch so: Dieses schwarz-weiße Schild ist nämlich für die digitale Welt bestimmt – für den menschlichen Fahrer ist es bedeutungslos. Das Schild, das vor allem in Südbayern zu finden ist, ermöglicht es autonomen Fahrzeugen im Testbetrieb, exakt ihren Standort zu bestimmen.  © Future Image/Imago
Verkehrsschild Fahrradstraße
In einer Fahrradstraße dürfen grundsätzlich nur Fahrräder und E-Scooter fahren. Allerdings gibt es Ausnahmen, auf die durch Zusatzschilder hingewiesen wird. In diesem Beispiel sind (Klein-)Krafträder, Mofas sowie mehrspurige Kraftfahrzeuge – also auch Lkw – zugelassen. Es gilt jedoch eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h – und auf Radfahrer muss besondere Rücksicht genommen werden. © Gottfried Czepluch/Imago
Verkehrszeichen Radschnellweg
Ein grünes Schild mit einem weißen Fahrrad kennzeichnet sogenannte Radschnellwege – unabhängig von der Beschaffenheit der Straße. Auch bei sandigen Straßen beispielsweise, soll dadurch kenntlich gemacht werden, dass es sich um einen Radschnellweg handelt. © Panthermedia/Imago
Schild Sackgasse Durchgang für Radfahrer und Fußgänger
Das Sackgassen-Schild dürften die meisten Verkehrsteilnehmer kennen – doch es gibt auch eine besondere Variante, die nicht so oft zu sehen ist. Für Kraftfahrzeuge ist in diesem Fall Schluss – doch für Fußgänger und Radler gibt es in dieser Sackgasse einen Durchgang. © Christian Ohde/Imago
Verkehrsschild Spielstrasse
Verwechslungsgefahr! Wenn man Autofahrer fragt, welches Verkehrsschild an einer Spielstraße zu sehen ist, dürfte man wohl von nahezu jedem die gleiche Antwort bekommen: Ein blau-weißes Rechteck, auf dem ein Erwachsener und ein Kind abgebildet sind, die Fußball spielen – dazu ein sich näherndes Auto. Doch das ist falsch: Dieses Schild weist auf einen verkehrsberuhigten Bereich hin. Hier sind Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt. Trotz des Gebots der gegenseitigen Rücksichtnahme müssen Autos und Radfahrer besonders vorsichtig fahren und notfalls auch anhalten. Zudem ist nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Gerichten zufolge sind das zwischen 5 und 15 km/h. © Michael Gstettenbauer/Imago
Verkehrsschild Spielstrasse
Und hier ist das „echte“ Spielstraßen-Schild: Es besteht aus einem Verbotsschild für Fahrzeuge aller Art, darunter ist ein Zusatzschild mit einem Fußball spielenden Kind angebracht. „Hier dürfen weder motorisierte Fahrzeuge noch Fahrradfahrer fahren und parken. Die Spielstraße ist allein für spielende Kinder und Fußgänger gedacht“, erklärt der ADAC auf seiner Homepage. © Carsten Koall/dpa
Grünpfeil an roter Ampel
Der Grünpfeil (nicht: Grüner Pfeil) an Ampeln erlaubt allen Fahrzeugen das Abbiegen nach rechts trotz roten Lichtzeichens. Allerdings nur, wenn diese zuvor an der Haltelinie angehalten haben und wenn eine Behinderung oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, insbesondere des Fußgänger- und Fahrzeugverkehrs der freigegebenen Verkehrsrichtung, ausgeschlossen ist. © Martin Müller/Imago
Verkehrsschild grüner Pfeil für Radfahrer
Vom Grünpfeil-Schild gibt es auch noch eine spezielle Variante: In diesem Fall ist es nur Radfahrern erlaubt, bei Rotlicht rechts abzubiegen. Natürlich nur unter den Voraussetzungen, die auch für den „normalen“ Grünpfeil gelten. © Rüdiger Wölk/Imago
Verkehrsschild Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen
Das Verkehrszeichen für das „normale“ Überholverbot dürfte allen Autofahrern bekannt sein. Dieses Schild ist eine Abwandlung davon. Es schreibt explizit ein Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen vor. Das bedeutet in Straßenabschnitten, die mit diesem Verkehrszeichen ausgeschildert sind, dürfen mehrspurige Fahrzeuge (Autos, LKWs) keine Motorräder oder Fahrräder überholen. © Michael Gstettenbauer/Imago

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Auf der Suche nach einem privaten Stellplatz? App informiert über Angebote

Während Parkopedia und Parkpocket über öffentliche Parkangebote informieren, vermittelt die App von Ampido alternativ auch private Parkangebote. Wer eine Parkfläche anbietet, lässt sich über diese Peer-to-Peer-Plattform potenzielle Mieter vermitteln. Über die App geben Suchende Ort, Zeitraum und Fahrzeuggröße an, um sich passende und verfügbare Stellplätze anzeigen zu lassen, die sich dann auch direkt buchen und bezahlen lassen.

Eine weitere Möglichkeit, stressfrei und oft auch günstig in Innenstädte zu gelangen, bieten Park-and-Ride-Angebote. Die befinden sich zumeist außerhalb der oft vollen Stadtzentren. Dort findet sich auch meist ein passender und häufig zudem kostenloser Parkplatz. Ans Ziel kommt man dann mit Öffis. (Mit Material von SP-X)

Rubriklistenbild: © Future Image/Imago

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