VonSebastian Oppenheimerschließen
Speziell in Großstädten kann die Parkplatzsuche extrem zeitraubend sein. Allerdings gibt es einige Möglichkeiten, mit denen sich das Prozedere abkürzen lässt.
Das Thema Parken beschäftigt so manchen Autofahrer fast mehr als das Fahren. Denn wenn man nicht aufpasst, kann es richtig teuer werden – etwa, wenn man die Parkscheibe nicht richtig einstellt oder wenn man auf einem Behindertenparkplatz parkt. Auch Schilder weiß nicht jeder richtig zu deuten: So stellt sich so mancher die Frage, ob Samstag eigentlich als Werktag gilt. Doch zunächst einmal muss man überhaupt einen Parkplatz finden – was speziell in größeren Städten inzwischen oft alles andere als einfach ist. Es gibt jedoch Tipps, mit denen man sich die Suche leichter machen kann.
Simpel, aber effektiv: Kleine Autos passen auch in kleine Parklücken
Laternenparker, die in Städten mit Parkplatzknappheit wohnen, können sich die Parkplatzsuche vereinfachen, indem sie auf Automodelle mit eingebauter Parkplatzgarantie setzen. Ein wichtiger Faktor bei der Parkplatzsuche ist nämlich die Fahrzeuggröße. Wer einen über 5 Meter langen Pick-up bewegt, muss viel Geduld mitbringen, während kleine Autos meist schnell einen Treffer landen. Mit einem Smart Fortwo oder einem Microlino wird man selbst in übervollen Innenstädten immer und meist auch gut gelegen einen passenden Parkplatz finden, denn hier reichen schon Drei-Meter-Lücken, in die sich alle anderen Autos mit mehr als zwei Sitzen nicht hineinquetschen können.
Elektroauto von Vorteil: Reservierte Lade-Plätze nutzen
Ebenfalls verbessern lassen sich die Chancen auf freie Parkplätze, wenn man ein Elektroauto fährt. In vielen Innenstädten finden sich mittlerweile für E-Fahrer reservierte Parkflächen, bei denen oft sogar die Parkgebühr entfällt. Auch auf Supermarktparkplätzen oder vor Schwimmbädern finden sich, oftmals in zudem privilegierter Lage, freie Parkplätze an Ladesäulen. In der Regel ist die Nutzung dieser Parkflächen allerdings an die Nutzung der Ladeinfrastruktur gekoppelt. Insofern sollte ein passendes Ladekabel im Fahrzeug dabei sein. Das Praktische: Während des Parkens kann man tanken, was in der Regel allerdings kostet. Meist fallen neben den Stromkosten nach vier Stunden außerdem noch Blockiergebühren an. Wer also längerfristig parken will, muss sich nach Alternativen umschauen. Bei der gezielten Suche nach freien Ladesäulen hilft das Internet. Manches Bordnavi oder auch Lade-Apps zeigen an, wo sich in Fahrzeugnähe freie Ladepunkte mit entsprechenden freien Parkflächen befinden.
Schilder und digitale Anzeigen beachten
Wer in eine ihm fremde Stadt ohne genaue Ortskenntnisse fährt, orientiert sich zur Parkplatzsuche an der Ausschilderung. Vielerorts stehen große Parkflächen oder Parkhäuser für Besucher zur Verfügung, die häufig auch ausgeschildert sind. Blaue Schilder mit weißem P verweisen auf solche Areale. Häufig gibt es zusätzlich noch digitale Anzeigen, die über die Anzahl der dort aktuell verfügbaren freien Parkplätze informieren.
Park-Apps informieren nicht nur über freie Plätze, sondern auch Preise
Zum schnellen Erfolg können auch Apps wie Parkopedia oder Parkpocket führen, die nicht nur digital über freie Parkplätze, sondern außerdem noch über deren Preise informieren. Die variieren in Innenstädten mit mehreren Parkhäusern mitunter stark. Abhängig von der Parkdauer können bei teuren Parkhäusern leicht Mehrkosten im zweistelligen Bereich auflaufen – richtig teuer ist das Parken an vielen Flughäfen. Darüber hinaus finden sich bei Parkopedia auch Informationen zu Größe und den zulässigen Fahrzeugarten der Stellflächen. Die Suchfunktion von Parkopedia ist mittlerweile auch in einigen Navisystemen von Autoherstellern wie Mercedes oder Skoda integrierbar.
Wer einen öffentlichen Parkplatz gefunden hat, muss noch das Problem des Bezahlens lösen. Hier gibt es mittlerweile ebenfalls hilfreiche Apps wie Paybyphone oder Parkster, auf die mittlerweile viele Kommunen in Deutschland setzen. Über diese Software lassen sich digitale Parktickets buchen, die sich zudem spontan verlängerbar sind. Wer sich also beim Shopping mehr Zeit als ursprünglich eingeplant lässt, kann in der Umkleidekabine sein Ticket verlängern.
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Auf der Suche nach einem privaten Stellplatz? App informiert über Angebote
Während Parkopedia und Parkpocket über öffentliche Parkangebote informieren, vermittelt die App von Ampido alternativ auch private Parkangebote. Wer eine Parkfläche anbietet, lässt sich über diese Peer-to-Peer-Plattform potenzielle Mieter vermitteln. Über die App geben Suchende Ort, Zeitraum und Fahrzeuggröße an, um sich passende und verfügbare Stellplätze anzeigen zu lassen, die sich dann auch direkt buchen und bezahlen lassen.
Eine weitere Möglichkeit, stressfrei und oft auch günstig in Innenstädte zu gelangen, bieten Park-and-Ride-Angebote. Die befinden sich zumeist außerhalb der oft vollen Stadtzentren. Dort findet sich auch meist ein passender und häufig zudem kostenloser Parkplatz. Ans Ziel kommt man dann mit Öffis. (Mit Material von SP-X)
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