Behörde setzt auf Federvieh

„Mit denen würde ich mich nicht anlegen“: Brasilianisches Gefängnis setzt auf Gänse statt auf Wachhunde

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Sie sind laut und extrem wachsam: Gänse. Um Häftlinge an der Flucht zu hindern, patrouillieren die schnatternden Vögel entlang des Zauns.

Normalerweise werden zum Schutz staatlicher Einrichtungen Hunde wie beispielsweise Deutscher Schäferhund oder Malinois eingesetzt. In São Pedro de Alcântara, einer Gemeinde in Brasilien, passen jedoch Gänse auf die rund 1.300 Insassen einer Strafvollzugsanstalt auf. Die aufmerksamen Vögel patrouillieren entlang eines Grünstreifens, der zwischen einem Zaun und der Gefängnismauer liegt. Bei der kleinsten Bewegung legen sie los.

Günstiger als Hunde

Gänse gelten als sehr intelligente „Wachhunde“ und beschützen ihr Revier vor Feinden.

Wie die Nachrichtensendung Zeit im Bild berichtet, seien Gänse ausgezeichnete Wachtiere. Laut schnatternd und mit weit ausgebreiteten Flügeln melden die intelligenten Tiere jede ungewöhnliche Bewegung. Und laut der Aussage des Gefängnisdirektors seien sie zudem wesentlich günstiger in der Haltung als Hunde.

Nach einem Bericht der Waz-online zufolge sind Gänse als Wächter für Haus und Hof nichts Ungewöhnliches. So soll das mutige Federvieh bereits 386 vor Christus das Capitol in Rom erfolgreich beschützt haben. Auch in Italien werden angeblich Gänse auf Campingplätzen zum Schutz vor Einbrechern und Diebstahl eingesetzt.

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Tierisch gut: Diese zehn Tierfilme sind ein Muss für jeden Tierliebhaber

Filmplakat
„Free Willy – Ruf der Freiheit“ – Der Tierfilm aus dem Jahr 1993 ist ein Muss für alle Tierfreunde. Es geht um die Freundschaft zwischen einem Jungen namens Jesse und dem Orca Willy. Wie Jesse das Leben des gefangenen Schwertwals rettet, sehen Sie im Film. Mit „Free Willy – Ruf der Freiheit“ von 1995 und „Free Willy 3 – Die Rettung“ aus dem Jahr 1997 fand die bewegende Geschichte ihren Abschluss. © Everett Collection/Imago
Robert Redford kniet vor einem Pferd und streichelt es am Kopf.
„Der Pferdeflüsterer“ – Der Film aus dem Jahr 1998 nach dem gleichnamigen Roman handelt von der dreizehnjährige Grace MacLean (die junge Scarlett Johansson) und ihrem Pferd Pilgrim. Die beiden sind nach einem schweren Unfall traumatisiert, doch Graces Mutter sucht bei dem Pferdeflüsterer Tom Booker (Robert Redford) Hilfe. Das Drama ist zugleich eine berührende Liebesgeschichte und gilt auch heute noch als einer der schönsten Tierfilme überhaupt. © Everett Collection/Imago
Filmplakat
„Der Fuchs und das Mädchen“ ist ein berührender Kinofilm für Kinder aus dem Jahr 2007. Er erzählt von der innigen Freundschaft zwischen Lila und einer Füchsin. Die Zuschauer begleiten das Mädchen auf seiner Suche nach der Füchsin und auf den gemeinsamen Abenteuern. © United Archives/Imago
Szene aus dem Film
„Der König der Löwen“ (1994) ist einer der bekanntesten Zeichentrickfilme überhaupt. Die Handlung wurde unter anderem als Musical adaptiert und dreht sich um den Löwenjungen Simba, der seinen Platz im Leben finden muss. Es gibt zwei Fortsetzungen: „Der König der Löwen 2 – Simbas Königreich“ (1998) und „Der König der Löwen 3 – Hakuna Matata“ (2004) sowie eine animierte Neuverfilmung aus dem Jahr 2019.  © United Archives/Imago
Eine Briefmarke mit Dschungelbuch-Aufdruck.
„Das Dschungelbuch“ aus dem Jahr 1967 ist ebenfalls ein Walt-Disney-Klassiker. Die Abenteuer rund um das Findelkind Mogli wurden 2003 von der Bundeszentrale für politische Bildung in den Filmkanon für die Arbeit an Schulen aufgenommen. © YAY Images/Imago
Filmplakat
„Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft“ – Der Film aus dem Jahr 2009 beruht auf einer wahren Begebenheit. Es geht um die innige Beziehung zwischen dem japanischen Akita-Hund Hachiko und seinem Herrchen, einem Universitätsprofessor namens Parker Wilson, gespielt von Hollywoodstar Richard Gere. So viel sei bereits verraten: Bei diesem Familienfilm bleibt ganz bestimmt kein Auge trocken. © Everett Collection/Imago
Hundebesitzer
„Marley & Ich“ – In der Tragikomödie aus dem Jahr 2009 mit den beiden Hollywoodstars Jennifer Aniston und Owen Wilson geht es um eine Familie, die sich den etwas chaotischen Labrador Marley ins Haus holt – und mit ihm eine ordentliche Portion Chaos, aber noch viel mehr Liebe. Wer bei diesem Film nicht weint, muss ein Herz aus Stein haben. © picture-alliance/ dpa | 20th Century Fox
Filmplakat
Die beiden Filme „Ein Schweinchen namens Babe“ aus dem Jahr 1995 und sein Nachfolger „Schweinchen Babe in der großen Stadt“ aus dem Jahr 1998 beruhen auf dem Kinderbuch „Schwein gehabt, Knirps!“ In den beliebten Familienkomödien geht es um das niedliche Waisenferkel namens Babe, das anfangs auf der Farm des Schafzüchters Hoggett und seiner Frau gelandet war und ein besonders Händchen – Verzeihung, Pfötchen – für Schafe hat. © picture-alliance / dpa
Filmplakat
„101 Dalmatiner“ – Egal in welcher Ausführung, ob als Spielfilm oder als Zeichentrickfilm, gehört „101 Dalmatiner“ für viele zu den beliebtesten Tierfilmen aller Zeiten. Wie die rührende Geschichte rund um die Modedesignerin Anita, den Videospiele-Entwickler Roger Dearly und ihre verliebten Dalmatiner Pingo und Perdi ausgeht und welche Rolle die berühmte Cruella De Vil dabei spielt, erfahren Sie im Film. © Everett Collection/Imago
Altes Filmplakat.
„Bambi“ aus dem Jahr 1942 darf in der Aufzählung der schönsten Tierfilme natürlich nicht fehlen. Für viele Erwachsene ist der Kinderfilm noch heute eine kostbare Erinnerung an ihre jungen Jahre. Mit welchen Freuden und schmerzhaften Erfahrungen Bambi in seinem Leben zurechtkommen muss, erfahren Sie im Film. © Cinema Publishers Collection/Imago

Umso cleverer erscheint es, Gänse auch in einem Gefängnis als zusätzliche lebendige Alarmanlage zu verwenden. Wie lokale Medien berichten, besteht die Herde aus rund 16 Tieren. Damit sie sich auch wohlfühlen, steht für sie ein kleiner Teich zur Verfügung.

Instagram-User scherzen belustigt: „Die machen das Gefängnis gans sicher“.

  • „Würde mich auch nicht mit Gänsen anlegen“.
  • „Brasilien hat im Latein Unterricht aufgepasst“.
  • „Mich wollte mal eine auf der Donau attackieren. Hab Respekt vor denen“.
  • „Vom Medias In Res gelernt“.
  • „Gans gute Idee“.

Rubriklistenbild: © biky/Imago

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