„Mit denen würde ich mich nicht anlegen“: Brasilianisches Gefängnis setzt auf Gänse statt auf Wachhunde
VonSandra Barbara Furtner
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Sie sind laut und extrem wachsam: Gänse. Um Häftlinge an der Flucht zu hindern, patrouillieren die schnatternden Vögel entlang des Zauns.
Normalerweise werden zum Schutz staatlicher Einrichtungen Hunde wie beispielsweise Deutscher Schäferhund oder Malinois eingesetzt. In São Pedro de Alcântara, einer Gemeinde in Brasilien, passen jedoch Gänse auf die rund 1.300 Insassen einer Strafvollzugsanstalt auf. Die aufmerksamen Vögel patrouillieren entlang eines Grünstreifens, der zwischen einem Zaun und der Gefängnismauer liegt. Bei der kleinsten Bewegung legen sie los.
Wie die Nachrichtensendung Zeit im Bild berichtet, seien Gänse ausgezeichnete Wachtiere. Laut schnatternd und mit weit ausgebreiteten Flügeln melden die intelligenten Tiere jede ungewöhnliche Bewegung. Und laut der Aussage des Gefängnisdirektors seien sie zudem wesentlich günstiger in der Haltung als Hunde.
Nach einem Bericht der Waz-online zufolge sind Gänse als Wächter für Haus und Hof nichts Ungewöhnliches. So soll das mutige Federvieh bereits 386 vor Christus das Capitol in Rom erfolgreich beschützt haben. Auch in Italien werden angeblich Gänse auf Campingplätzen zum Schutz vor Einbrechern und Diebstahl eingesetzt.
Umso cleverer erscheint es, Gänse auch in einem Gefängnis als zusätzliche lebendige Alarmanlage zu verwenden. Wie lokale Medien berichten, besteht die Herde aus rund 16 Tieren. Damit sie sich auch wohlfühlen, steht für sie ein kleiner Teich zur Verfügung.
Instagram-User scherzen belustigt: „Die machen das Gefängnis gans sicher“.
„Würde mich auch nicht mit Gänsen anlegen“.
„Brasilien hat im Latein Unterricht aufgepasst“.
„Mich wollte mal eine auf der Donau attackieren. Hab Respekt vor denen“.