VonLaura Knopsschließen
Das Artensterben betrifft auch die heimischen Wildbienen. Mit einfachen Maßnahmen für Garten, Balkon und Einkauf können Sie den Bienen helfen.
Bienen sind für ein gesundes Öko-System besonders wichtig. Zu ihren Aufgaben gehört nicht nur das Bestäuben von Blumen und Zierpflanzen, gerade Nutzpflanzen sind auf ihre Hilfe angewiesen. Doch seit einigen Jahren bereitet das vermehrte Sterben der Bienen Sorgen. Demnach gehen weltweit die Bestände der Bienen zurück. Folgen hat dies vor allem für die Lebensmittelproduktion. Denn viele Lebensmittel können nur mithilfe der Bestäubung durch Bienen wachsen. Mit einfachen Tipps können Gartenfreunde den bedrohten Bienen helfen.
Naturschutz im eigenen Garten: Wie Sie den Bienen helfen können
Je vielfältiger und naturbelassener der Garten ist, umso wohler fühlen sich Bienen dort. Gartenfreunde können den Bienen also am besten helfen, indem sie in ihrem Garten Platz für wild wachsende Pflanzen lassen. Wildblumen wie Gänseblümchen und Giersch, aber auch vermeintliche Unkräuter wie Brennnesseln und Löwenzahn bieten die richtige Nahrung für Honigbienen, Schmetterlinge, Hummeln und andere Insekten.
Ein bienenfreundlicher Garten bietet den Insekten das ganze Jahr hinweg ausreichend Nahrung. Blumen und Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten sollten daher möglichst nicht alle zur selben Zeit blühen. Zu den geeigneten Pflanzen zählen laut Öko-Test neben ungefüllten, weit geöffneten Blüten vor allem Kräuter. Das Gute daran: Wer keinen Garten besitzt, kann diese auch auf dem Balkon anbauen. Minze, Basilikum und Thymian bieten eine optimale Nahrungsquelle für Bienen.
Bienenfreundlicher Garten: Auf Pestizide verzichten
Umweltgifte und Pestizide machen den heimischen Wildbienen das Leben schwer. Dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (NABU) zu Folge werden in deutschen Gärten jährlich rund 500 Tonnen Pestizide verteilt. Die Giftstoffe schädigen jedoch die Umwelt und bedrohen die Artenvielfalt.
Hortensie bis Geranie: Zehn Pflanzen, die Bienen nicht mögen




Auch abseits des Gartens können Gartenfreunde den Bienen helfen. Wer zu Bio-Lebensmitteln greift, schützt damit auch die bedrohten Insekten. Denn biologisch hergestellte Produkte werden ohne die Verwendung von künstlichen Pestiziden und Dünger angebaut. Mit dem Kauf von Obst und Gemüse in Bio-Qualität hilft so den Bienen indirekt. Um den Bienen zu helfen, müssen Verbraucher keinesfalls auf Honig verzichten. Doch wer Honig essen möchte, sollte möglichst auf eine biologische Herkunft achten. Mit regional hergestelltem Honig können Gartenfreunde zudem die Imker in ihrer Region unterstützen.
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