Bienen helfen

Vom Honigkauf bis zum Verzicht auf Gift: Wie Sie den heimischen Bienen helfen

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Das Artensterben betrifft auch die heimischen Wildbienen. Mit einfachen Maßnahmen für Garten, Balkon und Einkauf können Sie den Bienen helfen.

Bienen sind für ein gesundes Öko-System besonders wichtig. Zu ihren Aufgaben gehört nicht nur das Bestäuben von Blumen und Zierpflanzen, gerade Nutzpflanzen sind auf ihre Hilfe angewiesen. Doch seit einigen Jahren bereitet das vermehrte Sterben der Bienen Sorgen. Demnach gehen weltweit die Bestände der Bienen zurück. Folgen hat dies vor allem für die Lebensmittelproduktion. Denn viele Lebensmittel können nur mithilfe der Bestäubung durch Bienen wachsen. Mit einfachen Tipps können Gartenfreunde den bedrohten Bienen helfen.

Naturschutz im eigenen Garten: Wie Sie den Bienen helfen können

Wer regional hergestellten Honig kauft, unterstützt damit auch die Imker in der Umgebung.

Je vielfältiger und naturbelassener der Garten ist, umso wohler fühlen sich Bienen dort. Gartenfreunde können den Bienen also am besten helfen, indem sie in ihrem Garten Platz für wild wachsende Pflanzen lassen. Wildblumen wie Gänseblümchen und Giersch, aber auch vermeintliche Unkräuter wie Brennnesseln und Löwenzahn bieten die richtige Nahrung für Honigbienen, Schmetterlinge, Hummeln und andere Insekten.

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Ein bienenfreundlicher Garten bietet den Insekten das ganze Jahr hinweg ausreichend Nahrung. Blumen und Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten sollten daher möglichst nicht alle zur selben Zeit blühen. Zu den geeigneten Pflanzen zählen laut Öko-Test neben ungefüllten, weit geöffneten Blüten vor allem Kräuter. Das Gute daran: Wer keinen Garten besitzt, kann diese auch auf dem Balkon anbauen. Minze, Basilikum und Thymian bieten eine optimale Nahrungsquelle für Bienen.

Bienenfreundlicher Garten: Auf Pestizide verzichten

Umweltgifte und Pestizide machen den heimischen Wildbienen das Leben schwer. Dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (NABU) zu Folge werden in deutschen Gärten jährlich rund 500 Tonnen Pestizide verteilt. Die Giftstoffe schädigen jedoch die Umwelt und bedrohen die Artenvielfalt.

Hortensie bis Geranie: Zehn Pflanzen, die Bienen nicht mögen

Geranien
Geranien liefern nur wenig Nektar und Pollen und sind somit wenig insektenfreundlich.  © Gerard Lacz/Imago
Gingkobaum
Bäume wie der Lebensbaum, Ginkgo, die Tanne oder Zeder zählen zu den Gewächsen, die nicht bienenfreundlich sind.  © Harald Biebel/Imago
Magnolien
Magnolien werden von Käfern und nicht von Bienen bestäubt, da sie auch kaum Nektar produzieren.  © Andy Nowack/Imago
Hortensie im Garten
Hortensien begeistern mit ihren üppigen Blüten zwar Gärtnerinnen und Gärtner; für Bienen sind sie aber uninteressant.  © Mikel Bilbao/Imago
Hybrid-Forsythie
Wenn im März und April die Forsythien in Gelb blühen, sieht das zwar schön aus, bietet Bienen aber keinen Mehrwert.  © R. Rebmann/Imago
Flieder Syringa
Flieder begeistert zwar mit seinen zahlreichen Blüten, hat aber so gut wie keinen Nektar.  © Gabriele Hanke/Imago
Dahlie
Ungefüllte Dahlien stehen bei Bienen hoch im Kurs, während sie an gefüllten Exemplaren vorbeifliegen.  © Imago
Blühende Stiefmütterchen
Stiefmütterchen haben keine Pollen und somit auch keinen Nektar für Bienen.  © Peter Widmann/Imago
Gelbe Tulpen
Tulpen bieten Bienen und Hummeln nur wenige Pollen.  © ROHA-Fotothek Fürman/Imago
Gefüllte Pfingstrosen
Gefüllte Blumen wie Pfingstrosen sind für Bienen unattraktiv, da die Insekten die Blüte dadurch nicht erreichen.  © J. Ehrlich/Imago

Auch abseits des Gartens können Gartenfreunde den Bienen helfen. Wer zu Bio-Lebensmitteln greift, schützt damit auch die bedrohten Insekten. Denn biologisch hergestellte Produkte werden ohne die Verwendung von künstlichen Pestiziden und Dünger angebaut. Mit dem Kauf von Obst und Gemüse in Bio-Qualität hilft so den Bienen indirekt. Um den Bienen zu helfen, müssen Verbraucher keinesfalls auf Honig verzichten. Doch wer Honig essen möchte, sollte möglichst auf eine biologische Herkunft achten. Mit regional hergestelltem Honig können Gartenfreunde zudem die Imker in ihrer Region unterstützen.

Rubriklistenbild: © stock&people/Imago

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