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Wer einen Garten am Hang neu anlegen oder umgestalten möchte, steht manchmal vor ungeahnten Herausforderungen. Einige wichtige Aspekte sollten Sie vorab bedenken.
Machen Sie aus einer Hanglage eine Bestlage. Wie man einen Hanggarten gestalten möchte, sollte gut überlegt sein. Ob malerisch angelegt oder mit architektonischen Raffinessen – wenn alle wichtigen Aspekte von Erosionsschutz bis Bepflanzung berücksichtigt werden, bekommt man die Chance für ein unverwechselbares Stück Grün. Doch wie plant und gestaltet man einen Hanggarten, der sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend ist? Ein gewisses Maß an Kreativität und Geduld sind hierfür erforderlich, aber dafür können Sie Ihren Hanggarten in einen Hingucker verwandeln.
Die Besonderheit eines Hanggartens
Ein Hanggarten bietet eine natürliche Schönheit und eine dynamische Landschaft, die sich im Laufe der Jahreszeiten stark verändert. Die Herausforderung besteht darin, die Hanglage zu nutzen und gleichzeitig Erosion zu verhindern. Hanggärten bieten eine einzigartige Möglichkeit, mit Höhenunterschieden zu spielen und verschiedene Pflanzenarten zu integrieren, die sich in dem Mikroklima der Terrassenlage wohlfühlen oder selbst bei stärkerem Gefälle nicht in Schieflage geraten.
Die Planung Ihres Hanggartens
Bevor Sie mit der Gestaltung beginnen, ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Bei der Anlage selbst sollte man immer von unten nach oben vorgehen. Überlegen Sie, wie Sie Mauern, Terrassen oder Stufen nutzen können, um den Hang zu stabilisieren und gleichzeitig den Raum optimal zu nutzen. Eine Mauer kann zum Beispiel auch Sitzplatz zugleich sein. Bei ihrer Planung sollte man je nach Material aber auch eine Drainage berücksichtigen, damit Regenwasser gut ablaufen kann – schließlich sollen die Terrassen auch einem Starkregen standhalten können. Treppenstufen sollten vorausschauend so gestaltet sein, dass alle Generationen darauf gut auf- und absteigen können.
Auch das Anlegen von Wegen, auf denen man sich sicheren Fußes fortbewegen kann, darf man nicht vergessen. Dies ist besonders wichtig, wenn man ein Gemüsebeet anlegen möchte, das man zum Gießen und Ernten gut erreichen muss. Kann man auf den einzelnen Terrassen, falls nötig, auch mit einer Schubkarre vorankommen? Ist der Hanggarten besonders lang oder steil und es werden mehr als zwei Stufen benötigt, sollte man zumindest das Anlegen Fachleuten überlassen.
Auswahl der Pflanzen
Bei der Auswahl der Pflanzen für Ihren Hanggarten ist es wichtig, Arten zu wählen, die sich an die Hanglage anpassen können. Robuste, pflegeleichte Bodendecker, wie zum Beispiel Polsterstauden oder Bodendeckerrosen, eignen sich mit ihrem weit verzweigten Wurzelsystem gut, um den Boden zu stabilisieren und Erosion zu verhindern. Bäume, Sträucher und Ziergräser können als natürlicher Wind- und Sichtschutz dienen und gleichzeitig dem Hanggarten Struktur verleihen.
Vielleicht wollen Sie einzelne Terrassen auch thematisch gestalten, mit einem Steingarten, Kräutergarten oder mit besonderen farblichen Akzenten? Ist die Hanglage sonnig oder schattig? Wichtig ist, hierbei auf die Anforderungen der Pflanzen zu achten. Wer sich ausschließlich für eine Rasenfläche entscheidet, sollte diese so gestalten, dass sie sich gut mähen lässt. Ganz auf Pflanzen zu verzichten und auf scheinbar pflegeleichten Kies zu setzen, ist keine Option, denn Schottergärten sind in Deutschland verboten.
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Überraschende Elemente
Ein überraschendes Element in einem Hanggarten kann je nach Größe und Neigungswinkel eine versteckte Terrasse mit Sitzelementen und Grillplatz, Pflanzenbögen oder ein Wasserspiel sein, das den Hang hinunterfließt. Diese Elemente laden auch dazu ein, den Garten zu erkunden und neue Perspektiven zu entdecken. Nicht zu vergessen: Wer keinen allzu großen Geldbeutel hat, sollte bei der Auswahl der unterschiedlichen Materialien und Schmuckelemente auch immer den Kostenfaktor im Hinterkopf behalten.
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