Garten-Tipps

Verbrannter Rasen im Garten: Mit diesen Tricks verschwinden die braunen Stellen

  • schließen

Viele Gärten können den trockenen Sommertagen nicht standhalten und verbrennen. Um den Rasen jedoch zu retten, wird nicht nur Wasser benötigt.

Kassel – Die Hitze, Sonneneinstrahlung und Trockenheit macht vielen Gärten in Deutschland zu schaffen, weswegen der Rasen inzwischen nicht mehr saftig grün ist. Stattdessen ist er braun und kahl und sieht so aus, als sei er verbrannt. Nicht nur das Wetter, sondern auch Fehler bei der Gartenpflege im Sommer tragen dazu bei. Doch trotzdem ist noch nicht alle Hoffnung verloren, das Gras hinter und vor dem Haus zu retten.

  • Den Rasen zur richtigen Zeit bewässern
  • Besser ein bis zweimal die Woche gießen, dafür aber ausreichend
  • Braune Stellen mit einer speziellen Mischung ausbessern
  • Ab frühstens September einen Herbstdünger zur Regeneration verwenden

Verbrannter Rasen im Garten: Mit diesen Tipps wird er wieder grün

Wichtig ist in erster Linie, den Rasen richtig zu bewässern. Der Zeitpunkt ist genauso wichtig, wie die Menge und Häufigkeit des Gießens. Sinnvolle Zeitpunkte sind früh morgens und spät abends. Außerdem sollte der Rasen lediglich ein bis zweimal die Woche mit ausreichend Wasser versorgt werden. Als Faustregel nennt der Norddeutsche Rundfunk (NDR) 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter. Diese Methode ist für den Rasen besser, als ihn täglich mit wenig Wasser zu versorgen. Es sollte jedoch nicht zu viel Wasser verwendet werden, denn aufgrund der Hitzewelle in Deutschland sind die Wasservorräte knapp.

Ist brauner Rasen im Garten noch zu retten?

Braune Stellen im Garten: Der Rasen lässt sich nach dem Sommer mit einigen Tipps noch retten

Befinden sich bereits braune Stellen auf dem Rasen, kann ein sogenanntes Rasenpflaster Abhilfe schaffen. „Das sind spezielle Mischungen aus Saatgut, Dünger und Erde, die unabhängig vom Boden gut anwachsen sollen“, schreibt der NDR. Dieser sollte somit die braune Stelle ausbessern. Bevor er eingesetzt wird, den Rasen am besten etwas aufgelockert und mit Hummus verbessern.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Mature blond woman watering plants in backyard model released property released, Stockdorf Bayern Deutschland Bennostras
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © Alona Antoniadis via www.imago-images.de
Woman watering plants in garden model released Symbolfoto property released MGRF00298
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © Mar via www.imago-images.de
gartengerät,rasenmäher,rasenmähen,gartengeräte,gartenutensil,gartenutensilien,gartenwerkzeug,gartenwerkzeuge,gartenzubeh
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Monkey Business 2 via www.imago-images.de
sitzmöbel,terrasse,möbel,terrassen *** chairs,patio,chair,patios 10y-fww
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Kateryna Kolesnyk via www.imago-images.de
Mann bereitet Hochbeet vor, gießt, Jungpflanzen, Gemüsepflanzen, Bepflanzung, gießen, Gießkanne *** man prepares raised
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imageBROKER/O. Diez via www.imago-images.de
PantherMedia 28355277
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Erich Teister
Woman wearing hat gardening in flower garden model released, Symbolfoto, Gloucester Massachusetts USA ACTF00171
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © IMAGO/Ashley Corbin-Teich
Blumenmeer blühende Blumenpracht Bad Reichenhall Bayern Deutschland *** sea of flowers blooming Bad Reichenhall Bavaria
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss via www.imago-images.de
-
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © -
plants for natural background, nature series , 22289084.jpg, agriculture, background, beautiful, beauty, botanical, brig
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © IMAGO/TSpider

Sobald der Sommer sich dem Ende neigt, der September angebrochen ist und sich der Rasen von der Trockenheit erholt hat, kann Herbstdünger helfen, um das Gras zu stärken. Diese Düngermischungen enthält Kalium und geringe Mengen Stickstoff, wie das Onlinemagazin Mein schöner Garten schreibt. Mithilfe von diesen gelingt es den gestressten Rasen vom Sommer zu regenerieren und im nächsten Frühjahr wieder einen schönen Garten zu haben. (Fee Halberstadt)

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Kommentare