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Kompost richtig umsetzen: Tipps und Tricks für den perfekten Naturdünger

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Kompost ist ein wertvoller Naturdünger, der aus organischen Abfällen entsteht. Erfahren Sie, wie Sie ihn richtig umsetzen und Ihren Garten bereichern.

Wer Pflanzenreste und Küchenreste kompostiert, produziert nährstoffreichen Dünger für den eigenen Garten. Damit der Kompost besonders schnell zu wertvollem Humus wird, ist es wichtig, ihn regelmäßig umzusetzen. Die Zutaten zu mischen, verhindert, dass die Abfälle faulen – und spornt die Mikroorganismen im Kompost zu Höchstleistungen an.

Kompost umsetzen: Warum ist das wichtig?

Ein Komposthaufen: Setzen Sie ihn regelmäßig um. So sichern Sie eine gute Verrottung.

Es sind die Abermillionen von Mikroorganismen sowie die zahllosen Regenwürmer, die Gartenabfälle zu wertvollem Kompost machen. Dafür brauchen sie Wärme, Feuchtigkeit und Luft. Das Umsetzen ist deshalb so wichtig, weil Sie den Kompost dabei mit Sauerstoff versorgen, die Zutaten neu mischen und das Volumen sich deutlich verringert. Die nötige Wärme produziert richtig angelegter Kompost dann selbst – als Stoffwechselnebenprodukt der vielen Helfer, die die organischen Substanzen im Kompost aufbereiten. Aufpassen: Ein Platz in praller Sonne schadet dem Kompost allerdings, er steht lieber schattig.

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Wann Sie Ihren Kompost umsetzen

Der ideale Zeitpunkt, um Kompost (werblicher Link) das erste Mal umzusetzen, ist im zeitigen Frühjahr, sobald der Kompost aufgetaut ist. Damit schaffen Sie auch gleich eine gewisse Grundordnung und können den Garten noch vor Saisonstart mit wertvollem Dauerhumus versorgen. Allgemeine Regeln, wie oft Sie Kompost umsetzen sollten, gibt es nicht. Einmal im Jahr ist jedoch Pflicht – fleißige Gärtnerinnen und Gärtner versetzen den Kompost sogar alle zwei Monate. Und aus gutem Grund: Je häufiger Sie das tun, desto schneller verwandelt er sich in Humus.

Kompost umsetzen: eine Anleitung

  1. Trockenen Tag wählen: Warten Sie einen trockenen Tag ab, damit das Material weder verklumpt noch an der Schaufel kleben bleibt.
  2. Kompostsieb verwenden: Aus einem mit Hasendraht bespannten Holzrahmen können Sie ein Kompostsieb selbst bauen. Stellen Sie das Sieb in Schaufelweite neben dem Kompost auf.
  3. Schichtweise umsetzen: Arbeiten Sie sich schichtweise von oben nach unten durch den Kompost und werfen Sie das Material auf das Sieb. Bereits fertiger Kompost fällt durch, noch nicht ausreichend abgebautes Grün bleibt hängen und wird weiter kompostiert.
  4. Material durch das Sieb werfen: Nur mit einer Schaufel, einer Grabegabel oder einer Mistgabel lassen sich die unzersetzten Bestandteile im Kompost überhaupt bewegen.
  5. Fertigen Kompost entnehmen: Das Sieb dient dazu, bereits fertigen Kompost zu entnehmen, während noch nicht ausreichend abgebautes Material zurück zum Kompost wandert.

Durch regelmäßiges Umsetzen wird Ihr Kompost zu einem wertvollen Humus, der Ihren Garten bereichert. Nutzen Sie diese einfache Methode, um nachhaltig und effektiv Kompost zu produzieren! 

Rubriklistenbild: © CHROMORANGE/Imago

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