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Ein eigener Komposthaufen schont Umwelt und Geldbeutel. Er verbessert den Boden und sorgt als Dünger für gesunde Pflanzen. Eine einfache Anleitung zum Selberbauen.
Die Vorteile eines Komposts im Garten sind vielfältig. Der gewonnene hochwertige Humus verbessert die Bodenstruktur der Beete, er speichert Wasser und schützt so vor zu starker Austrocknung. Kompost erhöht die Fruchtbarkeit des Bodens: Die Pflanzen werden mit wertvollem organischem Dünger versorgt – das führt zu gesünderem Wachstum und erhöhter Widerstandskraft gegen Krankheiten. Außerdem wird der Einsatz von Kunstdünger vermieden, was nicht nur die Umwelt schont, sondern auch Kosten spart. Organische Abfälle werden recycelt und der Natur wieder zugeführt. Hier erfahren Sie in einfachen Schritten, wie Sie Ihren eigenen Kompost anlegen können.
Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen Kompost im eigenen Garten
Bevor Sie loslegen, sollten Sie sich nach einem geeigneten Standort für den Kompost umsehen: Wählen Sie einen leicht schattigen Bereich im Garten, der luftig, aber vor starkem Wind geschützt ist. Dies fördert den Verrottungsprozess und minimiert Geruchsbildung. Achten Sie auf genügend Abstand zum Nachbarn. Der Komposthaufen sollte aber immer gut erreichbar sein, wenn Sie ihn häufig nutzen möchten. Bereiten Sie dann den Boden vor, indem Sie Unkraut entfernen und gegebenenfalls den Untergrund lockern. Stellen Sie den Kompostbehälter auf, beispielsweise aus Holz oder Metallgittern. Man kann aber auch einen offenen Komposthaufen ohne Begrenzung aufbauen.
Schritt 1: Materialbeschaffung und -sortierung
Sammeln Sie eine ausgewogene Mischung aus grünen und braunen Materialien. Grünes Material, wie Küchenabfälle, Gemüse- und Obstreste oder leicht angewelkter Grasschnitt, liefert Stickstoff. Braunes Material wie trockene Blätter, Zweige und Stroh liefert Kohlenstoff. Achten Sie darauf, große Stücke zu zerkleinern, um den Zersetzungsprozess durch die Mikroorganismen zu beschleunigen. Informieren Sie sich am besten vorher gut, was auf den Kompost darf und was nicht.
Schritt 2: Aufbau in Schichten und Starter-Kultur
Beginnen Sie den Komposthaufen mit einer etwa 30 Zentimeter hohen Schicht grober brauner Materialien – diese sollten insgesamt im Kompost überwiegen. Um den Kompostierungsprozess schneller in Gang zu bringen, impfen Sie ihn nun mit einer Schicht guter Gartenerde (fünf bis zehn Zentimeter hoch), die Sie im Idealfall mit etwas fertigem Kompost oder zerkleinerten Zweigen mischen. Als Kompoststarter eignen sich auch im Handel erhältliche Effektive Mikroorganismen (EM), die man mit etwas Wasser aufbringt. Fügen Sie dann eine Schicht grüner Materialien hinzu.
Wiederholen Sie diesen Schichtaufbau möglichst abwechselnd. Keine der folgenden Schichten sollte jeweils höher als 20 Zentimeter sein. Die letzte Schicht bilden Grasschnitt oder Küchenabfälle. Sie können darauf sogar Gurken oder Kürbis aussäen.
Schritt 3: Regelmäßiges Wenden und Pflege des Komposts
Wenden Sie den um etwa ein Drittel eingesackten Kompost nach ein paar Wochen oder Monaten (wie schnell das geht, ist auch von der Jahreszeit abhängig) mit einer Schaufel. Durch das Wenden wird der Komposthaufen belüftet, was die Verrottung beschleunigt. Achten Sie darauf, den Kompost leicht feucht zu halten, ohne ihn zu durchnässen. Dies fördert die mikrobielle Aktivität. Wenn die Masse zu nass wird, entsteht Fäulnis – daher sollten Sie rechtzeitig trockene Materialien untermischen.
Schritt 4: Ernte des fertigen Komposts
Nach etwa sieben bis neun Monaten ist der Kompost fertig, wenn er dunkel und krümelig ist und nach frischer Erde riecht. Jetzt können Sie den Kompost als wertvollen Dünger für Ihren Garten verwenden.
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