Details der Ampel-Entscheidung

Förderung, Umlage, Härtefall – was Mieter und Eigentümer zum neuen Heizungsgesetz wissen müssen

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Es gab Befürchtungen, dass das neue Heizungsgesetz für Mieter und Vermieter immense Kosten mit sich bringt. Nun sickern immer mehr Details durch – und deuten auf Entlastung. 

Berlin – Es sind gute Nachrichten für Vermieterinnen und Vermieter – aber auch für Mietende: Das Heizungsgesetz steht. Noch in der Nacht zu Dienstag (27. Juni) einigte sich die Ampel auf letzte Änderungen, um das Gesetz noch vor der Sommerpause in der nächsten Woche verabschieden zu können. Mit zum Paket, das für das umstrittene Heizungsgesetz geschnürt wurde, gehören unter anderem lange Übergangsfristen, eine hohe staatliche Förderung, Härtefallklauseln für Mieter und eine Begrenzung der möglichen Umlage auf den Quadratmeter-Mietpreis.

Es gab Befürchtungen, dass das neue Heizungsgesetz für Mieter und Vermieter immense Kosten bringt. Nun sickern immer Details durch – und deuten auf Entlastung.

Förderung, Übergangsfristen, Härtefallklausel: Was Verbraucher zum neuen Heizungsgesetz wissen müssen

Zuvor hatte der Mieterbund seine Befürchtungen der „sozialen Spaltung“ durch weitere Mehrbelastungen für alle zur Miete Wohnenden geäußert: „Der Entwurf zum Heizungsgesetz würde mit einer Umsetzung der zweiten Modernisierungsumlage der sogenannten Leitplanken noch einmal deutlich schlechter und unsozialer“ sagte Lukas Siebenkotten, Präsident des Deutschen Mieterbundes in Berlin gegenüber IPPEN.MEDIA. Siebenkotten, der auch an der Expertenanhörung im Bundestag beteiligt ist, warnte: „Die Kosten der Klimawende dürfen nicht allein auf dem Rücken der Mieter ausgetragen werden.“

Nun sieht es so aus, als würde der Gesetzesentwurf nicht nur auf den wirtschaftlichen Anreiz für Eigentümerinnen, sondern auch auf die Entlastung der Mieter und Mieterinnen abzielen.

Das neue Heizungsgesetz: Details zu Gasheizung, Förderung, Umlage im Überblick

  • Modernisierungsumlage
  • Erhöhung um 10 Prozent, wenn Vermieter staatliche Förderung in Anspruch nimmt
    Förderung wird vollständig an Mieter weitergegeben, um geringere Mieterhöhungen zu gwährlsiten
    Kappungsgrenze wird gesenkt. Jahresmiete darf sich um maximal 50 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche erhöhen
  • Förderung
  • Unter bestimmten Voraussetzungen werden 70 Prozent der Investitionskosten beim Kauf einer klimafreundlicheren Heizung übernommen
    Einheitlicher Fördersatz von 30 Prozent für alle Haushalte, unabhängig vom Einkommen
    Höhere Förderung für einkommensschwache Haushalte
    „Geschwindigkeitsbonus“ geplant
  • Gasheizungen
  • Funktionierende Gasheizungen müssen auch bei kommunaler Wärmeplanung nicht ausgetauscht werden
    Langfristige Umstellung auf vermehrten Einsatz von grünen Gasen wie Biogas oder Wasserstoff aus erneuerbaren Energien
  • Beratung
  • Ab Januar 2024 dürfen Anbieter von Gasheizungen nur nach verpflichtender Beratung Verkäufe tätigen
    Beratung soll auf mögliche Auswirkungen der kommunalen Wärmeplanung und finanzielle Belastungen hinweisen

„Es scheint so zu sein, dass sich die Fraktionen von SPD und Grünen erfreulicherweise in Sachen Mieterschutz in einigen wichtigen Punkten haben durchsetzen können“, begrüßt Lukas Siebenkotten die Härtefallregelungen und nennt die Kappungsgrenze für Mieterhöhungen „eine kleine Sensation“.

Bis zu 70 Prozent Förderung für Eigenheimbesitzer bei Heizungstausch

Die Einigung innerhalb der Ampel-Koalition umfasst mehrere wichtige Punkte, unter anderem eine üppig bemessene Subvention einer klimafreundlichen Umstellung auf Wärmepumpe und Co. Gemäß den „Leitplanken“ des Gesetzentwurfs sind unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 70 Prozent staatliche Förderung der Investitionskosten für zahlreiche Alternativen zu Öl- und Gasheizungen vorgesehen.

Geplant ist ein einheitlicher, einkommensunabhängiger Fördersatz von 30 Prozent. Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen unter 40.000 Euro erhalten eine zusätzliche Förderung von 30 Prozent. Darüber hinaus ist ein „Geschwindigkeitsbonus“ vorgesehen, der maximal 20 Prozent beträgt, wenn die Heizung bis Ende 2027 umgerüstet wird.

Vermieter können zehn Prozent auf Mieter umlegen – bis maximal 50 Cent pro Quadratmeter

Vermieter und Vermieterinnen können ihre Investitionen entsprechend der Modernisierungsumlage bis zu maximal zehn Prozent (bisher acht Prozent) auf ihre Mieter umlegen – allerdings nur, wenn sie staatliche Förderungen bekommen. Mieter sollen von diesen Förderungen profitieren, da sie vollständig von den Umlagen abgezogen wird, und Mieterhöhungen damit geringer ausfallen als bisher ohne Förderung. Gleichzeitig soll die Kappungsgrenze, also die mögliche Mieterhöhung, auf maximal 50 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche innerhalb von sechs Jahren gesenkt werden.

Härtefallregelung für Mieter: Mietkostenerhöhung nur bis 30 Prozent des Haushaltseinkommens

Führt die Modernisierung einer Wohnung zu einer Mieterhöhung, die für den Mieter mehr als 30 Prozent des Haushaltseinkommens ausmacht, ist nach dpa-Informationen aus Fraktionskreisen nur eine begrenzte Umlage vorgesehen. Lukas Siebenkotten äußerte sich dazu positiv und bezeichnete dies als „Meilenstein im Bereich des Mieterschutzes“. SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert erklärte, Mieterinnen und Mieter würden durch das Heizungsgesetz „Profiteure der Wärmewende“.

Kabinett Scholz: Nach dem Ampel-Aus kommt Rot-Grün ohne Mehrheit

Olaf Scholz spricht zur Energiepolitik.
Olaf Scholz (SPD) ist der neunte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Politisch wird er dem konservativen Flügel der Sozialdemokraten zugerechnet. Lange Zeit galt er als reiner „Scholzomat“ – ein Spitzname, den er sich wegen seiner mechanisch wirkenden Sprechblasen in seiner Zeit als Generalsekretär unter Kanzler Gerhard Schröder verdiente. Kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine kündigte er in einer Sondersitzung des deutschen Bundestages einen Wandel der deutschen Politik an: „Wir erleben eine Zeitenwende.“  © Britta Pedersen/dpa
Robert Habeck auf Deutschlandtour.
Robert Habeck ist Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz im Kabinett Scholz sowie Stellvertreter des Kanzlers. Vom 27. Januar 2018 bis zum 14. Februar 2022 hatte er zusammen mit Annalena Baerbock den Bundesvorsitz der Partei Bündnis 90/Die Grünen inne. Habeck ist auch als Schriftsteller tätig. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Andrea Paluch veröffentlichte er mehrere Romane, u.a. Hauke Haiens Tod (2001). © Soeren Stache/dpa
Jörg Kukies kommt zu Beginn der Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt.
Am 7. November 2024 hat Jörg Kukies das Amt des Finanzminister übernommen. Der Sozialdemokrat Kukies ist derzeit Staatssekretär im Kanzleramt und gilt als einer der wichtigsten Berater von Kanzler Scholz. Er ist sein Mann für Wirtschaft und Finanzen und verhandelt für ihn die Abschlussdokumente der G7- und G20-Gipfel.  © Michael Kappeler/dpa
Christian Lindner im Kanzleramt in Berlin am 27. Juli 2022.
Christian Lindner ist Bundesminister der Finanzen im Kabinett Scholz. Der FDP-Politiker ist seit dem 7. Dezember 2013 Bundesvorsitzender der Liberalen. Schon 2017 sah es lange so aus, als würde die FDP an der Regierung beteiligt sein. Doch nach vierwöchigen Sondierungsgesprächen zur Bildung einer Jamaika-Koalition erklärte Lindner die Verhandlungen schließlich für gescheitert. Seine Begründung: „Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren!“ © Emmanuele Contini/Imago
Nancy Faeser (SPD), alte und neue Landesvorsitzende der SPD in Hessen und Bundesinnenministerin, freut sich über ihre Wiederwahl.
Nancy Faeser führt im Kabinett Scholz als erste Frau das Bundesministerium des Innern und für Heimat. Die Juristin ist seit dem 2. November 2019 Vorsitzende der SPD Hessen. Zuvor war sie 16 Jahre lang Abgeordnete des Hessischen Landtags und ab 2019 als Vorsitzende der hessischen SPD-Fraktion auch Oppositionsführerin. Zudem war sie Spitzenkandidatin der SPD bei der Landtagswahl in Hessen 2023. Als Abgeordnete im Landtag erhielt sie zwei Drohbriefe, die mit NSU 2.0 unterschrieben waren. © Andreas Arnold/dpa
Annalena Baerbock ist im Kabinett Scholz Bundesministerin des Auswärtigen. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt innehat. Bei der Bundestagswahl 2021 trat sie als Kanzlerkandidatin der Grünen an, die sich aber mit 14,8 Prozent der Zweitstimmen mit Platz drei hinter SPD und Union begnügen mussten. Von Januar 2018 bis Februar 2022 war sie gemeinsam mit Robert Habeck Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.
Annalena Baerbock ist im Kabinett Scholz Bundesministerin des Auswärtigen. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt innehat. Bei der Bundestagswahl 2021 trat sie als Kanzlerkandidatin der Grünen an, die sich aber mit 14,8 Prozent der Zweitstimmen mit Platz drei hinter SPD und Union begnügen mussten. Von Januar 2018 bis Februar 2022 war sie gemeinsam mit Robert Habeck Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. © Thomas Imo/Imago
Marco Buschmann FDP, Bundesjustizminister, stellt Eckpunktepapier zum Selbstbestimmungsgesetz vor.
Marco Buschmann war bis zum 7. November 2024 Bundesminister der Justiz im Kabinett Scholz. Der FDP-Politiker war von Oktober 2017 bis Dezember 2021 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion. Im Herbst 2020 warnte er während der Corona-Pandemie vor einer Verfassungskrise. Buschmann war auch Mitkoordinator der erfolgreichen Verfassungsklage der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP gegen den Berliner Mietendeckel. Nach dem Rauswurf von Finanzminister Christian Lindner verließ Buschmann die Ampel.  © Jürgen Heinrich/Imago
Volker Wissing, Bundesverkehrsminister FDP, vor der Kabinettssitzung im Berliner Kanzleramt Bundeskanzleramt in Berlin
Volker Wissing wurde nah dem Ampel-Aus für sein Ausscheren aus dem Kurs von FDP-Parteichef Christian Lindner belohnt. Der Bundesminister für Digitales und Verkehr erhielt zusätzlich das Justizressort. Einer der letzten großen Ampel-Fans in der FDP zog nach dem Koalitionsbruch Konsequenzen: In einem beispiellosen Schritt trat er aus der Partei aus und bleibt bis zu den geplanten Neuwahlen als Parteiloser im Amt. Der Jurist war vom 19. September 2020 bis zum 23. April 2022 Generalsekretär der FDP. Wissing gibt als Hobby Weinbau an, vor allem im familieneigenen Weingut.  © Stefan Boness/Imago
Hubertus Heil besucht die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Berlin-Spandau.
Hubertus Heil ist im Kabinett Scholz Bundesminister für Arbeit und Soziales – ein Amt, das der SPD-Politiker bereits seit dem 14. März 2018 innehat. Heil ist seit Dezember 2019 stellvertretender Bundesvorsitzender der Sozialdemokraten. Von November 2005 bis November 2009 und von Juni bis Dezember 2017 war er Generalsekretär seiner Partei. Heil spricht sich für einen Mindestlohn von mindestens 12 Euro aus, eine Erhöhung des Rentenalters auf über 67 Jahre lehnt er ab. © M. Popow/Imago
Boris Pistorius ist als Nachfolger von Christine Lambrecht ins Chefbüro des Verteidigungsministeriums im Bendlerblock gerückt. Pistorius gehört dem SPD-Parteivorstand an und gilt als erfahrener Polit-Manager. Von 1980 bis 1981 absolvierte er seinen Wehrdienst, anschließend studierte er Rechtswissenschaften in Osnabrück und Münster. Pistorius war zuvor seit 2013 Innenminister in Niedersachsen.
Boris Pistorius ist als Nachfolger von Christine Lambrecht ins Chefbüro des Verteidigungsministeriums im Bendlerblock gerückt. Pistorius gehört dem SPD-Parteivorstand an und gilt als erfahrener Polit-Manager. Von 1980 bis 1981 absolvierte er seinen Wehrdienst, anschließend studierte er Rechtswissenschaften in Osnabrück und Münster. Pistorius war zuvor seit 2013 Innenminister in Niedersachsen. © Michael Kappeler/dpa
Verteidigungsministerin Lambrecht besucht Marder-Kompanie
Bis zum 19. Januar 2023 hatte Christine Lambrecht das Amt der Verteidigungsministerin inne. Die SPD-Politikerin stand zumeist unter einem immensen Druck. Kritische Stimmen warfen ihr fehlende Sachkenntnis, die schleppend angelaufene Beschaffung für die Bundeswehr, aber auch ihr Auftreten in der Öffentlichkeit vor. Irritation rief schließlich eine Neujahrsbotschaft hervor, in der sie begleitet von Silvesterfeuerwerk in Berlin über den Ukraine-Krieg sprach. © Robert Michael/dpa
Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft läuft beim Treffen der G7 Agrarminister zum Eingang des Schlosses Hohenheim.
Cem Özdemir ist Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft im Kabinett Scholz. Özdemir ist der erste Bundesminister mit türkischem Migrationshintergrund. Von November 2008 bis Januar 2018 war er Bundesvorsitzender der Grünen. Im Dezember 2021 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ gewählt. Nach dem Ampel-Aus übernahm er auch das Ministerium für Bildung und Forschung.  © Bernd Weißbrod/dpa
Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, spricht beim hybriden Gipfeltreffen „Women7-Summit“.
Elisabeth „Lisa“ Paus ist seit dem 25. April 2022 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Kabinett Scholz. Sie ist die Nachfolgerin von Anne Spiegel, die zuvor von diesem Posten zurückgetreten war. Paus gehört zum linken Parteiflügel der Grünen. Sie ist seit 2009 Abgeordnete im Deutschen Bundestag.  © Bernd von Jutrczenka/dpa
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergibt im Schloss Bellevue anlässlich des Amtswechsels im Bundesfamilienministerium die Entlassungsurkunde an Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen), bisherige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Vorgängerin von Lisa Paus war Anne Spiegel, die am 25. April 2022 die Entlassungsurkunde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhielt. „Es war zu viel“, hatte die Grünen-Politikerin vorher bekennen müssen. Ihr Verhalten als Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität in Rheinland-Pfalz nach der Flutkatastrophe im Sommer 2021 wurde vom Untersuchungsausschuss des Landtags bis ins Detail untersucht. Die Kritik wurde zum Sturm – ihr Amt als Bundesfamilienministerin gab Spiegel deshalb auf. In ihrer Rücktrittserklärung betonte Spiegel, dass sie das Amt nicht länger belasten wolle und entschuldigte sich für begangene Fehler. © Bernd von Jutrczenka/dpa
Karl Lauterbach (SPD), Bundesgesundheitsminister, beantwortet auf einer Pressekonferenz Fragen von Journalisten zum Infektionsgeschehen und zur Impfentwicklung.
Karl Lauterbach ist Bundesminister für Gesundheit im Kabinett Scholz. Der SPD-Politiker ist Professor am Universitätsklinikum Köln und dort Leiter des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie. Wegen seines Bundestagsmandats ist er derzeit beurlaubt. Während der Pandemie ist er für viele zu einer Reizfigur geworden. Als Minister konnte er sich mit seiner Forderung nach einer allgemeinen Corona-Impfpflicht nicht durchsetzen.  © Wolfgang Kumm/dpa
Steffi Lemke, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz beim Treffen der G7 Klima-, Energie- und Umweltministerinnen und -minister.
Steffi Lemke hat im Kabinett Scholz den Posten als Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz inne. Die Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen absolvierte ein Studium der Agrarwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, das sie 1993 als Diplom-Agraringenieurin abschloss. Von 2002 bis 2013 war sie politische Bundesgeschäftsführerin ihrer Partei. © Chris Emil Janssen/Imago
Bettina Stark-Watzinger im Portrait bei der Bundespressekonferenz zum Thema Veroeffentlichung des nationalen Bildungsberichts Bildung in Deutschland.
Bettina Stark-Watzinger ist Bundesministerin für Bildung und Forschung im Kabinett Scholz. Seit 2017 ist sie Abgeordnete im Deutschen Bundestag und seit März 2021 Vorsitzende der FDP Hessen. Ihr Studium der Volkswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main schloss sie 1993 als Diplom-Volkswirtin ab. Sie ist Mitglied im Stiftungsrat der Karl-Hermann-Flach-Stiftung. © Imago
Svenja Schulze SPD, Bundesministerin fuer wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, aufgenommen im Rahmen der Konferenz fuer globale Ernaehrungssicherheit im Auswaertigen Amt in Berlin.
Svenja Schulze ist Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland im Kabinett Scholz. Die SPD-Politikerin ist Mitglied der Arbeiterwohlfahrt, der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), ver.di, im Naturschutzbund Deutschland (NABU) und im Verein Slowfood. Sie ist Mitbegründerin des Netzwerkes „Frauenzeiten“. © Florian Gaertner/Imago
Klara Geywitz im Kanzleramt in Berlin am 27. Juli 2022. Kabinettssitzung in Berlin.
Klara Geywitz ist Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Kabinett Scholz. Zudem ist sie Beauftragte der Bundesregierung für den Berlin-Umzug und den Bonn-Ausgleich. Im Dezember 2019 wurde sie zu einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD gewählt. Geywitz gehört seit 2014 dem Vorstand der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit an. © Emmanuele Contini/Imago
Wolfgang Schmidt hisst die Regenbogenfahne am Bundeskanzleramt in Berlin.
Wolfgang Schmidt ist Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes im Kabinett Scholz. In dieser Funktion ist er außerdem Beauftragter der Nachrichtendienste des Bundes. Schmidt, der seit 1989 der SPD angehört, gilt als engster Vertrauter von Olaf Scholz. © Christian Spicker/Imago

Vermieter können aufatmen: Aus für Gasheizungen vom Tisch

Schon vor dem Beschluss des Gesetzesentwurfes hatte die Ampel-Fraktion in den „Leitplanken“ festgelegt, dass Eigentümerinnen, die an ein Fernwärmenetz angeschlossen sind oder werden, sich nicht mit der Umstellung auf eine Wärmepumpe befassen müssen. Fernwärme wurde als Alternative zur Wärmepumpe für Hausbesitzer in Betracht gezogen. Nun sollen die Fraktionsspitzen vereinbart haben, dass funktionierende Gasheizungen selbst dann nicht ausgetauscht werden müssen, wenn eine kommunale Wärmeplanung vorliegt. Das Aus für Öl- und Gasheizungen ist also vom Tisch, auch defekte Heizungen dürfen repariert werden. 

Ab 2029 sollen jedoch ein Anteil von 15 Prozent, ab 2035 ein Anteil von 30 Prozent und ab 2040 ein Anteil von 60 Prozent „grüne Gase“ in verbleibenden Gasheizungen eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Biogas oder Wasserstoff, die aus erneuerbaren Energien gewonnen werden.

Heizungsgesetz mit Beratungspflicht bei Neueinbau von Gasheizungen ab 2024

Die Umstellung auf klimafreundliche Brennstoffe ist jedoch nicht einfach, das Heizen mit Wasserstoff kostspielig, ergaben Studien. Wohl nicht zuletzt darum sieht das Gesetz zukünftig eine Beratungspflicht vor. Ab Januar 2024 dürfen konventionelle Heizungen nicht mehr ohne eine professionelle, unabhängige Beratung eingebaut werden. Diese Beratung soll auf Möglichkeiten des Umstiegs auf kommunale Wärmenetze und potenzielle finanzielle Belastungen durch die „alten“ Heizsysteme hinweisen.

Rubriklistenbild: © Christian Ohde/imago/Symbolbild

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