Zu unsicher

Gefahr im Kreisverkehr: Fahrschulen in Norwegen verbannen Teslas

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Elektroautos sind in Norwegen äußerst populär. Doch einige Fahrschulen wollen nun nicht mehr mit Teslas lehren. Das hat mit der Sicherheit zu tun.

Dass Fahrzeuge von Tesla noch etwas wirklich Exotisches waren, ist auch schon wieder eine Weile her. Doch gerade als das Model S Anfang der 2010er-Jahre immer mehr Käufer fand, wurde die Elektroauto-Marke von den etablierten Autobauern oft noch belächelt. Beispielsweise, als der US-Autobauer Touchscreens in die Mittelkonsole seiner Stromer einbaute. Damals setzten die meisten deutschen Hersteller noch auf den Dreh-Drück-Steller. Doch der ist in modernen Autos längst Geschichte – kaum ein Neuwagen kommt heute ohne Touchscreen auf den Markt. Doch nicht jede Neuheit erweist sich dann im Alltag auch wirklich als praktisch.

Yoke-Lenkrad im Tesla: Touch-Knöpfe sorgten von Beginn an für Probleme

Für Schlagzeilen sorgte vor einiger Zeit die Einführung des sogenannten Yoke-Lenkrads bei Tesla. Doch es ist nicht nur die Form des „halben Lenkrads“, das so manchem Nutzer Probleme bereitet: Vor allem die Force-Touch-Tasten machen so manchem zu schaffen – auch ein bekannter YouTuber bemängelte die Lösung schon bei ihrer Einführung. Denn beim Drehen des Lenkrads berühre man beispielsweise oft unfreiwillig die Knöpfe und löse beispielsweise den Scheibenwischer aus.

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Tesla-Blinker wird per Knopfdruck bedient: Laut Fahrschullehrer ein großes Problem im Kreisverkehr

Speziell in norwegischen Fahrschulen regt sich nun massiver Protest gegen die Technik des Yoke-Lenkrads – denn: Es gibt keinen Blinkerhebel mehr. Dieser wurde durch zwei Force-Touch-Tasten ersetzt. Laut dem Fahrlehrer Jåhn Hansen Øyen sei das ein großes Problem: „Ich habe das Model 3 getestet und festgestellt, dass ich in Kreisverkehren sowohl den Fokus als auch die Richtung verloren habe. Es besteht keine unmittelbare Lebensgefahr, aber wenn es zwei Fahrspuren gibt, besteht die Gefahr, dass man sowohl auf Bordsteinen als auch auf andere Autos fährt“, sagte er gegenüber dem norwegischen Magazin Motor.

Keine Hupe in der Mitte, kein Blinkerhebel: Das Yoke-Lenkrad von Tesla erfordert so manche Umgewöhnung.

Tasten-Blinker im Tesla laut Fahrlehrer für Fahrschüler ungeeignet

Viele seiner Kollegen hätten ein Tesla Model Y als Fahrschulauto im Einsatz, erklärte Hansen Øyen gegenüber dem Magazin. Diese seien sowohl mit dem Wagen als auch mit dem Service des Autobauers zufrieden. Eigentlich hätte er nun auch gerne einen Tesla gekauft, doch wenn er schon Probleme mit den Blinker-Tasten habe, dann hätten dies junge, unerfahrene Fahrschüler noch viel mehr. In einem Forum mit 3.000 anderen Fahrlehrern habe er diese Meinung geteilt – und sei dort auf breite Zustimmung gestoßen. Es dürfe keine Fahrzeuge geben, die den Fahrschülern im Kreisverkehr das Leben schwer machten, so das Fazit. Auch in einem deutschsprachigen Tesla-Forum wird über die Tasten-Blinker viel diskutiert – speziell ihre Nutzung im Kreisverkehr.

Elektroauto-Markt in China boomt: Zehn Marken, die Sie kennen sollten

Elektrotransporter von Maxus.
Platz 10 – Maxus: Ford, VW und Mercedes aufgepasst. Mit Maxus greifen die chinesischen Hersteller auch bei den Nutzfahrzeugen an. Die Modelle der 2011 gegründete Tochter von SAIC Motors sind unter anderem bei der österreichischen Post und Ikea im Einsatz. Verkauft werden die Transporter über eigene Händler. © GlobalImagens/Imago
Der Aiways U5.
Platz 9 – Aiways: 2017 ging der Hersteller in China an den Start. Schon zwei Jahre später folgte die erste Niederlassung in Europa. Im selben Jahr kam mit dem U5 das erste Auto in China auf den Markt. 2020 folgte Deutschland.  © Aiways
Der Wey Coffee 01
Platz 8 – Wey: Ihr Debüt feierte die Marke 2016 im Rahmen der Guangzhou Auto Show. Ab 2017 wurden die ersten Autos verkauft. In Europa ist Wey seit 2022 vertreten. Mit dem Coffee 01 will die Tochter von Great Wall in Deutschland durchstarten. Mit dem Plug-in-Hybrid Cooffee 02 legen die Chinesen im Herbst nach. Vertrieben werden die Fahrzeuge vom Importeur Emil Frey. © Wey
Lynk & Co 01
Platz 7 – Lynk & Co: Auch hinter diesem Hersteller, der 2016 gegründet wurde, verbirgt sich wieder Geely. Der Plug-in-Hybrid 01 wird dabei vor allem im Abo vertrieben. Das Modell kann aber auch gekauft oder geliehen werden. Entwickelt und entworfen wurde der Lynk & Co in Schweden bei der Konzernschwester Volvo.  © Lynk & Co
Der MG 4 EV.
Platz 6 – MG: Tot gesagte Leben länger. Das gilt auch für die britische Traditionsmarke MG. Allerdings nicht mehr unter der Flagge ihrer Majestät. Nach der Insolvenz erwarb zunächst die Nanjing Automobile Group im Juni 2005 die Markenrechte für 53 Millionen Pfund Sterling (ca. 61 Millionen Euro). Inzwischen gehört der Hersteller zu SAIC Motor. Dort wurde MG mit Roewe in der Abteilung Passenger Vehicle zusammengefasst. Seit Januar 2021 ist MG auch wieder auf dem deutschen Markt vertreten – unter anderem mit dem 4 EV. © MG
Der Xpeng P7.
Platz 5 – Xpeng: Wie viele chinesische Hersteller ist auch Xpeng noch relativ jung. Erst 2014 wurde das Unternehmen gegründet, konnte in den vergangenen Jahren seine Stückzahlen aber immer weiter steigern. In Europa ist Xpeng bisher lediglich in Schweden, Norwegen, Dänemark und den Niederlanden vertreten. Wann der Hersteller nach Deutschland kommt, ist unklar. © Zuma Wire/Imago
Der Zeekr 001.
Platz 4 – Zeekr: Auch wenn der Name so gar nicht chinesisch klingt, stammt der Hersteller dennoch aus dem Reich der Mitte. Der Markenname setzt sich aus Generation Z und dem Begriff Geek zusammen. Hinter dem erst 2021 gegründeten Autobauer steckt Geely. Mit der neuen Tochter möchte man im Premiumsegment Fuß fassen. Zeekr arbeitet zudem mit Waymo an einem vollelektrischen, autonom fahrenden Ride-Hailing-Fahrzeug für die USA. Zusammen mit Mobileeye will man bis 2024 autonomes Fahren in Serie bringen. 2023 soll die Marke in Schweden und den Niederlanden mit den Modellen 001 und X ihren Europa-Start feiern. © Zeekr
Der Ora Funky Cat.
Platz 3 – Ora: Wie Wey gehört auch Ora zu Great Wall Motor. Gegründet wurde die Elektro-Tochter erst im Jahr 2018. Trotz ihrer noch recht jungen Geschichte hat die Marke schon für einen Aufreger gesorgt und eine dreiste Kopie des VW Käfer auf den Markt gebracht. In Europa gibt es das Modell jedoch nicht, dafür aber den Funky Cat. © Ora/GWM
Der NIO ES6 steht auf einer Messe.
Platz 2 – NIO: Der Name des 2014 gergründeten Herstellers ist eine Anspielung auf den Smog über den Großstädten Chinas. Nio,in chinesischen Schriftzeichen „Weilai“, bedeutet übersetzt „Der Himmel wird blau“. Eine Besonderheit der Marke ist die Battery-Swap-Technologie. In fünf Minuten wird der Akku gegen einen neuen ausgetauscht. Sein Europa-Debüt gab Nio 2021 in Norwegen. Seit 2022 sind die Elektroautos auch in Deutschland erhältlich. © VCG/Imago
Der BYD Seal.
Platz 1 – BYD: Unter den chinesischen Autobauern ist Built Your Dreams (BYD) fast schon so was wie der Opa. Seit 1995 gibt es das Unternehmen bereits. Autos spielten am Anfang jedoch noch keine Rolle, stattdessen baute man wiederaufladbare Batterien. Erst 2003 stieg man durch den Kauf der angeschlagenen Xian Qinhuan Automobile in das Automobilgeschäft ein. Inzwischen ist BYD einer größten Automobilproduzenten Chinas und der Welt. In Deutschland sind die Chinesen derzeit mit den Modellen Atto3, Han und Tang vertreten. © VCG/Imago

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Wie das Magazin Electrec berichtet, hätten nun einige Fahrschulen in Norwegen die Verwendung von Tesla-Fahrzeugen mit dem neuartigen Blinker verboten. Auch bei VW spielt man übrigens mit dem Gedanken, den Blinkerhebel abzuschaffen – wie ein Patent zeigt.

Rubriklistenbild: © Tesla

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