VonRobin Dittrichschließen
Falschparker erhalten in vielen Fällen ein Bußgeld von der Polizei. Genau diese warnt jetzt vor einem Fake-Knöllchen, das an Autos verteilt wird.
Bremen – Mit einem vermeintlichen Knöllchen von der Polizei Berlin versuchen Betrüger, an das Geld von Autofahrern zu gelangen. Die Polizei warnte auf X (ehemals Twitter) jetzt vor den falschen Bußgeldern und ruft zur Nicht-Zahlung auf.
Polizei warnt vor Fake-Knöllchen – „Keinesfalls Geld überweisen“
Auf dem falschen Knöllchen der Betrüger ist neben dem Aufdruck „Polizei Berlin“ sogar das offizielle Logo abgebildet. Darunter wird dem Autofahrer suggeriert, dass es eine „Mitteilung über Verstöße“ gäbe. Der Autofahrer hätte sich durch „falsches Parken“ ein Bußgeld verdient, das er an ein Konto senden müsse. Aufgrund des Verstoßes wird der Autofahrer dazu aufgefordert, einen QR-Code zu scannen, der ihn zum Zahlungsbildschirm führt.
Falls Sie an Ihrem Auto einen solchen #Fake-Zettel finden, lesen Sie keinesfalls den QR-Code aus oder überweisen Geld an das dahinter geschaltete Portal.
— Polizei Berlin (@polizeiberlin) October 16, 2023
Es handelt sich um #Betrug.
Ermittlungen wurden eingeleitet.
Verteilt wurden sie zahlreich in #Marzahn letzte Nacht. Unsere… pic.twitter.com/6OJT39FfEF
„Falls Sie an ihrem Auto einen solchen Fake-Zettel finden, lesen Sie keinesfalls den QR-Code aus oder überweisen Geld an das dahinter geschaltete Portal“, schrieb die Polizei Berlin eindringlich auf X. Wie die Polizei weiter ausführte, „handelt es sich um Betrug. Ermittlungen wurden eingeleitet.“ Demnach handelte es sich keineswegs um einen Einzelfall: „Verteilt wurden sie zahlreich in Marzahn letzte Nacht. Unsere Kollegen vom A32 sind bereits mehrere Straßenzüge abgefahren, um sie einzusammeln.“ Vor einer Betrugsmasche bei der ING warnte jetzt die Verbraucherzentrale.
„Schlechte Fakes“ – X-Nutzer verstehen zahlungswillige Autofahrer nicht
In den Kommentaren unter dem Post auf X von der Polizei Berlin gaben sich viele Nutzer entsetzt darüber, dass Autofahrer auf die „schlechten Fakes“ hereinfallen könnten: „Gibt es ECHT Leute, die das machen?“ Besonders auffällig an der angeblichen Mittelung der Polizei Berlin war offenbar der untere Teil des Zettels: „Unterschrift eines Polizisten“, stand dort geschrieben. „Es überrascht mich immer wieder, dass selbst die schlechtesten Fakes noch Leute dazu bringt, darauf hereinzufallen“, kommentierte ein Nutzer.
Direkt vor der bizarren „Unterschrift eines Polizisten“ lautete es auf dem Knöllchen: „Es wurde eine Geldbuße in Höhe von: 25€.“ Auch dort konnten die X-Nutzer nicht nachvollziehen, wie Autofahrer bei dieser Grammatik auf das Knöllchen hereinfallen können. Ein User ging dann doch noch auf die Betrüger ein: „Die Verbrecher lassen sich immer etwas Neues einfallen.“ Um sich vor echten Knöllchen zu schützen, sollten Autofahrer einige Verkehrssünden vermeiden.
Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago (Symbolbild)
