Sieben Modelle im Test

ADAC testet mobile Wallboxen: Sind nur teure Kandidaten wirklich gut?

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Auf Reisen oder bei Bekannten können mobile Wallboxen das Laden des E-Autos beschleunigen. Der ADAC hat sieben Modelle getestet – aus ganz unterschiedlichen Preisregionen.

Als Neuwagen sind Elektroautos aktuell vielen Kunden schlichtweg zu teuer. Mit der Streichung der Förderprämie im Dezember 2023 gingen die Verkaufszahlen zurück – zuletzt zeigte sich das auch wieder an den E-Auto-Neuzulassungen im Juni. Wer jedoch gezielt auf der Suche nach einem gebrauchten Stromer ist, kann aufgrund des hohen Wertverlusts von Elektroautos momentan vielleicht sogar ein Schnäppchen machen. Aber egal, ob neues oder gebrauchtes E-Auto: Beim Kauf sollte man unbedingt neben der Reichweite auch immer die Lademöglichkeiten im Auge behalten. Ohne Wallbox daheim kann es im Alltag schnell stressig werden. Noch flexibler ist man mit sogenannten mobilen Wallboxen – der ADAC hat sieben Modelle getestet.

Mobile Wallbox als praktische Alternative zum langsamen „Notladekabel“

Unter einer Wallbox stellen sich die meisten eine fest in der Garage installierte Lademöglichkeit vor – wenig verwunderlich, schließlich legt dies ja auch schon der Wortteil „Wall“ (deutsch: Mauer) nahe. Allerdings gibt es auch sogenannte mobile Wallboxen, die in aller Regel deutlich mehr können als die oft zur Serienausstattung von E-Fahrzeugen gehörenden „Notladekabel“. Letztere können oft nur an haushaltsüblichen 230-Volt-Schuko-Steckdosen andocken und die Batterie maximal mit Ladeleistungen zwischen 1,8 und 3 kW füllen. Bei den Akkugrößen aktueller E-Autos dauert das Laden mit so einem Kabel extrem lange.

Der ADAC hat mobile Wallboxen getestet: Dabei schlugen sich alle Testkandidaten überzeugend.

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Mobile Wallbox: Ladeleistungen von bis zu 22 kW sind möglich

Die nun vom ADAC getesteten mobilen Wallboxen sind da deutlich leistungsfähiger: Sie lassen sich an einen dreiphasigen Drehstromanschluss andocken, wodurch Ladeleistungen von bis zu 11 oder gar 22 kW möglich werden. So lädt das Fahrzeug wesentlich schneller. Die mobilen Wallboxen können gerade auf Auslandsreisen praktisch sein, jedoch braucht es dazu teils einen Adapter, wie der Automobilclub hinweist. Das Elektroauto privat zu laden, ist nicht nur bequem – gegenüber öffentlichen Ladesäulen kommt man in aller Regel deutlich billiger weg. So schnitten die sieben getesteten Geräte ab:

ModellPreis Gesamtnote
Juice Booster air EU traveller set1.449 Euro1,6
DiniTech NRGkick 5m1.426 Euro1,8
Green Cell Habu599 Euro1,8
Mercedes Benz Flexibles Ladesystem Pro882 Euro1,8
NEcharge One699 Euro2,1
Lapp Mobile Ladestation Universal Set 11 kW599,95 Euro2,3
Junsun SYCDQ316 (SY-IC3-AC1.0-16AT)190 Euro3,0

Teuerster Kandidat holt sich den Sieg im ADAC-Vergleich

Den Testsieg holte sich mit einer Gesamtnote von 1,6 die teuerste mobile Wallbox im Test: Der Juice Booster 3 Air kostet knapp 1.450 Euro. Er überzeugte die Tester unter anderem mit kompakten Abmessungen, praktischer Bedienung und einem umfangreichen Angebot an optionalen Wechseladaptern. Allerdings schnitten auch deutlich günstigere Modelle mehr als akzeptabel ab: Sechs von sieben Wallboxen erhielten ein gutes Gesamtergebnis. Die Kandidaten unterscheiden sich dabei vor allem in der Ausstattung.

Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Mini SE
Platz 10 – Mini Cooper E/SE: 13.953 Neuzulassungen im Jahr 2023 reichten Mini für den Einzug in die Stromer-Top-10. Der Cooper E/SE sicherte sich im Jahres-Ranking den zehnten Platz. © Mini
Ein BMW iX1
Platz 9 – BMW iX1: Die vollelektrische Version des BMW X1 wurde im vergangenen Jahr 14.694-mal neu zugelassen. Damit landet der iX1 auf dem neunten Rang im Jahres-Ranking 2023. © BMW
Ein Tesla Model 3
Platz 8 – Tesla Model 3: Der US-Hersteller Tesla sicherte sich mit seinem Model 3 den achten Platz im Ranking. Laut KBA kam der Stromer 2023 in Deutschland auf 15.865 Neuzulassungen. © Imagebroker/Imago
Fahraufnahme eines Cupra Born
Platz 7 – Cupra Born: Einst ein Seat-Ableger, inzwischen eine eigene Marke: Der vollelektrische Cupra Born wurde im vergangenen Jahr laut KBA 17.464-mal neu zugelassen – und landete damit auf Rang 7. © Cupra
Fahraufnahme eines Audi Q4 e-tron
Platz 6 – Audi Q4 e-tron: Laut KBA kam der Audi Q4 e-tron im Jahr 2023 auf 18.061 Neuzulassungen. Damit erreichte der Ingolstädter den sechsten Platz im Ranking. © Audi
Ein VW ID.3
Platz 5 – VW ID.3: Noch vor den zum Konzern gehörenden Marken konnte sich ein „eigenes“ VW-Produkt platzieren: Mit 22.270 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der VW ID.3 den fünften Rang. © VW
Fahraufnahme eines Fiat 500e
Platz 4 – Fiat 500e: Laut KBA wurde der Elektroflitzer Fiat 500e im Jahr 2023 in Deutschland 22.608-mal neu zugelassen – das reicht für den vierten Platz. © Fiat
Ein Skoda Enyaq
Platz 3 – Škoda Enyaq: Auch auf dem dritten Platz findet sich eine Marke aus dem VW-Reich: 23.498-mal wurde das E-SUV Škoda Enyaq im vergangenen Jahr neu zugelassen. © Škoda
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4/ID.5: Für die erfolgsverwöhnten Wolfsburger reichte es nur für den Vize-Titel des Jahres 2023. 36.353 Neuzulassungen der E-Modelle ID.4 (Foto) und ID.5 zählte das KBA im vergangenen Jahr. © VW
Ein Tesla Model Y auf einer Messe
Platz 1 – Tesla Model Y: Eine Titelverteidigung ist nie einfach – doch Tesla hat es geschafft. Wie schon im Jahr 2022 konnte sich das Model Y auch im Jahr 2023 den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen (45.818) in Deutschland sichern.  © Pond5 Images/Imago

Auch die günstigste mobile Wallbox im Test technisch zuverlässig und sicher

Die mit Abstand günstigste Wallbox von Junsun (190 Euro) lande mit einer Note von 3,0 auf dem letzten Platz – allerdings vor allem aufgrund einer mageren Ausstattung. Dennoch zeigte sich das Produkt den Testern zufolge technisch zuverlässig und sicher. Bei der Kennzeichnung zeigte jedoch ein Mangel: Das gemäß Produktsicherheitsgesetz vorgeschriebene Herstellerlabel auf dem Typenschild fehlte – was zu einer Abwertung in der Kategorie „Sicherheit“ führte. Diese Angaben sind unter anderem wichtig, wenn beispielsweise Rückrufe aufgrund von Sicherheitsmängeln eingeleitet werden. Der Verbraucher müsse jederzeit erkennen können, ob sein Produkt betroffen sei.

Rubriklistenbild: © ADAC/Ralph Wagner

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