Serie „Fit Food der Woche“, Teil 8

Gesund in den Frühling! Warum Sie Rhabarber in Ihre Diät aufnehmen sollten

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Rhabarber hat im April und Mai Saison und bietet viele gesundheitliche Vorteile.
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Rhabarber überzeugt mit Vitamin K, wertvollen Ballaststoffen und Antioxidantien. Hier lernen Sie mehr und bekommen Ratschläge, wie Sie dieses Superfood in Ihre Ernährung einbauen können.

Rhabarber zeichnet sich durch seinen säuerlichen Geschmack und seine kräftigen Stiele aus, die traditionell mit Zucker gekocht werden. Die Stiele variieren farblich von tiefem Rot über zartes Rosa bis hin zu blassem Grün. Es existieren zahlreiche Sorten und Arten. Im westlichen Raum ist der Garten- oder Speiserhabarber die am häufigsten kultivierte Variante.

Für alle, die Wert auf sportliche Leistungsfähigkeit und ganzheitliche Gesundheit legen, gehört Rhabarber in den Frühlingsspeiseplan. Denn dieses unterschätzte Gewächs dient nicht nur als Zutat für süße Sünden – es ist ein echtes Kraftpaket. Wir haben 5 Gründe zusammengetragen, die unterstreichen, warum Rhabarber unser „Fit Food der Woche“ ist.

Verwendete Quellen

Dieser Text soll auf Grundlage von wissenschaftlich ermittelten Daten zur Nährstoffzusammensetzung von Lebensmitteln, offiziell empfohlenen Referenzwerten zum jeweiligen Tagesbedarf und durch Studien belegte Wirkungen auf die Gesundheit über die Vor- und Nachteile von Lebensmitteln aufklären. Auf folgende Quellen wird sich dabei berufen:

- Deutsches Ernährungsberatungs- & -informationsnetz (DEBInet)
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE)
- Studien-Datenbanken, insbesondere PubMed

Nährstoff-Tabelle Rhabarber – das steckt drin

Einen Auszug der enthaltenen Nährstoffe in Rhabarber finden Sie in der folgenden Tabelle (Quelle: DEBInet):

Nährwert/NährstoffMenge pro 100 Gramm
Energie20 kcal
Eiweiß0,6 g
Fett0,14 g
Kohlenhydrate1,36 g
Wasser93 g
Ballaststoffe3,2 g
Vitamin C10 mg
Vitamin E0,25 mg
Vitamin K11 µg
Kalium 287 mg
Kalzium 66 mg

5 Gründe, warum Rhabarber gut für Fitness und Gesundheit ist

Gesundheitliche Vorteile von Rhabarber
  • Schützt die Knochen – Rhabarber enthält besonders viel Vitamin K, das erwiesenermaßen eine zentrale Rolle beim Knochenstoffwechsel spielt. Aktivsportler und ältere Menschen profitieren doppelt: Es hilft, Knochensubstanz zu erhalten und die Knochen langfristig zu stärken – ideal zur Prävention von Verletzungen.
  • Gut für die Verdauung – Eine Portion Rhabarber bringt zahlreiche unverdauliche Pflanzenfasern mit sich. Diese kurbeln nicht nur die Verdauung an, sondern wirken auch sättigend und fördern ein gesundes Mikrobiom.
  • Fördert die Herzgesundheit – Die leuchtend roten Stangen enthalten sekundäre Pflanzenstoffe. Eine Studie aus dem Jahr 2012, die die antioxidative Aktivität von 29 Rhabarbersorten verglich, legt nahe, dass Rhabarber mehr Polyphenole als Grünkohl hat. Polyphenole wirken antioxidativ. Sie reduzieren entzündliche Prozesse und schützen das Herz-Kreislaufsystem vor dem Einfluss freier Radikale.
  • Senkt den CholesterinspiegelStudien zeigen, dass der regelmäßige Verzehr von Rhabarber (Stängelfasern) den LDL-Cholesterinspiegel senken kann – ein Pluspunkt nicht nur für die Herzgesundheit, sondern für alle, die ihre Blutfettwerte im Blick behalten müssen.
  • Wirkt potenziell gegen Krebs – Die im Rhabarber enthaltenen Antioxidantien tragen dazu bei, Zellschäden durch oxidativen Stress zu vermeiden – ein potenzieller Schutzmechanismus gegen die Entstehung bestimmter Krebsarten.

Wer auf den Verzehr von Rhabarber verzichten sollte

Achtung: Rhabarber enthält Oxalsäure, die die Aufnahme von Kalzium, Magnesium und Eisen im Körper hemmen kann. Personen mit Nieren- oder Gallenerkrankungen sollten daher oxalsäurehaltige Lebensmittel wie Rhabarber besser meiden.

Aus diesem Grund sollte Rhabarber nicht roh verzehrt werden – durch Schälen, Blanchieren oder Kochen lässt sich der Oxalsäuregehalt reduzieren. Besonders hoch ist die Konzentration der Oxalsäure übrigens in den Blättern, während die Stängel deutlich weniger enthalten. Auch die Erntezeit soll einen Einfluss auf den Oxalsäuregehalt haben: Je mehr es Richtung Sommer geht, desto höher ist dieser.

Rhabarber-Fakten

Botanischer Name: Rheum rhabarbarum
Gattung: Knöterichgewächse
Verwendung: Gemüse, wird aber wie Obst zubereitet
Herkunft: Ursprünglich aus Asien, verbreitet in Europa und Nordamerika
Saison: April bis Juni
Besonderheit: Enthält Oxalsäure – Menschen mit Nierenproblemen sollten vorsichtig sein
Lagerung: Eingewickelt in ein feuchtes Tuch im Kühlschrank haltbar

Rezept-Ideen: So können Sie Rhabarber in Ihren Speiseplan integrieren

Rhabarber ist kalorienarm und voller wertvoller Nährstoffe – ein Traum für alle, die auf Sporternährung oder Definitionsphase achten. Das Gemüse ist aber nicht nur gesund, sondern auch vielseitig in der Küche einsetzbar. Rhabarber im Smoothie oder als Sirup, als Kompott oder Chutney sind nur einige Möglichkeiten. Wie Sie Rhabarber haltbar machen können, erfahren Sie hier.

Rhabarber-Crumble: Ballaststoffreiches Soulfood

Wie wäre es mit folgendem Rezept? Unser Rhabarber-Crumble vereint den fruchtig-sauren Geschmack der Stangen mit sättigenden Haferflocken. Wenig Aufwand, viel Geschmack – das perfekte Power-Dessert nach dem Training!

Zutaten

  • 500 g Rhabarber, geschält und in Stücke geschnitten
  • 100 g Zucker
  • 100 g Haferflocken
  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl
  • Prise Zimt

Zubereitung

  1. Den geschnittenen Rhabarber mit der Hälfte des Zuckers in eine Auflaufform geben.
  2. Aus Haferflocken, Butter, Mehl, restlichem Zucker und Zimt Streusel mischen.
  3. Die Streusel über den Rhabarber geben und bei 180 °C (Umluft) ca. 30 Minuten backen.

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