Weniger ist mehr

Von Aloe vera bis Geldbaum – wie oft Sie Sukkulenten im Winter gießen sollten

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Sukkulenten benötigen nicht viel Wasser. Ganz ohne Gießen kommen die pflegeleichten Zimmerpflanzen aber auch nicht über den Winter. Wie Sie das richtige Maß finden.

Aloe vera, Haworthia oder Geldbaum – mit ihrer riesigen Arten- und Formenvielfalt finden Sukkulenten auch als Zimmerpflanze zahlreiche Liebhaber. Viele der Pflanzen durften den Sommer über im Topf auf Balkon und Terrasse verbringen und sind nun wieder im warmen Haus. Während sie draußen mehr oder weniger sich selbst überlassen wurden, ist der Pflegebedarf drinnen etwas größer. Vor allem im Winter mit der trockenen Heizungsluft sollte man das Gießen nicht vergessen.

Sukkulenten nach dem Motto „Seltener ist mehr“ gießen

Im Winter befinden sich Sukkulenten in einer Ruhephase, daher muss man noch umsichtiger gießen.

Sukkulenten haben ihre Herkunft meist aus den regenarmen Regionen der Welt. Dank ihrer dickfleischigen Blätter können sie Wasser gut speichern und sich bei Bedarf in Trockenphasen wieder damit versorgen. Einer der häufigsten Gründe für das Eingehen der robusten Zimmerpflanzen ist ein zu viel an Wasser. Insbesondere Staunässe führt schnell zum Faulen der Wurzeln.

Im Winter befinden sich Sukkulente in einer Ruhephase und benötigen noch weniger Wasser als sonst. Dies ist aber wiederum auch abhängig davon, wie stark die Heizung im Haus aufgedreht ist. Auch Sukkulenten mit kleinen oder dünneren Blättern benötigen häufiger Wasser als Pflanzen mit großen Blättern.

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Gießregeln für Sukkulenten

Auch wenn Sukkulenten sehr anspruchslos sind – ganz ohne Gießen geht es nicht. Beachten Sie dabei folgende Regeln: 

  • Gießen Sie erst, wenn die obere Erdschicht vollständig ausgetrocknet ist. 
  • In der Wachstumsphase von März bis zum Herbst wässert man etwa alle ein bis zwei Wochen.
  • Während der Ruhephase der Pflanzen ab September reicht es alle drei bis sechs Wochen.
  • Gießen Sie nur im Wurzelbereich, nicht auf die Blätter – diese freuen sich bei wenigen Arten wie dem Weihnachtskaktus allerdings über ein gelegentliches Besprühen mit Wasser, was auch Spinnmilben im Zaum hält.

Zehn Zimmerpflanzen, die Leitungswasser gar nicht vertragen – sie reagieren auf Kalk

Eine rosa blühende Zimmerazalee dem Tisch
Moorbeetpflanzen wie die Azalee können Leitungswasser nicht ausstehen. © blickwinkel/Imago
Blätter des Gemeinenr Tüpfelfarns (Polypodium vulgare) in Nahaufnahme
Kleine Gießsünden straft der Tüpfelfarn fast sofort mit braunen Blättern. © blickwinkel/Imago
Bromelie mit pinker Blüte
Bromelien wachsen in der freien Natur auf Bäumen – und da kommt nur Regenwasser hin. © YAY Images/Imago
Eine Alokasie im Kübel
Lieber Mineralwasser als Leitungswasser: Die Alokasie verändert sonst vielleicht ihre schöne Blattfarbe. © agefotostock/Imago
Eine Hand hält eine Orchideenblüte
Am liebsten mögen die Orchideen ein Tauchbad in kalkarmem Wasser. © agefotostock/Imago
Eine pinke Kamelie
An die Kamelie darf nur Regenwasser oder entmineralisiertes Leitungswasser. © agefotostock/Imago
Sonnentaupflanze in Nahaufnahme
Leitungswasser ist für den Sonnentau tabu: Es schädigt die Wurzeln der fleischfressenden Pflanze. © imagebroker/Imago
Eine pinkfarbene Hortensie in grünem Übertopf
Auch als Zimmerpflanze bevorzugt die Hortensie kalkarmes Wasser. © agefotostock/Imago
Die herzförmige rosafarbene Blüte einer Flamingoblume oder Anthurie
Mit gefiltertem, kalkfreien Wasser kann man der Flamingoblume (Anthurie) eine Freude machen. © Panthermedia/Imago
Eine Gardenie mit weißer Blüte
Die Gardenie blüht nur so elegant, wenn sie richtig gegossen wird. Am besten mit Regenwasser. © Panthermedia/Imago

Sukkulenten bevorzugen kalkarmes Gießwasser, beispielsweise abgekochtes Leitungswasser. Gießen Sie gründlich bis alles durchfeuchtet ist und entfernen Sie überschüssiges Wasser aus dem Untersatz – der Pflanztopf sollte daher unbedingt eine gute Drainage und Abzugslöcher haben. Dass Sie zu viel gegossen haben, erkennt man manchmal daran, dass die unteren Blätter der Pflanze verwelken und schrumpeln, später sogar abfallen. Auch Schmier- und Schildläuse können dann vermehrt auftreten.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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