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Blüte im Winter: Drei Pflege-Fehler, die Ihrem Weihnachtskaktus schaden

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Während der Adventszeit sind Weihnachtskakteen ein erfreulicher Anblick im Haus. Allerdings sollten Sie bei der Pflege ein paar häufige Fehler vermeiden.

Auch im Winter müssen Sie zu Hause nicht auf zarte Blüten verzichten – zu den Klassikern unter den Zimmerpflanzen, die im Winter blühen, gehören unter anderem Alpenveilchen, Amaryllis und der Weihnachtskaktus. Letzterer stammt ursprünglich aus den Tropen und Subtropen und kann daher in Deutschland während der kalten Jahreszeit nicht draußen überleben. Umso mehr dürfen sich Hobbygärtner über etwas Blühendes zwischen November und Januar in den heimischen vier Wänden freuen. Damit der Weihnachtskaktus gedeihen kann, sollten Sie jedoch ein paar gängige Fehler bei der Pflege vermeiden.

1. Fehler: Falschen Standort für den Winterkaktus gewählt

Wenn der Weihnachtskaktus plötzlich seine Knospen abwirft, liegt das in der Regel an irgendeiner Krankheit. Meistens steckt etwas sehr Simples, wie der falsche Standort, dahinter. Am besten wählen Sie einen halbschattigen bis hellen Standort auf der Fensterbank, wo dennoch kein direktes Sonnenlicht auf die Pflanze prallen kann. Es sollten Temperaturen von 19 bis 23 Grad Celsius vorherrschen. Im Sommer darf er auch mal auf den Balkon, jedoch sollten die Temperaturen nicht unter zehn Grad liegen.

Wenn der Weihnachtskaktus nicht mehr gut ausschaut, kann das an verschiedenen Pflegefehlern liegen.

2. Fehler: Kalkhaltiges Wasser zum Gießen verwendet

Generell gilt beim Weihnachtskaktus: Während der Blütezeit im Winter braucht er mehr Wasser als in der Ruhepause im Sommer. Da er aus tropischen Gebieten kommt, mag er es lieber, wenn die Erde feucht und die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Gießen Sie am besten dann, wenn die oberste Schicht des Substrates ausgetrocknet ist, wie das Portal Mein schöner Garten informiert. Staunässe ist genauso zu vermeiden, wie ein ausgetrockneter Wurzelballen.

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Achten Sie außerdem darauf, den Weihnachtskaktus nicht mit kalkhaltigem Wasser zu gießen – greifen Sie lieber auf abgestandenes Regenwasser zurück. Sollten Sie keine Regentonne besitzen, dann eignet sich auch Leitungswasser, sofern darin wenig Kalk enthalten ist. Befinden Sie sich in einer Region mit hohem Kalkanteil im Wasser leben, können Sie das Wasser abkochen und ein paar Tage stehen lassen.

Zehn Zimmerpflanzen, die Leitungswasser gar nicht vertragen – sie reagieren auf Kalk

Eine rosa blühende Zimmerazalee dem Tisch
Moorbeetpflanzen wie die Azalee können Leitungswasser nicht ausstehen. © blickwinkel/Imago
Blätter des Gemeinenr Tüpfelfarns (Polypodium vulgare) in Nahaufnahme
Kleine Gießsünden straft der Tüpfelfarn fast sofort mit braunen Blättern. © blickwinkel/Imago
Bromelie mit pinker Blüte
Bromelien wachsen in der freien Natur auf Bäumen – und da kommt nur Regenwasser hin. © YAY Images/Imago
Eine Alokasie im Kübel
Lieber Mineralwasser als Leitungswasser: Die Alokasie verändert sonst vielleicht ihre schöne Blattfarbe. © agefotostock/Imago
Eine Hand hält eine Orchideenblüte
Am liebsten mögen die Orchideen ein Tauchbad in kalkarmem Wasser. © agefotostock/Imago
Eine pinke Kamelie
An die Kamelie darf nur Regenwasser oder entmineralisiertes Leitungswasser. © agefotostock/Imago
Sonnentaupflanze in Nahaufnahme
Leitungswasser ist für den Sonnentau tabu: Es schädigt die Wurzeln der fleischfressenden Pflanze. © imagebroker/Imago
Eine pinkfarbene Hortensie in grünem Übertopf
Auch als Zimmerpflanze bevorzugt die Hortensie kalkarmes Wasser. © agefotostock/Imago
Die herzförmige rosafarbene Blüte einer Flamingoblume oder Anthurie
Mit gefiltertem, kalkfreien Wasser kann man der Flamingoblume (Anthurie) eine Freude machen. © Panthermedia/Imago
Eine Gardenie mit weißer Blüte
Die Gardenie blüht nur so elegant, wenn sie richtig gegossen wird. Am besten mit Regenwasser. © Panthermedia/Imago

3. Fehler: Zu kalt oder zu warm

Der Weihnachtskaktus mag keine Zugluft, daher sollten Sie dafür sorgen, dass die Pflanze in der Wohnung keinen kalten Wind – zum Beispiel beim Lüften – abbekommt. Ebenso sollten Sie es vermeiden, den Kaktus auf eine Heizung zu stellen. Ab einer Temperatur von 23 Grad Celsius wird es ihm zu warm und es kann sein, dass er seine Knospen verliert, wie das Verbrauchermagazin Ökotest warnt.

Rubriklistenbild: © Pond5Images/Imago

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