Zu abgehoben?

„Götterkomplex“: Scharfe Fankritik an JP Kraemer – Tuner bezieht in Video Stellung

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YouTube-Star JP Kraemer sieht sich aktuell harter Fankritik ausgesetzt. Einige halten ihn offenbar für abgehoben. In einem Video äußert er sich nun zu den Vorwürfen.

Der Dortmunder Tuner Jean Pierre „JP“ Kraemer ist inzwischen schon eine ganze Weile im Geschäft. Gemeinsam mit Sidney Hoffmann gelang ihm ab 2009 mit der TV-Sendung „Die PS-Profis – Mehr Power aus dem Pott“ (DSF/Sport1) der Durchbruch. Später trennten sich die Wege der beiden – zumindest geschäftlich. Gemeinsame Auftritte von Kraemer und Hoffmann, wie auf der Essen Motor Show, sind inzwischen sehr selten. JP Kraemer ist inzwischen alleine sehr erfolgreich. Er leitet ein ganzes Firmenimperium und sein YouTube-Kanal „JP Performance GmbH“ hat mehr als 2,4 Millionen Abonnenten. Doch scheinbar sind zahlreiche Fans aktuell unzufrieden: mit dem Content und mit dem Auftreten des Tuners. Nun bezog JP Kraemer in einem Video Stellung.

Tuner JP Kraemer reagiert auf harte Kritik der Fans: „Ihr habt recht!“

„Ihr habt recht!“, ist der YouTube-Clip (weiter unten zu finden) betitelt, in dem sich der Tuner zu den Vorwürfen äußert. Bevor JP Kraemer einige kritische Zuschauer-Kommentare vorliest, schickt er schon einmal voraus, dass dieses Video „auf jeden Fall nötig“ sei. Einer der genannten Kritikpunkte: Zu wenig Auto-Content auf dem Kanal. „Wissen wir“, erklärt JP Kraemer. Seiner Meinung liege das daran, dass die Firma aktuell „nicht genug Werkstatt-Leistungspower“ habe. Am Tag des Videodrehs sei er etwa in die Werkstatt gekommen – und es sei dunkel gewesen. Ein Mitarbeiter sei im Urlaub, ein weiterer krank. „Schwierig.“

Tuner JP Kraemer wurde zuletzt von Fans scharf kritisiert – in einem Video äußert er sich zu den Vorwürfen.

YouTube-Videos „getaktet und entzaubert“: Fans äußern scharfe Kritik

„Ich glaube, der Zenit an Content ist schon lange erreicht“, schreibt ein weiterer Zuschauer. Die Videos seien nur noch Fließbandarbeit. JP Kraemer, der kürzlich sein neues Insider-Projekt präsentierte, habe den Draht zu den Zuschauern verloren. Es tue extrem weh, so etwas zu lesen, erklärt der Tuner. Dennoch gebe sich seine Mannschaft alle Mühe – das Team sei aber aktuell eben nicht komplett. Ein anderer Fan kritisiert die Videos auf den Kanal als „getaktet und entzaubert“. Vor allem die Frage-Antwort-Clips gefielen ihm nicht mehr. Es kämen nicht mehr wirklich Zuschauer-Fragen vor, sondern zu viele vom Mediateam. Dieser Kritik stimmt JP Kraemer zu – die Frage-Antwort-Videos hätten „die Kurve verlassen“. Das solle sich wieder ändern.

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„Permanente Selbstbeweihräucherung“: Auch das Auftreten des Tuners wird bemängelt

Auch am Auftreten von JP Kraemer, der gerade erst seine Verlobung bekannt gab, stören sich einige Fans. Er rede viel darüber wie fleißig und toll er sei, schreibt jemand. Das sei manchmal auch anstrengend. Ein anderer Kommentator wird noch deutlicher: Er attestiert JP Kraemer einen „Götterkomplex“ und bemängelt „permanente Selbstbeweihräucherung“. Ähnlich sieht es ein Fan, der Kraemer vorwirft in einer „göttlichen Wolke“ zu schweben. „Da muss ich an mir arbeiten“, sagt JP Kraemer. „In mir drin bin ich auf jeden Fall derselbe Typ.“ Er könne nicht erklären, warum er anderen Leuten das so auf die Nase binden müsse. Es schmerze ihn sehr, dass Leute den Content nicht mehr so toll fänden und gar vom „sinkenden Schiff“ redeten.

Die schönsten Autos aller Zeiten: Zehn Exemplare, die uns faszinieren

Ein Porsche 928
Platz 10 – Porsche 928: Wie bitte? Ausgerechnet der 928 hat es in unsere Top 10 geschafft? Ja. Auch, wenn dem Gran Turismo aus Zuffenhausen nie das gelang, wozu er eigentlich entwickelt worden war – nämlich, eines Tages den 911er zu ersetzen. Ab 1977 wurde der 928 mit V8-Frontmotor in Transaxle-Bauweise produziert, 1995 war schon wieder Schluss. Das Design war dennoch ein großer Wurf – auch, wenn man darüber streiten kann, wie der 928 mit aufgeklappten Scheinwerfern aussieht. Uns gefällt vor allem das Heck – allerdings in der Vor-Facelift-Version mit den vertikalen Rückleuchten. © agefotostock/Imago
Ein Ferrari Enzo
Platz 9 – Ferrari Enzo Ferrari: In einer Auflistung der schönsten Autos darf natürlich auch ein Ferrari nicht fehlen. Wir haben uns für den zwischen 2002 und 2004 gebauten Supersportwagen entschieden, der nach dem Firmengründer Enzo Ferrari benannt wurde. 399 Exemplare des V12-Boliden wurden produziert – und waren ab etwa 660.000 Euro zu haben. Doch selbst wer so viel Geld parat hatte, ging möglicherweise leer aus – denn der Enzo wurde nur an ausgewählte Kunden verkauft. © Heritage Images/Imago
Ein BMW 507
Platz 8 – BMW 507: Im Jahr 1955 präsentierte BMW auf der IAA in Frankfurt den zweisitzigen Roadster 507. Der von Graf von Goertz designte Sportwagen wurde nur 252 Mal gebaut. Tatsächlich erinnerte man sich bei BMW Ende der 1990er-Jahre wieder an diesen Design-Ikone – und lehnte die Gestaltung des Z8 daran an. © Heritage Images/Imago
Ein Audi R8
Platz 7 — Audi R8: Was war das für ein Paukenschlag: Mitte der 2000er-Jahre präsentierte die Marke Audi mit dem R8 einen eigenen Supersportwagen. Und was für einen! Der designtechnisch gelungene Sportler zahlte viel auf das Image der Ingolstädter Marke ein, die lange Zeit als bieder galt – ganz im Gegensatz zu heute. Charakteristisch sind vor allem die Sideblades des R8, die sich zumeist von der Wagenfarbe abheben. © Martin Vogt/Imago
Ein Ford Mustang der ersten Generation
Platz 6 – Ford Mustang: Auch ein klassischer US-Sportwagen hat es in unsere Top 10 geschafft – wir haben uns für die erste Generation des „Pony Cars“ entschieden. Der ab 1964 gebaute Ford Mustang war von Anfang an ein großer Erfolg – was auch mit seinem für damalige Verhältnisse moderaten Preis zu tun hatte. Mittlerweile trägt mit dem Mustang Mach E auch ein Elektro-SUV den legendären Namen – eine Entscheidung, die nicht bei allen Mustang-Fans gut ankam. © Zoonar/Imago
Ein BMW 7er (E38)
Platz 5 – BMW 7er (E38): In Ranglisten der schönsten Autos tauchen zumeist Sportwagen auf – doch es gibt auch schicke Limousinen: Im Jahr 1994 kam die dritte Generation der 7er-Baureihe von BMW auf den Markt – knapp 330.000 Exemplare wurden bis Sommer 2001 gebaut. Oft tragen Limousinen der Oberklasse ziemlich dick auf – doch dieser Münchner überzeugte durch sein schlichtes und extrem elegantes Design. © BMW
Ein Lamborghini Countach
Platz 4 – Lamborghini Countach: Flach, flacher, Countach. Mit dem Mittelmotor-Sportwagen trieb Lamborghini das Automobilddesign auf die Spitze. Bis heute ist der Countach mit seinen Scherentüren eine Ikone in Sachen Design. Produziert wurde er über einen ziemlich langen Zeitraum: von 1974 bis 1990. © Heritage Images/Imago
Ein McLaren F1
Platz 3 – McLaren F1: Superschnell – und wie wir finden, auch superschön: Der McLaren F1 gehört zu den spektakulärsten Supersportwagen der 1990-Jahre. Ein V12-Motor von BMW befeuerte den von 1993 bis 1997 gebauten McLaren auf eine Spitzengeschwindigkeit von rund 370 km/h. Schmetterlingstüren und die mittige Sitzposition gehören zu den Markenzeichen dieser Design-Legende. © Heritage Images/Imago
Ein Mercedes 300 SL
Platz 2 – Mercedes 300 SL: Weniger autoaffine Menschen können mit dem Kürzel W 198 nichts anfangen. Erklärt man aber, dass es sich dabei um „den mit den Flügeltüren“ handelt, haben sie meist doch ein Bild dieses klassisch schönen Sportwagen im Kopf, der nur von 1954 bis 1957 gebaut wurde. Ab 1957 bis 1963 wurde nur noch die Roadster-Variante hergestellt. Der W 198 war der darüber hinaus der schnellste Sportwagen seiner Zeit. Die Abkürzung „SL“ steht übrigens für „super-leicht“. © Heritage Images/Imago
Ein Jaguar E-Type
Platz 1 – Jaguar E-Type: Was für eine Silhouette! Den Jaguar E-Type, der im März 1961 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde, gab es auch als Roadster, doch die geschlossene Version ist unserer Meinung nach, noch deutlich schöner. Zu größeren Leinwand-Ehren kam der britische Sportwagen übrigens im Kultfilm „Harold and Maude“ – darin wird der E-Type allerdings in einen Leichenwagen umgebaut. © Heritage Images/Imago

„Schlag in die Fresse“ sei manchmal nötig: JP Kraemer gelobt Besserung

Einen Vorwurf will der Tuner jedoch nicht auf sich sitzen lassen – und zwar, dass auf dem Kanal Kommentare gelöscht würden. Das sei zu 100 Prozent noch nie passiert. „Wir haben unseren Kurs verloren, aber nicht so weit.“ Für ihn sei die Kritik ein „Weckruf“, noch mehr an sich zu arbeiten, erklärt JP Kraemer. Er sei für die Kommentare dankbar. Manchmal brauche es einen „Schlag in die Fresse“, um wirklich auf Kurs zu kommen. Er und sein Team arbeiteten nun mit höchster Energie daran, alles wieder geradezubiegen.

Rubriklistenbild: © YouTube (JP Performance GmbH)

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