Gesundheits-Check

Wie Sie Pflanzen-Schädlinge und Krankheiten im Winterquartier vermeiden

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Die Überwinterung in Flur, Keller oder Wintergarten ist für Pflanzen eine Herausforderung. Wie Ihre grünen Mitbewohner die kalte Jahreszeit unbeschadet überstehen.

Bevor die Pflanzen in das Winterquartier einziehen dürfen, sollte man sie einem gründlichen Check auf Krankheiten und Schädlinge unterziehen. Trotzdem erhöhen Lichtmangel, trockene Luft und Wärme im Laufe der Zeit das Risiko für Pilzerkrankungen wie Grauschimmel (Botrytis) oder Schädlingsbefall. Spinnmilben, Blattläuse und Weiße Fliegen sind typische Schädlinge, die sich gerne im warmen Klima des Winterquartiers vermehren. Diese winzigen Plagegeister saugen an den Pflanzensäften und schwächen die Pflanzen. Mit den folgenden Maßnahmen bleiben Ihre Pflanzen (länger) gesund.

1. Regelmäßige Kontrolle

Damit Oleander, Bougainvillea & Co. die Zeit im Winterquartier gut überstehen, ist regelmäßige Kontrolle und gute Pflege wichtig.

Vorbeugen ist besser als Heilen: Achten Sie auf Verfärbungen, welkende Blätter oder ungewöhnlichen Blattfall – dies können Anzeichen für Krankheiten oder Schädlingsbefall sein. Inspizieren Sie mindestens wöchentlich Blätter und Stängel auf Anzeichen von Schädlingen. Schauen Sie dabei insbesondere auf die Blattunterseiten, gegebenenfalls sogar mit einer Lupe, ob Sie krabbelnde oder klebrige Kleintiere entdecken. Entfernen Sie je nach Grad des Befalls betroffene Pflanzenteile oder die ganze Pflanze oder behandeln Sie sie mit geeigneten Pflanzenschutzmitteln oder Hausmitteln. Auch ein Duschbad mit einem starken Wasserstrahl kann vor Schlimmerem bewahren.

2. Richtig Gießen

Auch wenn die Wachstumsprozesse der Pflanzen in der kalten Jahreszeit auf Sparflamme laufen, benötigen sie im Winterquartier ausreichend Wasser. Die Erde sollte lieber zu trocken als zu feucht sein, aber man darf sie nicht austrocknen lassen. Machen Sie am besten die Fingerprobe – sobald es ein bisschen feucht ist, nicht gießen. Vermeiden Sie unbedingt Staunässe, indem Sie das Gießen den Bedürfnissen der Pflanzen anpassen und überschüssiges Wasser abgießen.

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3. Ausreichend Luftzirkulation

Sorgen Sie bei Plusgraden für ausreichende Belüftung im Winterquartier, indem Sie regelmäßig die Fenster öffnen. Ohne Lüften wird es den Kübelpflanzen schnell zu feucht, was zu Krankheiten wie Mehltau, Rußtau und Grauschimmel führt. Je mehr belaubte Pflanzen es gibt und je enger sie stehen, desto mehr Feuchtigkeit geben sie ab und desto wichtiger ist frische Luft. Zugluft sollten Sie dabei aber vermeiden.

Zimmerpflanzen für Anfänger: Zehn Exemplare, die wirklich pflegeleicht sind

Ein Mann nimmt eine Glücksfeder aus dem Wasserbad
Wenn der Name mal kein Omen ist: Die Glücksfeder benötigt nicht viel Licht und nur selten Wasser. © Westend61/Imago
Ein Glücksbambus von oben fotografiert
Der Glücksbambus ist so pflegeleicht, dass er nicht einmal Erde benötigt – Wasser reicht auch. © agefotostock/Imago
Ein Elefantenfuß steht vor einer Gardine.
Der dicke Stamm des Elefantenfußes speichert Wasser – daher bloß nicht zu viel gießen. Nur ein sonniges Plätzchen wäre schön. © agefotostock/Imago
Eine Frau macht draußen ein Selfie mit sich und einem Bogenhanf im Arm
Der Klassiker unter den Pflegeleichten: Der Bogenhanf sieht schick aus und kann im Sommer sogar draußen stehen. © Westend61/Imago
Eine Yuccapalme vor einem Sofa mit Kissen
Die Yuccapalme oder Palmlilie mag keine nassen Füße, ist sonst aber sehr robust. © agefotostock/Imago
Eine hängende Grünlilie mit Ablegern
Selbst wenn die Grünlilie eingehen sollte, hat man ruckzuck neue Ableger gemacht. © Leemage/Imago
Eine Hand streicht über ein Monsterablatt
Auch große Zimmerpflanzen wie das Fensterblatt (Monstera) können sehr pflegeleicht sein. © Cavan Images/Imago
Ein üppig weiß blühender Osterkaktus
Und er blüht, blüht, blüht. Aber dafür sollte man den Osterkaktus im Winter in Ruhe lassen. © Panthermedia/Imago
Eine Frau pflanzt ein Einblatt ein
Heller oder schattiger Standort: egal. Aber ein regelmäßiges Besprühen des Einblatts mit kalkarmen Wasser wäre schön. © Westend61/Imago
Ein kleiner Geldbaum in Nahaufnahme
Als Sukkulente benötigt der Geldbaum kaum Wasser. Aber dafür etwas mehr Licht. © agefotostock/Imago

4. Sauberkeit

Gelbe, abgefallene und vertrocknete Blätter schnell entfernen, da sie Pilze und Schädlinge magisch anziehen. Auch vorhandenes Unkraut, das in diesem Wohlfühlklima im Kübel keimt, wird gejätet.

Rubriklistenbild: © Udo Kröner/Imago

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