Mit Bakterie kontaminiert

Großer Käse-Rückruf wegen Giftstoff-Gefahr: 24 Produkte betroffen

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In 24 Produkten einer Käserei wurde ein Toxin festgestellt, deshalb werden sie zurückgerufen. Vor allem für Kinder und Senioren besteht durch den Verzehr eine Gefahr.

München – Viele Menschen gehen gerne auf Märkten einkaufen. Oft werden Produkte direkt vom Hof verkauft, wovon sich viele eine gute Produkt-Qualität versprechen. Doch auch hier kann es zu Mängeln kommen, wie aktuell bei einigen Produkten der Mobilen Käserei Achim Uhl. Laut dem Portal produktwarnung.eu sind derzeit 24 Produkte von einem Rückruf betroffen. Kürzlich kam es mehrfach zu Käse-Rückrufen, einmal war sogar das ganze Sortiment betroffen. Nur einen Tag wurde beim Discounter Lidl Käse zurückgerufen, der mit Bakterien kontaminiert war.

Eine Käserei muss derzeit rund 25 Produkte zurückrufen, vor allem in Bayern und Sachsen wurden sie verkauft. (Symbolbild)

Großer Käse-Rückruf: Käserei muss 24 Produkte zurückrufen – Ware wurde in Bayern und Sachsen verkauft

Die Produkte aus dem Rückruf wurden vor allem in Bayern und Sachsen verkauf – insgesamt sind 24 Waren der Käserei mit der Identifikationsnummer DE SN 10682 EG betroffen:

  • Hausmarke Basilikum
    MHD: 12.10.2023
  • Hausmarke Bärlauch
    MHD: 01.10.2023 ; 05.102023 ; 07. 10. 2023 ; 08.10.2023 ; 12.10.2023 ; 19.10.2023 ; 22.10.2023
  • Hausmarke Bärlauch (groß)
    MHD: 12. 10.2023 ; 13.10.2023
  • Hausmarke italienische Kräuter
    MHD: 01.10.2023 ; 05. 10. 2023 ; 06. 10. 2023 ; 07.10.2023 ; 12.10.2023 ; 14.10.2023 ; 19.10.2023 ; 22.10.2023
  • Hausmarke ital. Kräuter (groß)
    MHD: 06.10.2023
  • Hausmarke Dill
    MHD: 01.10.2023 ; 12.10.2023 ; 19.10.2023 ; 22.10.2023
  • Hausmarke mit Dill (groß)
    MHD: 12.10.2023
  • Hausmarke Kreuzkümmel
    MHD: 19.10.2023
  • Hausmarke Schwarzkümmel
    MHD: 05.10.2023 ; 12.10.2023
  • Hausmarke Kürbiskerne
    MHD: 12.10.2023
  • Hausmarke Kümmel
    MHD: 12.10.2023
  • Hausmarke Schnittlauch
    MHD: 12.10.2023
  • Hausmarke Knoblauch
    MHD: 14.10.2023
  • Hausmarke Natur
    MHD: 01.10.2023 ; 05.10.2023 ; 12.10.2023 ; 22.10.2023
  • Hausmarke Bockshornkleesamen
    MHD: 01.10.2023 ; 05. - 08.10.2023 ; 12.10.2023 ; 14.10.2023 ; 19.10.2023 ; 22.10.2023
  • Hausmarke mit Bockshornkleesamen (groß)
    MHD: 06.10.2023 ; 12.10.2023 ; 13.10.2023
  • Hausmarke scharf
    MHD: 01.10.2023 ; 05.10.2023 ; 07.10.2023 ; 08.10.2023 ; 12.10.2023 ; 19.10.2023 ; 22.10.2023
  • Hausmarke Pfeffer
    MHD: 01.10.2023 ; 07.10.2023 ; 12.10.2023 ; 14.10.2023 ; 22.10.2023
  • Hausmarke mit Pfeffer (groß)
    MHD: 13.10.2023
  • Ziegelstein
    MHD: 01.10.2023 ; 05. - 08.10.2023 ; 12. - 14.10.2023 ; 19.10.2023
  • Vesperlaib
    MHD: 01.10.2023 ; 05.10.2023 ; 07.10.2023 ; 12.10.2023
  • Erzbrocken
    MHD: 01.10.2023 ; 05. - 08.10.2023 ; 12. - 14.10.2023
  • Fichtelbergkäse
    MHD: 30.09.2023 ; 01.10.2023 ; 13.10.2023
  • Fichtelbergkäse (klein)
    MHD: 01.10.2023
  • Quelle: produktwarnung.eu

Laut dem Portal können die Produkte jedoch auch von anderen Anbietern – möglicherweise auch unter anderen Käsebezeichnungen – zum Verkauf angeboten worden sein.

Käserei muss 24 Produkte zurückrufen – Toxin in der Salzlake bildet gefährliche Bakterie

Grund für den Käse-Rückruf ist der Nachweis von Verotoxin in der Salzlake und dem Schmierwasser, das für die Herstellung genutzt wurde. Das Toxin kann die Bakterie Escherichia coli bilden, welches zu einer Lebensmittelinfektion führen kann. Die Erkrankung äußert sich in der Regel innerhalb von einer Woche und ist von Symptomen wie Bauchkämpfen und Durchfall begleitet, berichtet das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf dem Portal lebensmittelwarnung.de.

Vor allem für Personen mit geschwächtem Immunsystem wie Kinder, Senioren oder Personen mit Vorerkrankungen besteht das Risiko eines schweren Krankheitsverkaufs. In seltenen Fällen kann es bei Kindern in einem zweiten Krankheitsschub sogar zu akutem Nierenversagen kommen. Wer schwere Symptome wie blutige Ausscheidungen nach dem Verzehr der Käse-Produkte feststellt, sollte dringend ärztliche Hilfe aufsuchen.

Auch ein beliebter Parmesan-Käse befand sich kürzlich im Rückruf, da der Verzehr „zu Verletzung des Mund- und Rachenraums führen“ konnte.

Rubriklistenbild: © Wolfgang Kumm/dpa

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