Katze schnurrt nicht mehr: Welche Ursachen das haben kann
VonLarissa Strohbusch
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Statt herzlichem Brummen … nichts? Wenn Ihre Katze nicht mehr oder überhaupt nie schnurrt, kann das unterschiedliche Gründe haben. Wann sollten Sie zum Tierarzt?
Sie kennen das: Eine glückliche Katze schmiegt sich an Sie, streicht um Ihre Beine und wirft den Brummmotor an. Eine schnurrende Katze ist unwiderstehlich. Doch was, wenn Ihre Katze plötzlich aufhört zu schnurren oder gar noch nie geschnurrt hat? Das kann besorgniserregende Gründe haben – aber auch völlig harmloser Natur sein.
Ihre Katze schnurrt nicht mehr? Daran könnte es liegen
Ihre Katze hat bisher begeistert geschnurrt und jetzt plötzlich nicht mehr? Das könnte tatsächlich ein Grund für einen Besuch beim Tierarzt sein. Typische Ursachen sind:
Ihre Katze ist krank. Hat Ihr Haustier Schmerzen im Kehlkopf, könnte das Schnurren schmerzhaft sein. Besonders, wenn der Stubentiger plötzlich weniger frisst, mehr Ruhe braucht oder sonstige Krankheitsanzeichen wie Durchfall, entzündete Augen oder Hautirritationen zeigt, ist ein Besuch beim Tierarzt Pflicht. Ältere Katzen könnten aber auch das Schnurren einstellen, weil es ihnen schlicht zu anstrengend wird.
Ihre Katze ist unglücklich. Schnurrt Ihre Katze nicht mehr, kann das auch psychische Ursachen haben. Vielleicht hatte sie einen Unfall, der sie traumatisiert hat? Ihre Katze könnte auch einsam sein oder vielleicht ist der Kater stark gestresst. Das könnte daran liegen, dass sich der Alltag Ihrer Katze stark verändert hat. Möglicherweise sind Sie gerade umgezogen oder haben ein neues Familienmitglied aufgenommen? Auch der Tod eines geliebten Menschens oder Tierfreundes kann die Katze so verstören, dass sie nicht mehr schnurrt oder psychosomatische Krankheitsbilder zeigt. Lautstärke wie konstanter Kinderlärm stresst die Katze ebenfalls. Sorgen Sie in diesem Fall für ausreichend Rückzugsmöglichkeiten.
Wenn die Katze gar nicht schnurrt
Sie haben vor Kurzem oder auch schon vor längerer Zeit eine neue Katze bekommen, die gar nicht schnurrt? In diesem Fall müssen Sie sich nicht unbedingt Sorgen machen. Manche Katzen sind einfach nicht so kommunikativ – oder sie können anatomisch gar nicht schnurren, weil ihr Kehlkopf verformt ist. Katzen, die sehr jung von ihrer Mutter getrennt wurden, haben auch nie gelernt, wie Schnurren funktioniert. Katze und Kater können aber auch anders ihre Liebe zeigen: Sucht das Tier Ihre Nähe, streicht um Ihre Beine, lehnt sich an Sie und lässt sich streicheln, dann ist es zufrieden. Es ist auch ein gutes Zeichen, wenn Ihre Katze Ihre Hand ableckt.
Es kann natürlich auch sein, dass Ihr neuer Mitbewohner einfach Zeit braucht. Hat er eine schlimme Vergangenheit oder ist einfach schüchtern, braucht der Stubentiger eventuell einfach eine Weile, um Vertrauen zu Ihnen zu fassen.
Zehn spannende Fakten über Katzen, die selbst die coolsten Kater zum Schnurren bringen
Welche Bedeutung hat es eigentlich, wenn Katzen schnurren?
Es ist übrigens noch gar nicht erforscht, wie Katzen genau schnurren. Was aber klar ist: Das Schnurren hat verschiedene Ziele – und nicht alle sind positiv. Katzen brummen bekanntermaßen, wenn sie sich freuen. Sie tun es aber auch, wenn sie sich beruhigen wollen oder Schmerzen haben. Denn die Vibration kurbelt die Selbstheilungskräfte an – und das nicht nur beim Tier, sondern auch bei seinem Halter.