Verhaltensänderung

Hyperaktiv oder anhänglich: Fünf Anzeichen dafür, dass Ihre Katze einsam ist

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Katzen sind Einzelgänger. Der Mythos hält sich hartnäckig – eigentlich sind Katzen sehr soziale Wesen. Woran Sie merken, dass Ihr Stubentiger einsam ist.

Sie streifen durch die Straßen, erkunden ihr Revier und sind gern allein? Zumindest letzteres ist ein Mythos, der daher entstand, dass Katzen lieber allein und nicht im Rudel jagen. Insgesamt sind Katzen aber sehr soziale Wesen, die Zuneigung, Aufmerksamkeit und Beschäftigung brauchen. Die kann durch Artgenossen oder durch ihren Menschen kommen. Wenn Katzen einsam sind, zeigt sich das deutlich in ihrem Verhalten.

Einsamkeit der Katze – es zeigt sich mit Verhaltensveränderungen

Ihre Katze schläft mehr? Das kann ein Zeichen für Depressionen sein. (Symbolbild)

Nicht immer ist ein Artgenosse nötig, damit die Katze ausgeglichen ist und Kontakte knüpfen kann, informiert das Portal Herz für Tiere. Vor allem, wenn in den ersten Lebensmonaten Kontakte mit Menschen geknüpft werden, könnten die sozialen Bedürfnisse der Katzen so gestillt werden. Sollten Katzen nicht genügend Aufmerksamkeit erhalten, zeigt sich das in ihrem Verhalten. Davon seien, laut Herz für Tiere, besonders Wohnungskatzen betroffen.

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Woran Sie erkennen, dass Ihre Katze einsam ist

Einsame Katzen verändern ihr Verhalten und zeigen, dass es ihnen nicht gut geht. „Diese Auffälligkeiten sind aus der Erfahrung der Tierärzte keine Folge von gesundheitlichen Problemen, sondern tatsächlich ein Stück weit psychisch bedingt“, informiert das Portal Tierarzt Onlineverzeichnis. Trotzdem sollten Sie zur Sicherheit bei dem Tierarzt Ihres Vertrauens einen Check-up machen, wenn Ihnen etwas an Ihrer Katze auffällt.

1. Hyperaktivität

Ihre Katze wirkt gehetzt, rastlos und scheint keine Ruhe zu finden? Das kann ein Zeichen dafür sein, dass sie einsam und gelangweilt ist. Herz für Tiere schreibt, dass dies bei ehemaligen Freigängerkatzen, die nun als Hauskatzen gehalten würden, vorkommen könne. Die Katze flitzt dann durch die Wohnung und dabei könnten schon einmal Gegenstände kaputtgehen.

Haben Sie eine Katze im Freigang? Dann kann es sein, dass sich manche Katzen eine zweite Familie suchen.

2. Übermäßiges Putzen

Sind Katzen gestresst, kann es passieren, dass sie sich übermäßig putzen. Eine Folge davon ist, dass sie große Haarballen aushusten. Die Tierarztpraxis Seckbach schreibt auf der eigenen Webseite, dass das ein Zeichen von Einsamkeit bei Katzen ist. Achten Sie darauf, wie sehr Ihre Katze sich putzt, im schlechtesten Fall könnten auch kahle Stellen im Fell entstehen, berichtet deine-tierwelt.de. Aber auch das Gegenteil, also eine Vernachlässigung der Katzenwäsche kann ein Zeichen für Einsamkeit sein.

3. Appetitveränderung – in beide Richtungen

Essen kann ein Seelentröster sein, das ist bei Mensch und Tier gleich. Bemerken Sie, dass ihre Katze viel mehr frisst, als normal, kann sie damit versuchen ihre Langeweile und Einsamkeit zu kompensieren. Auch wenn Ihre Katze weniger frisst, kann dies ein Alarmsignal sein. Das könne auf psychische Probleme, beispielsweise eine Depression zurückzuführen sein, wie deine-tierwelt.de informiert.

4. Anhänglichkeit

Fühlen sich Katzen vernachlässigt, suchen sie verstärkt die Aufmerksamkeit ihres Menschen. Beispielsweise lässt Ihre Katze Sie nicht mehr aus den Augen oder streicht immer zwischen Ihren Beinen. Auch lautes Miauen kann vorkommen, ebenso wie aggressives Verhalten, wenn Sie das Haus verlassen oder heimkommen.

5. Mehr Schlaf

Schläft Ihre Katze mehr als normal, kann das auch ein Anzeichen auf Langeweile sein, aber auch Depressionen und Einsamkeit können mehr Schlaf auslösen. Davon ist dann auch der Spieltrieb betroffen, wenn Ihre Katze beispielsweise lieber schläft, als mit Ihnen zu spielen.

Ihre Katze schläft gerne auf Ihrem Bauch? Wärme ist unter anderem ein Grund dafür.

Katzensprache verstehen: Zehn Signale, die zeigen, dass Ihre Katze Sie liebt

1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein.
1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Im Allgemeinen gelten Katzen als sehr intelligent.
2. Zeichen: Schnurrt eine Katze beim Schmusen, ist das ein eindeutiger „Liebesbeweis“. (Symbolfoto) © Westend61/Imago
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied.
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied. (Symbolbild) © Ardea/Imago
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert.
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert. (Symbolbild) © Westend61/Imago
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher.
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild)
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild)
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste.
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste. (Symbolbild) © Westend61/Imago
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad.
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad. (Symbolbild) © Westend61/Imago
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht.
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Einsamkeit der Katze: Was Sie tun können

Bemerken Sie Veränderung an Ihrer Katze, kann Ihnen der Tierarzt des Vertrauens weiterhelfen. Dort können Sie gesundheitliche Hintergründe für das Verhalten ausschließen lassen. Ebenso werden Sie beraten, wie Sie die Lebensbedingungen der Katze anpassen können, damit diese ein zufriedeneres Leben hat.

Nachdenken können Sie beispielsweise über die Erschaffung einer neuen Welt, wenn Sie gesicherten Freigang auf dem Balkon ermöglichen oder ein Fensterbrett so herrichten, dass Ihre Katze die Außenwelt beobachten kann. Dann bekommt sie andere Sinneseindrücke. Kurze, aber regelmäßige Spielsessions können ebenso helfen, dass Ihre Katze mehr gefordert wird. Falls Sie nur eine Katze halten, kann aber auch ein Artgenosse für Ihren Stubentiger sinnvoll sein.

Rubriklistenbild: © starsailor/Imago

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