VonAnnika Ketzlerschließen
Hafermilch wird immer beliebter bei Verbrauchern. Öko-Test nahm 36 Marken unter die Lupe. Eine fiel mit „mangelhaft“ durch – wegen Schimmelpilz.
Hamm - Vegane und vegetarische Ersatzprodukte werden immer beliebter. Viele Verbraucher greifen der Umwelt zuliebe zu Pflanzenmilch – diese hat nämlich eine bessere Umweltbilanz als Kuhmilch. Und auch für laktoseintolerante Verbraucher eignet sich ein Pflanzendrink. Besonders beliebt dabei ist Hafermilch. Hafermilch ist anders als Kuhmilch, nicht nur im Geschmack. Es fallen auch andere Steuersätze an – wegen einer absurden Regel. Nun hat Öko-Test 36 Hafermilch-Marken getestet. Und: Hierbei gibt es Unterschiede. Ein Produkt fällt sogar wegen einer zu hohen Schimmelpilzkonzentration durch.
Hafermilch im Test: Ein Produkt fällt wegen Schimmelpilzgefahr durch
Mittlerweile gibt es viele verschiedene Firmen, die Haferdrinks anbieten. Unter den 36 getesteten Haferdrinks von Öko-Test sind 31 Bio-Produkte. Getestet wurden sowohl Eigenmarken der Discounter und (Bio-)Supermärkte als auch Drogerien. Auch auf Pflanzendrink spezialisierte Anbieter wie Alpro und Oatly wurden von Öko-Test genauer unter die Lupe genommen.
Öko-Test untersuchte die Haferdrinks unter anderem auf folgende Kriterien:
- Geruch, Geschmack und Sensorik
- möglich enthaltene Schadstoffe (Cadmium, Nickel, Schimmelpilzgifte, Perchlorate, Chlorate und Pestizide)
- Versprechen auf der Verpackung (zB „glutenfrei“ und „zuckerfrei“)
Hafermilch im Test: So schneiden die Produkte ab
Das Ergebnis des Tests kann sich sehen lassen. 30 von den 31 Bio-Haferdrinks erhielten die Note „sehr gut“. Zu den Gewinnern gehörten unter anderem der dm Bio Hafer Drink Natur, Naturland wie auch Vemondo Bio Hafer von Lidl.
Doch: Eine Hafermilch fiel im Test durch und erhielt die Note „mangelhaft“. Der „Velike! Bio Haferdrink Natur“ von Black Forest Nature erhielt die schlechte Note, weil er eine hohe Schimmelpilzkonzentration hatte. Laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit würden 250 Milliliter des Drinks am Tag reichen, um den Grenzwert hierfür zu überschreiten.
Was macht Öko-Test?
Öko-Test ist ein deutschsprachiges Verbrauchermagazin. Seit April 1985 erscheint es im Verlag der Medien-Holding der SPD. Auf der Website von Öko-Test können Testergebnisse und Artikel gegen Entgelt oder teilweise kostenlos abgerufen werden. In über 35 Jahren testete Öko-Test über 100.000 Produkte und Dienstleistungen.
Und wie steht es um die Nicht-Bio-Haferdrinks? Von den fünf konventionellen Hafermilch-Marken erhielten vier die Note „befriedigend“. Ein Produkt bekam die Note „ausreichend“.
Im September testete Öko-Test Fischstäbchen. Das Ergebnis könnte besonders Kunden des Discounters Aldi Süd missfallen, ein Produkt des Discounters fielt mit der Note „mangelhaft“ durch.
Rubriklistenbild: © Zacharie Scheurer/dpa
