Richtig trennen

Viele trennen ihren Hausmüll falsch: Liste zeigt die häufigsten Fehler

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Müll ist nicht gleich Müll – bei der Trennung von Papier, Kunststoff und Co. gibt es einiges zu beachten. Häufig werden in Haushalten beim Thema „Restmüll“ Fehler gemacht. Was wirklich in die Tonne gehört – und was nicht.

„In welche Tonne gehört der Abfall jetzt?“ – diese Frage hat sich sicherlich jeder mal gestellt. Immerhin ist die Mülltrennung gar nicht so einfach. So gehört zum Beispiel nicht jedes Papier automatisch in die Papiertonne. So müssen Backpapier und dreckige Pizzakartons in andere Mülltonnen geworfen werden. Beim Restmüll gibt es zahlreiche Mythen. Welche Stoffe nicht oder auf jeden Fall in die schwarze Tonne gehören, hat echo24.de in einer Liste zusammengefasst.

Was gehört in den Restmüll? Liste zeigt 10 häufige Fehler bei der Trennung

Ab 2025 gibt es eine Änderung bei der Restmüll-Trennung. So dürfen nicht mehr alle Stoffe in die Tonne geworfen werden. Wer zum Beispiel seine alten Kleider in den Restmüll wirft, der muss ab sofort mit einem Bußgeld rechnen. Generell ist es sehr wichtig, dass der Müll richtig getrennt wird. Es gibt aber häufige Haushalts-Fehler:

  • Nicht jeder Hausmüll darf in den Restmüll! Schnell wird man verleitet, dass die Resttonne für alle Gegenstände und Stoffe geeignet ist, aber dem ist nicht so. Elektrogeräte, Batterien, Korken oder Essensreste haben beispielsweise nichts in dem Müll verloren.
  • Wohin gehört der Teebeutel? Ist er aus (Filter-)Papier, dann kommt er in den Biomüll. Ist er aus einem kompostierbaren Plastiknetz, gehört er in den Restmüll.
  • Altes Spielzeug: Gelber Sack oder Restmüll? Kunststoff-Gegenstände müssen in den Restmüll – übrigens auch alte Zahnbürsten.
  • Kassenzettel, Fahrkarten und Parktickets: Auch wenn diese Zettel aus Papier bestehen, gehören sie in den Restmüll. Es handelt sich dabei um sogenanntes „Thermopapier“ und dieses kann nicht recycelt werden.
  • Kaputtes Geschirr gehört in den Altglascontainer – falsch! Handelt es sich dabei um Trinkgläser, Behälter aus Bleikristall (z. B. Aschenbecher, Weingläser oder Blumenvasen) oder feuerfestes Glasgeschirr, dann landet das in den Restmüll. Achtung: Porzellan und Keramik dürfen aber nicht in den Restmüll.
  • Geschenkpapier, Backpapier und Magazine: All‘ diese Papiere sind mit Kunststoff beschichtet und gehören deshalb in den Restmüll.
  • Dreckige Servietten und Taschentücher: Auch diese gehören in den Restmüll. Anders sieht es bei Küchenpapier aus. Das kann in den Biomüll, wenn damit Flecken, Fettspritzer und Essensreste weggewischt wurden.
  • Pizzakartons: Da die Kartons eine fett abweisende Beschichtung hat und oftmals mit Lebensmittelresten beschmutzt ist, müssen auch sie in den Restmüll.
  • Katzenstreu gehört in die Biotonne? Nein, auch das landet im Restmüll.
  • Dosen: Bei Getränke- oder Konservendosen handelt es sich um Verkaufsverpackungen aus Metall, die in der Gelben Tonne gesammelt werden.

Was gehört in den Restmüll? Richtige Trennung wird immer wichtiger

Es gibt zahlreiche Stoffe, bei denen man sich nicht sicher ist, wohin diese entsorgt werden müssen. Allerdings ist Plastikmüllverschmutzung ein großes globales Problem: Weltweit werden laut den Vereinten Nationen (UN) jährlich rund 400 Millionen Tonnen Plastikmüll produziert – Tendenz steigend. In Deutschland fallen nach Informationen des Bundesumweltamts knapp 6 Millionen Tonnen an Kunststoffabfällen an. Gesundheit, Umwelt und Klima bekommen die schädlichen Auswirkungen von Plastikmüll zu spüren.

Im Restmüll dürfen nicht der gesamte Hausmüll landen (Symbolfoto)

Eine Liste mit allen Restmüll-Gegenständen, hat die Redaktion bereits aufgelistet. Es gilt zu beachten, dass die genauen Regelungen je nach Region variieren können. echo24.de hat außerdem Tipps für eine bestimmte Müll-Situation: Was tun, wenn die schwarze Tonne voll ist?

Rubriklistenbild: © Collage: echo24.de, Fotos: picture alliance / CHROMORANGE, picture alliance / Weingartner-Foto

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