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Haustier zu Hause einschläfern lassen: Hier fühlt es sich am wohlsten

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Wenn das Ende naht, finden sich viele Haustiere beim Tierarzt in der Praxis zum Einschläfern ein. Doch es gibt gute Gründe, dafür das zu Hause zu wählen.

Zu Hause ist es am schönsten: So empfinden allerdings nicht nur Menschen, sondern auch (Haus-)Tiere, wenn sie sich bei ihrem Besitzer wohlfühlen. Ist es kuschlig-warm dort, gibt es Rückzugsorte, wo sie ungestört sein können oder sogar kleine Verstecke, sind auch Fellnasen begeistert, wenn sie von Streifzügen oder dem Gassi gehen nach Hause kommen. Doch irgendwann ist jede schöne gemeinsame Zeit zu Ende.

Haustier zu Hause einschläfern lassen: Hier fühlt es sich am wohlsten

Ein Haustier zu Hause einschläfern zu lassen, birgt viele Vorteile, kostet aber auch mehr. (Symbolbild)

Wenn das Tier schwerkrank oder schon sehr alt ist, machen sich viele Besitzer Gedanken, wie sie es ihrem Liebling am Ende seines Lebens so angenehm wie möglich machen können. In vielen Fällen wird das Einschläfern Thema, besonders dann, wenn der Vierbeiner sehr leiden muss. Um ihm die unerträglichen Schmerzen zu ersparen, entschließen sich Besitzer dazu, ihn friedlich einschlafen zu lassen. Diese letzte Aufgabe übernimmt in der Regel ein Tierarzt in seiner Praxis.

Doch viele finden diesen Gedanken sehr unpersönlich und wünschen sich, dass letzterer zu ihnen nach Hause kommt. Das kostet zwar deutlich mehr als in der Praxis (zwischen 100 und 200 Euro), da für den Tierarzt Fahrtkosten anfallen, hat aber viele Vorteile. Schließlich ist das Zuhause der Ort, mit dem Besitzer und Haustier schöne Erinnerungen verbinden. Hier kann es sich besser entspannen und fühlt sich nicht so gestresst wie in einem sterilen, fremden Raum.

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Haustier zu Hause einschläfern lassen: Das kostet um einiges mehr

Doch noch viel wichtiger ist es, wie ein Tierarzt berichtet, dass auch das Herrchen oder das Frauchen im Moment des Einschläferns dabei sind. Geht man weg, weil man den Anblick der sterbenden Fellnase nicht ertragen kann, stresst es das Tier unnötigerweise. Schließlich braucht es oftmals die Nähe einer geliebten Bezugsperson in dieser schweren Stunde. Aber nicht jeder Hund, Katze und Co. ist so zutraulich und brav, manche werden dann auch aggressiv. Besonders dann, wenn der Tierarzt in „ihr Revier“ eindringt. Das kann wiederum zu Stress bei den Vierbeinern führen, manche reagieren auch mit Drohgebärden.

Queen Elizabeth II. liebte Corgis: Unsere Fotogalerie zeigt die schönsten Bilder ihrer Hunde

Schon von Kindesbeinen an entdeckte Queen Elizabeth II. ihre Liebe zu Hunden. Dabei schlägt ihr Herz vor allem für die Pembroke Welsh-Corgis.
Schon von Kindesbeinen an entdeckte Queen Elizabeth II. ihre Liebe zu Hunden. Dabei schlägt ihr Herz vor allem für die Pembroke Welsh-Corgis. © Imago/Courtesy Everett
Königin Elizabeth II. liebte Hunde und die Hunde liebten sie. Selbst beim Klavierspielen mit ihrer Schwester Prinzessin Margaret wichen sie der Monarchin nicht von der Seite.
Königin Elizabeth II. liebte Hunde und die Hunde liebten sie. Selbst beim Klavierspielen mit ihrer Schwester Prinzessin Margaret wichen sie der Monarchin nicht von der Seite. © United Archives International/Imago
Pferde und Hunde waren die Leidenschaft von Queen Elizabeth II. Auf diesem Foto hat sie beide vereint. Mit ihrer Schwester Prinzessin Margaret sitzt sie um 1940 neben einem ihrer Corgis in einer Kutsche.
Pferde und Hunde waren die Leidenschaft von Queen Elizabeth II. Auf diesem Foto hat sie beide vereint. Mit ihrer Schwester Prinzessin Margaret sitzt sie um 1940 neben einem ihrer Corgis in einer Kutsche. © Allstar/Imago
Zu den Welsh-Corgis empfand Queen Elizabeth II. eine besonders tiefe Verbundenheit. Die Hunderasse begleitet die Windsors seit 1933.
Zu den Welsh-Corgis empfand Queen Elizabeth II. eine besonders tiefe Verbundenheit. Die Hunderasse begleitet die Windsors seit 1933. © dpa
Überall und mittendrin: Was gibt es Schöneres, als einen Spaziergang mit den Hunden auf Schloss Balmoral? Auch die Kinder Charles und Anne von Königin Elizabeth II. und Prinz Philip liebten es, mit Corgi Sugar und Hund Candy zu spielen.
Überall und mittendrin: Was gibt es Schöneres, als einen Spaziergang mit den Hunden auf Schloss Balmoral? Auch die Kinder Charles und Anne von Königin Elizabeth II. und Prinz Philip liebten es, mit Corgi Sugar und Hund Candy zu spielen. © Imago/United Archives International
Im Spätsommer 1960: Königin Elizabeth II. und ihr Ehemann Prinz Philip machen es sich mit ihren Kindern auf einer Decke vor Schloss Balmoral gemütlich. Ihr Hund darf im Kreise der Familie natürlich nicht fehlen.
Im Spätsommer 1960: Königin Elizabeth II. und ihr Ehemann Prinz Philip machen es sich mit ihren Kindern auf einer Decke vor Schloss Balmoral gemütlich. Ihr Hund darf im Kreise der Familie natürlich nicht fehlen. © dpa/Keystone, Str
Wann immer Queen Elizabeth II. einen Corgi sah, ging ihr das Herz auf. Hier war die Monarchin gemeinsam mit dem britischen Schauspieler Paul O‘Grady zu Besuch im Tierrettungszentrum „Battersea Dogs and Cats Home“ in London.
Wann immer Queen Elizabeth II. einen Corgi sah, ging ihr das Herz auf. Hier war die Monarchin gemeinsam mit dem britischen Schauspieler Paul O‘Grady zu Besuch im Tierrettungszentrum „Battersea Dogs and Cats Home“ in London. © dpa/Press Association
So viel Zeit musste sein: Für einen liebevollen Blick oder eine kleine Streicheleinheit für ihre Hunde nahm sich Queen Elizabeth II. trotz ihres vollen Terminkalenders immer Zeit.
So viel Zeit musste sein: Für einen liebevollen Blick oder eine kleine Streicheleinheit für ihre Hunde nahm sich Queen Elizabeth II. trotz ihres vollen Terminkalenders immer Zeit. © dpa
Im November 2017 besuchte Königin Elizabeth II. die Hilfsorganisation „Canine Partners“ im britischen Midhurst. Ein Labrador-Welpe zauberte ihr ein Lächeln ins Gesicht.
Im November 2017 besuchte Königin Elizabeth II. die Hilfsorganisation „Canine Partners“ im britischen Midhurst. Ein Labrador-Welpe zauberte ihr ein Lächeln ins Gesicht. © dpa/The Times, Richard Pohle
Bis ins hohe Alter blieb die Liebe zu den englischen Hütehunden bestehen. Mit Corgi Candy feierte die Queen im Juni 2022 ihr 70. Thronjubiläum.
Bis ins hohe Alter blieb die Liebe zu den englischen Hütehunden bestehen. Mit Corgi Candy feierte die Queen im Juni 2022 ihr 70. Thronjubiläum. © i-Images/Imago

Was zudem schwierig ist, ist herauszufinden, wann der richtige Zeitpunkt ist, um den Tierarzt für das Einschläfern zu rufen. Ist der Hund etwa an Organen wie Gehirn, Herz oder Lunge erkrankt, können diese in kürzester Zeit kollabieren oder ihre Funktion plötzlich einstellen. Kommt es zu diesem Notfall, ist es besser, nicht länger zu warten, sondern das Tier in eine Notfallklinik zu fahren. Grundsätzlich ist es daher wichtig, abzuwägen, ob das Einschläfern zu Hause auch im konkreten Falle die richtige Entscheidung ist oder sich diese im Laufe sogar noch verändern kann.

Rubriklistenbild: © Bea Vera/Imago

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