Versteigerung in Osnabrück

Milliardenschwere Pferdenärrin kauft Hengst für 720.000 Euro – was macht ein Pferd so teuer?

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Noch ist der edle Hengst namenlos – doch mit Sicherheit wird ihm seine neue Besitzerin schon bald einen Namen geben. Erfahren Sie hier, welche Faktoren den Preis eines Pferdes bestimmen.

Obwohl er noch keinen Namen trägt, sorgt der Zuchthengst aus Ostfriesland für Furore. Der Grund? Seine neue Besitzerin blätterte beim Hengstmarkt des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes stolze 720.000 Euro für ihn hin. Das berichtet unter anderem t-online.

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„Für 720.000 Euro wurde der OL-Siegerhengst v. Von und Zu a.d. Delailah v. Dancier - St. Moritz - Rotspon, aus der Zucht von Monika Rösemeier-Harms, Großefehn, und ausgestellt von Ursula Berger, München, an die renommierte Hengststation Lövsta Stutteri aus Schweden zugeschlagen“, schreibt der Oldenburger Pferdezuchtverband in der Bekanntgabe auf seiner Homepage. Der junge Hengst habe sich „unheimlich locker und geschmeidig“ präsentiert, wie Oldenburgs Zuchtleiter Bernhard Thoben laut Instagram sagte.

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400.000 Euro investierte außerdem ein Unternehmer aus Polen bei derselben Versteigerung in das zweitteuerste Pferd. Im Durchschnitt ließen sich die Käufer ihre neuen Pferde rund 150.000 Euro kosten. Insgesamt wurde bei der Versteigerung ein Umsatz von rund zwei Millionen Euro erzielt.

Doch zu den teuersten Pferden der Welt ist das kein Vergleich. Während für das Rennpferd Fusaichi Pegasus laut pferde.de rund 60 Millionen Dollar geflossen sein sollen, wird der geschätzte Wert des teuersten Pferdes aller Zeiten, Galileo, von der Berliner Zeitung mit 210 Millionen Euro angegeben. Das wohl teuerste Dressurpferd der Welt hörte auf den Namen Totilas und starb im Dezember 2020.

Schwedische Milliardärin besitzt renommiertes Gestüt in der Nähe von Stockholm

Edle Zuchtpferde erreichen Spitzenpreise in Millionenhöhe, die oftmals nur von Topverdienern oder Züchtern bezahlt werden können. (Symbolbild)

Die neue Heimat des edlen Hengstes wird die Hengststation Lövsta Stutteri in Schweden sein. Die Besitzerin des Tieres aus prämierter Züchtung und Inhaberin des renommierten Gestüts in der Nähe von Stockholm ist die Milliardärin Antonia Johnson, eine der reichsten Frauen Schwedens. Das Vermögen ihrer Familie wird auf rund 9,6 Milliarden geschätzt.

Die zehn außergewöhnlichsten Pferderassen – und ihre wichtigsten Eigenschaften

Ein Pferd im Miniatur-Format ist das American Miniature Horse. Diese Rasse zeichnet ein feiner, eleganter Körper mit schönen Proportionen aus.
Ein Pferd im Miniatur-Format ist das American Miniature Horse. Diese Rasse zeichnet ein feiner, eleganter Körper mit schönen Proportionen aus. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Von mini zu maxi: Eine imposante Erscheinung sind die Shire Horses aus England. Die größte Pferderasse der Welt wird auch liebevoll als sanfter Riese bezeichnet. Mit ihrem coolen Temperament sind sie der ideale Freizeitpartner.
Von mini zu maxi: Eine imposante Erscheinung sind die Shire Horses aus England. Die größte Pferderasse der Welt wird auch liebevoll als sanfter Riese bezeichnet. Mit ihrem coolen Temperament sind sie der ideale Freizeitpartner. (Symbolbild) © Horst Galuschka/Imago
Die American Bashkir Curly Horses haben nicht nur lockiges Fell und Langhaar, sondern sind auch für die meisten Allergiker geeignet. Ihr Proteinmuster in den Hautzellen unterscheidet sich von anderen Rassen, weshalb sie als hypoallergen gelten.
Die American Bashkir Curly Horses haben nicht nur lockiges Fell und Langhaar, sondern sind auch für die meisten Allergiker geeignet. Ihr Proteinmuster in den Hautzellen unterscheidet sich von anderen Rassen, weshalb sie als hypoallergen gelten. (Symbolbild) © Anni Sommer/Imago
Das Exmoor Pony hat Ähnlichkeit mit dem Urtyp des europäischen Wildpferds. Ihr Körperbau ist klein und kompakt. Sie sind als äußerst robuste Pferderasse bekannt, die in Südengland nahezu wild im gleichnamigen Nationalpark aufwachsen.
Das Exmoor Pony hat Ähnlichkeit mit dem Urtyp des europäischen Wildpferds. Ihr Körperbau ist klein und kompakt. Sie sind als äußerst robuste Pferderasse bekannt, die in Südengland nahezu wild im gleichnamigen Nationalpark aufwachsen. (Symbolbild) © Miroslav Chaloupka/Imago
Der Marwari hat ein markantes Erkennungsmerkmal: seine Sichelohren, die sich fast an der Spitze berühren. Die elegante, indische Pferderasse hat seidiges Fell und Langhaar.
Der Marwari hat ein markantes Erkennungsmerkmal: seine Sichelohren, die sich fast an der Spitze berühren. Die elegante, indische Pferderasse hat seidiges Fell und Langhaar. (Symbolbild) © Vladimir Sklyarov/Imago
Seinen Namen hat der Jütländer von der gleichnamigen Region Dänemarks, aus der er stammt. Er zählt zu den ältesten europäischen Kaltblutrassen, die ein Gewicht von bis zu 800 Kilogramm erreichen.
Seinen Namen hat der Jütländer von der gleichnamigen Region Dänemarks, aus der er stammt. Er zählt zu den ältesten europäischen Kaltblutrassen, die ein Gewicht von bis zu 800 Kilogramm erreichen. (Symbolbild) © Antje Lindert-Rottke/Imago
Robust, intelligent und vielseitig: Die Eriskay Ponys sind an der Westküste Schottlands beheimatet. Sie gelten als die letzten Überlebenden der ursprünglich einheimischen Ponys. Die Rasse wird daher vom Rare Breed Survival Trust (RBST) als vom Aussterben bedroht eingestuft.
Robust, intelligent und vielseitig: Die Eriskay Ponys sind an der Westküste Schottlands beheimatet. Sie gelten als die letzten Überlebenden der ursprünglich einheimischen Ponys. Die Rasse wird daher vom Rare Breed Survival Trust (RBST) als vom Aussterben bedroht eingestuft. (Symbolbild) © Ernie Janes/Imago
Eine Kreuzung aus Warmblut und Kaltblut ist der Budjonny. In Deutschland sind die Pferde eher selten vertreten, in ihrer Heimat in Südrussland sind sie dagegen umso bekannter. Budjonny Pferde sind temperamentvoll und äußerst zäh, da sie ursprünglich für die russische Kavallerie gezüchtet wurden.
Eine Kreuzung aus Warmblut und Kaltblut ist der Budjonny. In Deutschland sind die Pferde eher selten vertreten, in ihrer Heimat in Südrussland sind sie dagegen umso bekannter. Budjonny Pferde sind temperamentvoll und äußerst zäh, da sie ursprünglich für die russische Kavallerie gezüchtet wurden. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Kinsky-Pferde sind mittelgroße, leichte Warmblüter, deren Ursprung in Tschechien liegt. Daher sind sie in Deutschland eher weniger verbreitet. Die Rasse ist vor allem für ihren goldenen Schimmer im Fell bekannt. Dafür ist das sogenannte Cream-Gen verantwortlich.
Kinsky-Pferde sind mittelgroße, leichte Warmblüter, deren Ursprung in Tschechien liegt. Daher sind sie in Deutschland eher weniger verbreitet. Die Rasse ist vor allem für ihren goldenen Schimmer im Fell bekannt. Dafür ist das sogenannte Cream-Gen verantwortlich. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Bei den Mérens handelt es sich um schwarze, stämmige Gebirgspferde aus den Pyrenäen. Sie sind robust, trittsicher und sanftmütig. Vom Aussehen ähneln sie dem englischen Fell Pony und dem Dales-Pony.
Bei den Mérens handelt es sich um schwarze, stämmige Gebirgspferde aus den Pyrenäen. Sie sind robust, trittsicher und sanftmütig. Vom Aussehen ähneln sie dem englischen Fell Pony und dem Dales-Pony. (Symbolbild) © Carol Walker/Imago

Welche Faktoren bestimmen den Preis von Pferden?

Bei solch schwindelerregenden Summen stellt sich die Frage, welche Faktoren den Preis eines Pferdes bestimmen. Die folgende Zusammenfassung gibt einen Überblick:

  • Rasse
  • Abstammung: Nachwuchs von erfolgreichen Zuchtstuten und -hengsten soll Leistungsfähigkeit garantieren.
  • Name und Renommee des Gestüts
  • Bisherige sportliche Erfolge: Dieser ist auch entscheidend für den Preis des Nachwuchses.
  • Alter: Im Alter zwischen fünf und neun Jahren gelten Pferde als am teuersten. Ab einem Alter von etwa 17 Jahren verlieren die Tiere an Wert.
  • Ausbildungsstand

Kenner behalten einen eingängigen Merksatz im Kopf: die drei As. Damit ist „Alter, Abstammung und Ausbildung“ gemeint. Das sogenannte Brandzeichen dient als Herkunftsnachweis. Es gibt Auskunft über die Zucht und die Rassezugehörigkeit von Pferden. Vor allem edle Tiere werden bevorzugt mit dem Merkmal gebrandmarkt. Laut ehorses.de gelten übrigens Vollblutaraber, das englische Vollblut und das American Quarter Horse als die teuersten Pferderassen der Welt.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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