VonJulia Schöneseiffenschließen
Der Herbst ist wohl eine der abwechslungsreichsten Jahreszeiten. Vom goldenen Oktober bis hin zu regnerischen grauen Tagen ist alles dabei. Ein Überblick.
Kassel – Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen allmählich sinken: Der Herbst ist die Jahreszeit zwischen dem Sommer und dem Winter. Das Wort „Herbst“ hat seinen Ursprung im Althochdeutschen und bedeutet „Zeit zum Pflücken“. Typisch für diese Jahreszeit sind nicht nur niedrigere Temperaturen und buntes Laub auf Straßen und Gehwegen, sondern auch starke Regenfälle. Ein Überblick.
| Jahreszeit | Herbst |
|---|---|
| Meteorologischer Herbst | September, Oktober, November |
| Astronomischer Herbst | 22./23. September bis 21./22. Dezember |
Wann ist Herbst?
Der Herbst fällt nach der meteorologischen Rechnung auf die Monate September, Oktober und November. Astronomisch beginnt der Herbst am 22. oder 23. September und endet am 21. oder 22. Dezember. Der astronomische Herbstanfang beruht auf dem Zeitpunkt, an dem die Sonne senkrecht über dem Äquator steht: die sogenannte Tag-und-Nacht-Gleiche.
Meteorologisch betrachtet ist der September der erste Herbstmonat. Er kann noch sommerlich ausfallen, auch wenn es hin und wieder zum ersten Nachtfrost kommt. Bleibt es bis Ende September noch warm, so spricht man vom Altweibersommer. Im Oktober tritt Nachtfrost schließlich häufiger auf und auch die Niederschlagsphasen nehmen zu. Gibt es einen „goldenen Oktober“, dominiert hoher Luftdruck das Wettergeschehen. Die Folge sind milde Temperaturen und Sonnenschein.
Im letzten Herbstmonat, dem November, zeigt sich oftmals schon der Frühwinter. Da Deutschland im Einflussbereich eines Hochdruckgebiets liegt, sind die Tage überwiegend nebelig-trüb und grau. Außerdem ist erster Dauerfrost möglich.
Typisches Herbst-Wetter: Temperaturen, Niederschlag und Sonnenstunden
Der Herbst ist geprägt von Regen und Wind, die Temperaturen sinken allmählich und es wird kühler. Im Jahr 2023 lag die Durchschnittstemperatur bei 11,5 Grad Celsius. Das Mittel der Jahre 1991 bis 2020 liegt bei 9,3 Grad Celsius. 2023 fielen außerdem rund 257 Liter Regen pro Quadratmeter. Zum Vergleich: der Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 liegt bei 190 Liter pro Quadratmeter.
Doch der Herbst muss nicht nur grau und regnerisch sein. 2023 gab es 392 Sonnenstunden – 22 Stunden mehr als in der Vergleichsperiode 1991 bis 2020.
| Durchschnittliche Temperatur | 9,3 Grad Celsius |
|---|---|
| Durchschnittlicher Niederschlag | 190 Liter pro Quadratmeter |
| Durchschnittliche Sonnenstunden | 319 Stunden |
| Zeitraum: 1991 bis 2020 |
Vor allem in der kalten Jahreszeit verschärfen sich die Temperatur- und Luftdruckunterschiede zwischen warmen, subtropischen und kalten, polaren Breiten. Dies führt häufig zu Herbststürmen.
Tiere im Herbst: Vorbereitung auf den Winter
Im Herbst bereitet sich die Tierwelt auf den Winter vor. Eichhörnchen oder Feldhamster zum Beispiel legen sich im Herbst einen Vorrat an, von dem sie im Winter zehren. Andere Tiere futtern sich ein Fettpolster an. Dies ist besonders für jene wichtig, die Winterschlaf halten, wie beispielsweise Igel oder Siebenschläfer. Zugvögel ziehen im Herbst gen Süden, um dem kalten Wetter zu entfliehen.
Welche Jahreszeit mögen Sie am liebsten?
Welche Aktivitäten gibt es im Herbst?
Im Herbst kann man trotz oftmals regnerischem und windigem Wetter einiges unternehmen:
- Einen Drachen steigen lassen
- Kastanien sammeln
- Äpfel pflücken
- Pilze im Wald sammeln
- Kürbisse schnitzen
- Bunte Blätter sammeln
Im Herbst ist zudem Erntezeit. Neben Mais und späten Kartoffeln sind auch Weintrauben und einige späte Apfelsorten reif und zur Ernte bereit. Weitere Gemüsesorten wie beispielsweise Kürbisse haben zu dieser Zeit Saison. In vielen christlichen Ländern feiert man daher im Herbst das Erntedankfest.
Warum werden die Blätter im Herbst bunt?
Im Herbst färben sich die Blätter meist vor dem ersten richtigen Luftfrost bunt. Doch warum? Der Stoff Chlorophyll verleiht ihnen im Frühling und Sommer ihre grüne Farbe und enthält wichtige Nährstoffe. Im Herbst entzieht der Baum jedoch den Blättern das Chlorophyll, um es in den Ästen und im Baum einzulagern. Dort ist es im Winter geschützt. Denn bei niedrigen Temperaturen gefrieren die Zellen in den Blättern; sie fallen daraufhin von den Bäumen. In ihnen bleiben andere Farbstoffe zurück, die dem Laub seine Herbstfarben verleihen. (jsch)
