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Herzinfarkt vorbeugen: Sechs Lebensmittel sollten Sie essen – drei andere besser vermeiden

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Mit der richtigen Ernährung kann man einem Herzinfarkt vorbeugen. Ein Experte empfiehlt die 6:3-Regel, bei der man auf bestimmte Lebensmittel setzt.

Zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland zählen Herzkreislaufkrankheiten. Jedes Jahr erleiden dabei mehr als 300.000 Menschen einen Herzinfarkt, der sich bereits Wochen vorher ankündigen kann. Daher ist es wichtig, dem Herzen etwas Gutes zu tun und das persönliche Risiko zu senken. Helfen kann hierbei die richtige Ernährung. Setzen Sie daher auf bestimmte Lebensmittel, um sich vor dem Leiden zu schützen.

Herzinfarkt vorbeugen: Sechs Lebensmittel, die Sie essen sollten

Einem Herzinfarkt kann mit einer gesunden Ernährung vorgebeugt werden.

Um seine Herzgesundheit auf Vordermann zu bringen, kann eine ausgewogene Ernährungsweise helfen. Gegenüber Focus Online empfiehlt Kardiologe Dr. Stefan Waller die 6:3-Regel: Dabei gibt es sechs Lebensmittel, die man täglich essen sollte. Diesen gegenüber stehen drei Lebensmittel, auf die man besser verzichten sollte, wenn man sich vor einem Herzinfarkt schützen möchte. Folgende sechs Lebensmittel sind dabei wichtig für ein gesundes Herz:

  • Gemüse: Es ist nicht nur das A und O, wenn es um eine gesunde Ernährungweise im Allgemeinen geht: Gemüse tut vor allem auch dem Herzen gut. Neben zahlreichen komplexen Kohlenhydraten enthält es viele sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien. Sie schützen unsere Zellen und regulieren Blutfettwerte sowie den Blutzuckerspiegel.
  • Hülsenfrüchte: Sie enthalten viel gutes, pflanzliches Eiweiß und halten daher lange satt. Zudem stecken in Hülsenfrüchten ebenfalls gute, komplexe Kohlenhydrate. Sie sorgen für eine flache Insulinantwort, indem sie den Blutzuckerspiegel nicht rasant ansteigen lassen.
  • Beeren: Beim Obst sind vor allem Beeren zu empfehlen, da sie zahlreiche Antioxidantien und weniger Fruchtzucker enthalten. Denn zu viel davon kann wiederum zum Problem werden und sich auch negativ auf die Herzgesundheit auswirken.
  • Nüsse: Sie enthalten ungesättigte Fettsäuren, gutes pflanzliches Eiweis, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Antioxidantien und unterstüzten dadurch das Herz.
  • Fisch: Er enthält für den menschlichen Körper wichtige Nährstoffe wie etwa Vitamine, Mineralstoffe, leicht verdauliche Proteine und lebensnotwendige Omega-3-Fettsäuren. Lachs, Hering oder Forelle haben beispielsweise einen hohen gehalt an den Fettsäuren, die gut für Gehirn, Immunsystem und Herz sind. Daher sollten sie regelmäßig auf dem Speiseplan landen.
  • Vollkornprodukte: Getreide sollte man in unverarbeiteter Form zu sich nehmen, um das Herz zu schützen. Vollkornprodukte eignen sich hierfür besonders gut, zum Beispiel als Vollkorn-Haferflocken oder Vollkornbrot. Empfehlenswert sind Gerste und Hafer.

Tipp: Fischölkapseln mit Omega-3-Fettsäuren

Nicht jeder mag fetten Fisch wie Lachs oder Hering. Wer dennoch nicht auf die herzgesunden Omega-3-Fettsäuren verzichten will, kann seinen täglichen Bedarf mit hochkonzentriertem Omega-3-Konzentrat (werblicher Link) decken.

Für Veganer eine tolle Möglichkeit ausreichend Omega-3-Fette zu sich zu nehmen sind vegane Omega-3-Kapseln aus natürlichen Algen (werblicher Link).

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Herzinfarkt vorbeugen: Drei Lebensmittel, auf die Sie besser verzichten sollten

Während diese Lebensmittel ein gesundes Herz fördern, sollten andere laut dem Mediziner besser vermieden werden. Fleisch, insbesondere rotes und verarbeitetes (z.B. Salami, Speck, Schinken), sei „hochproblematisch“ für das Herz. Deshalb Waller von seinem Konsum ab, da pro 50 Gramm (entspricht etwa eine Scheibe Schinken) unverarbeitetem Fleisch das Risiko beispielsweise für eine koronare Herzkrankheit um 18 Prozent steigt. Zudem wandelt die Darmflora Substanzen aus dem Fleisch in gefäß- und herzschädigende Substanzen, wie etwa das systemisches Trimethylamin-N-oxid (TMAO), um. Dieses beeinflusst den Cholesterin- und Gallensäurestoffwechsel und treibt Entzündungen der Gefäßwand voran.

Neben Fleisch rät er außerdem davon ab, ultraverarbeitete Lebensmittel oder Industrienahrung zu konsumieren. Sie enhalten meist viel Zucker, Salz und ungesunde Fette und sind daher schlecht für Herz und Gesundheit. Gleichzeitig sollte man auch auf Softdrinks wegen ihrer ungesunden Wirkung verzichten, wenn man sein Herz schützen möchte.

Gefahr für einen Herzinfarkt: Sieben Angewohnheiten erhöhen Ihr Risiko

Frau am Computer unter Stress mit Kopfschmerzen
Stress ist ein nicht zu vernachlässigender Auslöser für einen Herzinfarkt. Steht ein Mensch unter psychischer Belastung und fühlt sich permanent gestresst, aufgrund von Arbeit, der Familie oder Partnerschaft, steigt der Blutdruck an. Ein hoher Blutdruck stellt einen Hauptrisikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall dar. Reagiert der Körper kurzzeitig mit diesen Symptomen auf Stress, muss dadurch nicht zwangsläufig eine gesundheitliche Gefahr verbunden sein. Hält der Stresspegel jedoch an und wird chronisch, hat dies dauerhaft Auswirkungen auf verschiedene Körperfunktionen, den Blutdruck und das Immunsystem. Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder ein Herzinfarkt sind nicht selten die Folge, laut Deutsche Herzstiftung. (Symbolbild) © AndreyPopov/Imago
Frau mit Schlafproblemen
Schlafmangel erschöpft nicht nur enorm, es wirkt sich auch negativ auf die Konzentration, das Immunsystem und das Herz-Kreislauf-System aus. Wer dauerhaft zu wenig schläft, schüttet vermehrt Stresshormone aus, die den Körper belasten und Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt begünstigen können. Zu spätes Zubettgehen, ausgedehnte, abendliche Zeit am Smartphone, Konfliktgespräche oder aufwühlende Spielfilme vor dem Schlafengehen können zu Einschlafproblemen und unruhigen Nächte führen. Laut Studien erhöht sich dadurch das Risiko für die Entwicklung von kardiovaskulären Erkrankungen um über 45 Prozent. Ein erholsamer Schlaf von im Durchschnitt sieben bis acht Stunden ist für einen gesunden Körper und das Herz unabdingbar. (Symbolbild) © Monkey Business 2/Imago
Frau greift nach Hamburger
Die Ernährung ist tatsächlich ein wesentlicher Risikofaktor für einen Herzinfarkt. Für Menschen, die sehr fett- und kalorienreich essen, erhöht sich die Gefahr für Übergewicht, was wiederum ein Risikofaktor für die Entstehung eines Herzinfarkts ist. Durch eine Anpassung der Ernährung mit Fokus auf mehr sekundäre Pflanzenstoffe in Obst, Gemüse, Kaffee und Tee sowie regelmäßig Vollkorn und Eiweiß auf dem Speiseplan, sinkt die Gefahr für Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt signifikant. (Symbolbild) © NomadSoul/Imago
Rinderbraten mit Gemüse und Kartoffeln
Mahlzeiten wie ein herzhaftes Roastbeef, mit Gemüse und Kartoffeln in Butter geschwenkt, bedeuten ebenfalls ein höheres Risiko für einen Herzinfarkt. Je regelmäßiger Sie gesättigte Fette wie in tierischen Lebensmitteln zu sich nehmen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Ihr LDL-Cholesterinspiegel erhöht. Damit verbunden ist die Gefahr von Gefäßablagerungen durch das überschüssige Blutfett, ein erhöhtes Risiko für eine Arteriosklerose, Thrombosen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. © Monkey Business/Imago
Mann mit Übergewicht auf der Couch mit Chips
Wer sich kaum bewegt, viel Zeit im Sitzen oder Liegen verbringt und wenig an die frische Luft geht, setzt sich einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus. Kommt dann noch eine ungesunde Ernährung mit fettem und süßem Essen sowie Arteriosklerose hinzu, steigt die Gefahr für beispielsweise einen Herzinfarkt noch zusätzlich. Je weniger sich jemand bewegt, desto eher kann es zu Übergewicht und den damit verbundenen Folgeerkrankungen wie Diabetes, hoher Blutdruck und Herzschwäche kommen. Wer regelmäßig Sport treibt, kann das eigene kardiovaskuläre Risikoprofil für koronare Herzkrankheiten um fast 50 Prozent reduzieren. (Symbolbild) © Monkey Business 2/Imago
Rauchen erhöht das Risiko für viele Krankheiten.
Auch Rauchen gilt als Risikofaktor für die Entstehung eines Myokardinfarkts. Laut einer Studie steigt das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, mit jeder weiteren Zigarette um über sechs Prozent. Regelmäßiger Tabakkonsum fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen. (Symbolbild) © dpa/(Symbolbild)
Alkohl
Bereits geringe Mengen an Alkohol können zu Herzrhythmusstörungen führen, wie eine Studie des Herz- und Gefäßzentrums am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) belegt. Schon ein kleines Glas Wein oder ein Bier pro Tag können Vorhofflimmern auflösen. Zudem führt Alkohol im Körper dazu, dass der Blutdruck ansteigt, was bei regelmäßigem Konsum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt erhöht. © Ezequiel Gimà nez/IMAGO

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden.

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