Stuhlgang hinauszögern: Chronische Verstopfung kann die Folge sein
VonJuliane Gutmann
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In der Regel ist das nächste stille Örtchen nicht weit. Dieses sollte auch unbedingt aufgesucht werden, wenn man mal muss. Denn andernfalls leidet unser Verdauungstrakt.
Das „große Geschäft“ nimmt in Gesprächen in der Regel wenig Raum ein. Außer im Urlaub: Hier besprechen eng vertraute Reisende meist relativ frühzeitig Themen rund um ihre Toiletten-Routinen. Diese ist wichtig, denn ohne die regelmäßige Erleichterung auf der Toilette würden wir nicht überleben. Der Stuhlgang ermöglicht die Ausscheidung von Abfallstoffen und unverdaulichen Nahrungsresten aus dem Verdauungstrakt.
Ein regelmäßiger Stuhlgang ist daher entscheidend, um die Balance der Darmflora aufrechtzuerhalten und Verstopfung zu vermeiden. Wie oft man Stuhlgang hat, ist individuell sehr verschieden. Manche müssen einmal täglich, andere nur alle drei Tage. Es gibt dabei einige allgemeine Faktoren, die den Stuhlgang beeinflussen. Dazu zählt Ernährung, Flüssigkeitszufuhr, Bewegung und Stress. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Gemüse, Obst und Vollkornprodukte fördern eine gesunde Verdauung.
Das große Geschäft zu häufig hinauszögern: chronische Verstopfung möglich
Was aber, wenn es drückt und keine Toilette in der Nähe ist? In diesen Fällen führt kein Weg daran vorbei, Willensstärke walten zu lassen. Doch ist es gar gesundheitsschädlich, das große Geschäft hinauszuzögern?
Verdrückt man sich den Stuhlgang, erfolgt schon nach etwa 30 bis 60 Sekunden eine Anpassung des Mastdarms an den vermehrten Inhalt, so eine Information des Ambulanzzentrums Schweinfurt. Die Spannung im Darm lässt nach und der Drang zur Darmentleerung verschwindet, heißt es weiter.
Doch zu oft sollte man dies nicht machen. Gastroenterologen sehen in der Unterdrückung des Stuhlgangs eine nicht zu unterschätzende Ursache für diverse Darmbeschwerden, heißt es vonseiten des Ambulanzzentrums Schweinfurt. Eine Ursache dafür sei, dass der Körper verlernen kann, auf den wichtigen Stuhlgang-Reflex zu reagieren. Chronische Verstopfung ist eine mögliche Folge.
Stress nachhaltig reduzieren – mit bewährten Entspannungstechniken
Auch diejenigen, die nur ab und zu ihrem Toilettendrang nicht nachgeben, können mit Beschwerden rechnen. Bleibt der Stuhl länger als nötig im Darm, werden folgende Probleme getriggert:
Völlegefühl
Schmerzhaften Blähungen
Übelkeit
Schmerzen beim nächsten Stuhlgang wegen der entstandenen, härteren Konsistenz des Stuhls
Es ist wichtig, auf Veränderungen im Stuhlgang zu achten, da sie auf mögliche gesundheitliche Probleme hinweisen könnten. Blut im Stuhl, anhaltende Durchfälle oder plötzliche Veränderungen sollten ärztlich abgeklärt werden.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.
Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Juliane Gutmann sorgfältig überprüft.