Ist es etwas Ernstes?

Kleiner Dackelwelpe erfindet neue Art des Gassigehens – doch die niedliche Aktion bereitet auch Sorgen

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Welpen haben noch nicht ausreichend Energie, um lange Gassi zu gehen. Ein Instagram-Video spaltet die Gemüter: Ist der kleine Dackel einfach nur am Spielen oder steckt eine ernste Krankheit dahinter?

Gesunde Welpen spielen für ihr Leben gern. Da wird zerfleddert, geflitzt und gerauft, was das Zeug hält. So manch neu erfundenes Spiel sorgt bei Hundehaltern regelmäßig für Lacher. Besonders lustige Szenen finden sich massenhaft in sozialen Netzwerken wie Instagram. Auch ein Video, das einen Dackelwelpen beim angeblichen Spaziergang zeigt, sorgt für begeisterte Nutzer.

Es zeigt einen Dachshundwelpen, der immer wieder ein paar Schritte ausgelassen rennt – um sich dann ganz unvermittelt auf den Boden zu werfen.

Hund rennt ein paar Meter – und lässt sich dann abrupt hinfallen

Über 350.000 Mal wurde der Clip bereits mit „Gefällt mir“ markiert. Doch in den Kommentaren zeigen sich die Zuschauer nicht nur entzückt. Manche vermuten ein gesundheitliches Problem hinter den plötzlichen Pausen des jungen Hundes. So schreibt etwa ein Instragram-Nutzer: „My puppy did this and it turned out to be a heart valve issue. Its called regurgitation. Meds for life.“ Zu Deutsch bedeutet das so viel wie: „Bei meinem Welpen war das der Fall, und es stellte sich heraus, dass es ein Herzklappenproblem war. Lebenslang Medikamente“.

Es wird zwar im Rahmen des Instagram-Posts nicht aufgelöst, ob der Welpe sich einfach nur spielerisch hinfallen lässt oder tatsächlich ein Leiden dahintersteckt.

Gesunde Dackelwelpen lieben es, ihre Umwelt zu erkunden. Doch sie brauchen auch ausreichend Ruhephasen.

Doch Fakt ist, dass junge Hunde noch keine langen Strecken zurücklegen können. Wer seinem Welpen zu lange Gassirunden zumutet, der riskiert einen dauerhaften Schaden am Bewegungsapparat des Hundes. Erst wenn ein Hund erwachsen ist (rasseabhängig), sind Gelenke und Bänder stabil genug für längere Touren.

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Welpe setzt sich während der Gassi-Runde immer wieder hin

Dass sich ein Welpe immer wieder während des Spaziergangs hinsetzt oder hinlegt, ist nicht weiter ungewöhnlich. Für die Kleinen ist der Aufenthalt in neuer Umgebung enorm aufregend. Nicht nur wegen der vielen unterschiedlichen Gerüche. Auch Autos, andere Hunde, Fußgänger und laute Geräusche können die Jungtiere überfordern. Wenn sich Ihr Welpe hinsetzt oder hinlegt, kann das für eine solche Überforderung, aber auch für Müdigkeit sprechen.

Ziehen Sie den jungen Hund in dem Fall auf keinen Fall weiter, sondern warten Sie. Nach einigen Minuten Pause tapsen die Kleinen meist weiter. Falls das nicht der Fall ist, können Sie ihn das ein oder andere Mal mit einem Leckerli weiterlocken. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Welpe kann und mag nicht mehr, sollten Sie ihn nach Hause tragen.

In den Kommentaren äußern sich die Instagram-User zum einen entzückt, zum anderen besorgt:

  • „Es ist kaputt. 🤣“
  • „Geh mit ihm zum Arzt. Lass ein Herzecho machen.“
  • „Der Hund ist sehr müde, warum nimmt ihn keiner hoch, es ist ein junger Welpe.“
  • „So renne ich. ❤️“

Halter müssen starke Nerven haben: Sieben Hunderassen, bei denen die Erziehung eine Herausforderung ist

Dalmatiner wird Gassi geführt
Dalmatiner zählen zu den schlauen Hunderassen. Das ist an sich eine gute Sache, doch bei den gepunkteten Vierbeinern mischt sich Intelligenz mit einer gehörigen Portion Starrsinn. Die gutmütigen Vierbeiner verstehen entsprechend Befehle – befolgen sie aber eher ungern. Eine klare Führung und intensives Training sind bei der Erziehung von Dalmatinern enorm wichtig, weil sie sonst Frustration aufbauen und es infolge zu ungewünschten Verhaltensweisen wie Beißen und Knurren kommen kann.  © Roman Märzinger/Imago
Zwei Chow-Chows stehen auf einem Stein im Wasser.
Der Chow-Chow sieht aus wie ein überdimensionaler Teddybär. Doch die chinesische Hunderasse ist kein Tier, das sich von jedem gerne knuddeln lässt. Die Rasse gilt als eigensinnig und eignet sich eher weniger als Familienhund, weil er Kindern gegenüber eher skeptisch und verhalten ist. Auch Fremden gegenüber verhält er sich oft abweisend. Gerne fixiert er sich auf eine Bezugsperson. Typisch für sein Wesen ist auch ein ausgeprägtes territoriales Verhalten, was ihn zum guten Wachhund macht.  © Imago/Panthermedia
Schmetterling sitzt auf der Nase eines Basset Hounds
Der Basset Hound ist eine gutmütige, ruhige und ausgeglichene Hunderasse, die sich ihrer Familie gegenüber anhänglich und sanftmütig zeigt und auch mit Fremden in der Regel kein Problem hat. Allerdings gilt der Basset aufgrund seiner sturen Art als eher schwer erziehbar. Bedingungsloser Gehorsam ist nicht sein Ding. Sie suchen einen neugierigen Begleiter, der viel Freude am Lernen neuer Tricks und Befehle ist? Dann sollte Ihre Wahl nicht auf den charakterstarken Basset Hound fallen. © Imago/Panthermedia
Rauhhaardackel sitzt im Laub
Sie sind ein großer Dackel-Fan? Damit sind Sie nicht allein. Der Dackel, auch Dachshund genannt, hat Kultstatus. „Schon Kaiser Wilhelm mit seiner Leidenschaft für den Dackel war ein wichtiger Impulsgeber. Damit war der Dackel wohl der erste Modehund Deutschlands“, zitiert die Welt Udo Kopernik, Sprecher des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH). Dabei ist der Dackel kein einfacher Hund. Gezüchtet für die Jagd, als sogenannter Erdhund für die Baujagd auf Fuchs und Dachs, ist sein Jagdtrieb in der Regel stark ausgeprägt. Viele Besitzer beschreiben ihren Liebling auch als unabhängig und eigenwillig. Wer einen leicht erziehbaren Hund möchte, sollte daher besser die Finger vom Dackel lassen.  © D. Maehrmann/Imago
Paar geht im Park spazieren, Mann will mit Hund spielen
Ein Beagle sieht niedlich aus, ist aber nicht für Anfänger geeignet. Der Grund: Er wurde in England für die Jagd auf Hasen und anderes Wild gezüchtet. Entsprechend ist sein Jagdtrieb extrem gut ausgeprägt. Ohne Leine ist er daher schon mal schnell einer Fährte verfallen und vergisst dabei alles um sich herum. Der Trieb ist oftmals so stark, dass auch konsequentes Training nicht den gewünschten Effekt hat.  © Imago
Welsh Terrier und ein Boston Terrier spielen im Laub
Auch der Welsh Terrier (hier links im Bild) ist eine Züchtung, die auf die Jagd spezialisiert war. Der arbeitsfreudige Hund wurde und wird teilweise immer noch eingesetzt, um Otter, Dachs und Fuchs aus ihrem Bau zu locken. Der tief verankerte Jagdtrieb, das beschäftigungs- und bewegungsintensive Wesen des Welsh Terriers und auch eine gewisse Rauflust machen die Hunderasse zum perfekten Begleiter eines aktiven und erfahrenen Hundehalters.  © Ardea/Imago
Husky schnuppert neugierig an der Kamera
Der Siberian Husky ist eine Schlittenhundrasse aus den USA. Er zählt zu den Rassen, die häufig aufgrund ihres Aussehens als Ersthund ausgewählt werden – was schwerwiegende Folgen haben kann. So kommt es nicht selten vor, dass überforderte Hundebesitzer ihren Vierbeiner recht bald im Tierheim abgeben, weil sie den Bedürfnissen des Huskys nicht gerecht werden können. Infolge können die Hunde aggressives Verhalten an den Tag legen. Was den geselligen und sportlichen Hund zum anspruchsvollen Zeitgenossen für Fortgeschrittene macht: Huskys benötigen viel Auslauf, wobei ihnen einfaches Gassigehen in der Regel nicht ausreicht. Außerdem sind sie ungern alleine, haben einen ausgeprägten Jagdtrieb und können eigenwillig, laut und stur sein.  © Dmitry Akhmadullin/Imago

Sollte Ihnen bei Ihrem eigenen Hund ein ähnliches Verhalten auffallen, bei dem Sie sich nicht sicher sind, was es zu bedeuten hat, wenden Sie sich im Zweifel an einen Tierarzt Ihres Vertrauens.

Rubriklistenbild: © Wirestock/Imago

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