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Hohe Nebenkosten: Mit diesen Tricks können Mieter bares Geld sparen

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Steigende Preise für Energie und Co. treiben auch die Nebenkosten in die Höhe. Dabei gibt es für Mieter viele Möglichkeiten, aktiv zu sparen.

Hohe Nebenkosten können das monatliche Budget von Mietern erheblich belasten. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung mussten Mieter im Jahr 2023 laut Mieterbund durchschnittlich 220,50 Euro im Monat zahlen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kosten um 10 Prozent gestiegen. Damit die Nebenkosten nicht zur Kostenfalle werden, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie Mieter aktiv sparen können – ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

echo24.de hat praktische Tipps und Tricks zusammengestellt, um sich im Nebenkosten-Dschungel zurechtzufinden und bares Geld zu sparen. Von einfachen Verhaltensänderungen im Alltag bis hin zur cleveren Überprüfung der Nebenkostenabrechnung. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Mieter ihre Nebenkosten effektiv senken können.

Nebenkosten senken: Mit diesen Tipps können Mieter Geld sparen

Steigende Energiepreise und immer komplexere Nebenkostenabrechnungen stellen viele Mieter vor finanzielle Herausforderungen. Deshalb sollten Mieter die Nebenkostenabrechnung immer genau prüfen, denn oft sind dort Posten und Kosten aufgeführt, die nicht in die Abrechnung gehören. Wenn alles stimmt und der Betrag trotzdem zu hoch ist, können Mieter mit einfachen Tricks die Kosten senken.

Tipps zur Senkung der Nebenkosten:

  • Heizkosten senken – der größte Kostenfaktor
  • Warmwasserkosten reduzieren
  • Strom sparen im Haushalt
  • Nebenkostenabrechnung prüfen

Heizkosten senken und Nebenkosten sparen

Obwohl die Winter in Deutschland eher mild sind, stellen die Heizkosten den größten Kostenblock bei den Nebenkosten dar. Doch was können Mieter tun? Laut N-TV lassen sich die Heizkosten mit modernen Thermostaten senken. Mit ihnen können Mieter die Temperatur in wenig genutzten Räumen etwas niedriger einstellen. Außerdem sollten Heizkörper regelmäßig entlüftet werden. Denn gluckernde Heizkörper verbrauchen unnötig Energie.

Auch richtiges Lüften kann helfen, die Heizkosten zu senken. Aber wie? Stoßlüften statt Dauerlüften! Mieter sollten mehrmals täglich für 5 bis 10 Minuten alle Fenster vollständig öffnen, um einen raschen Luftaustausch zu gewährleisten. Diese Lüftungsart verhindert, dass die Wände auskühlen. Auch durch undichte Fenster und Türen entweicht laut dem Online-Portal Studierenplus wertvolle Wärme. Hier lohnt es sich, den Vermieter zu informieren.

Einsparung von Nebenkosten durch Senkung der Warmwasserkosten

Auch durch die Reduzierung der Warmwasserkosten können die Nebenkosten gesenkt werden. Mieter können zum Beispiel mit einem Sparduschkopf den Wasserverbrauch reduzieren. Der Komfort wird dadurch nicht eingeschränkt. Auch Durchflussbegrenzer an Wasserhähnen können den Verbrauch deutlich senken, so das Online-Portal Studierenplus weiter.

Mieter, die eine Spülmaschine in der Wohnung haben, sollten diese auch benutzen. Denn Geschirrspüler verbrauchen weniger Wasser als das Spülen von Hand. Wie bei allen Elektrogeräten gilt auch hier, dass ältere Modelle meist mehr Energie und Wasser verbrauchen als neuere. Auch wenn die Anschaffungskosten für ein neues Gerät etwas hoch erscheinen, zahlt sich die Investition langfristig aus.

Stromsparen im Haushalt: So können die Nebenkosten gesenkt werden

Eine Möglichkeit ist, die Stromtarife zu vergleichen und zum günstigsten Anbieter zu wechseln, wenn nötig jährlich. Eine andere Möglichkeit ist, alle alten Glühbirnen durch energieeffiziente LED-Lampen zu ersetzen. Außerdem sollte der Standby-Modus vermieden und alle elektrischen Geräte vollständig ausgeschaltet werden. Eine Steckerleiste mit Schalter kann dabei helfen.

Ein kleiner Rundgang durch die eigenen vier Wände hilft, keinen Energiefresser zu vergessen. (Symbolbild)

Auch eingesteckte Ladekabel gehören zu den Stromfressern. Wenn der Akku des Smartphones oder Laptops aufgeladen ist, sollte das Kabel aus der Steckdose gezogen werden. Die meisten Menschen laden ihr Handy über Nacht auf. Das ist auf Dauer eine teure Angewohnheit. Besser ist es, elektrische Geräte direkt nach der Heimkehr aufzuladen. So sind sie meist bis zum Schlafengehen aufgeladen und im Flugmodus bleibt der Akku bis zum nächsten Morgen voll.

Nebenkostenabrechnung genau prüfen

Grundsätzlich sollten Mieter in etwa wissen, welche Nebenkosten für die Größe ihrer Wohnung normal sind. Sind diese viel zu hoch, sollte die Nebenkostenabrechnung unbedingt genau geprüft werden. Bei Unklarheiten haben Mieter das Recht, die Originalbelege einzusehen. Das Mietrecht wurde kürzlich geändert, so dass Vermieter hier mehr Spielraum haben.

Bei Fehlern in der Nebenkostenabrechnung haben Mieter das Recht, Einspruch zu erheben. Dabei sind jedoch bestimmte Fristen zu beachten. Ob die Nebenkosten an sich zu hoch sind, können Mieter durch einen Vergleich feststellen. Sind die Verbrauchswerte im Vergleich zu den Vorjahren oder zum Durchschnittsverbrauch in der Region zu hoch, besteht ebenfalls dringender Handlungsbedarf.

Rubriklistenbild: © Zoonar.com/Erwin Wodicka - wodicka@aon.at/Imago

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