Schmuckstücke für Ihren Garten

Von Clematis bis Hortensie: Die schönsten sommerblühenden Kletterpflanzen

  • schließen

Kletterpflanzen wachsen entlang Zäunen, Fassaden und anderen Oberflächen gen Himmel. Sie bieten einen Sichtschutz und eine optimale Begrünung.

Nirgendwo lässt es sich am Feierabend schöner entspannen als im eigenen Garten. Wenn das Ambiente stimmt und Terrasse oder Balkon mit hübscher Blütenpracht geschmückt sind, dann ist das Sommerfeeling perfekt. Um Ihren Außenbereich in eine Augenweide zu verwandeln und gleichzeitig für einen natürlichen Sichtschutz zu sorgen, können Sie Kletterpflanzen nutzen. Diese haben unter anderem den Vorteil, dass sie ausgesprochen schnell wachsen und über einen langen Zeitraum blühen.

Gerade in kleineren Gärten sind die Himmelsstürmer eine perfekte Wahl. Vertikale Flächen werden im Nu von üppigen Blüten überdeckt, so dass selbst kahle Mauern und Fassaden zu einer farbenfrohen Oase werden. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die schönsten sommerblühenden Kletterpflanzen vor.

1.  Clematis

Zu den Lieblingen vieler Hobby-Gärtner gehört die Clematis oder Waldrebe. Kein Wunder: Die Kletterpflanze ist sehr pflegeleicht und wächst auch ohne weiteres Zutun rasend schnell in die Höhe. Angebaut werden sollte sie an einem halbschattigen, windgeschützten Standort. Während die oberen Pflanzenabschnitte gerne Sonne tanken, bevorzugen die Wurzeln Schatten. Daher ist es ratsam, die Erde mit Steinen oder Blumenkästen zu bedecken, die Schatten spenden. Ebenso können am Fuß der Clematis andere Stauden angepflanzt werden.

Die Clematis ist eine besonders beliebte Kletterpflanze.

Die vielseitige Kletterpflanze gibt es in verschiedenen Sorten und Farben, sodass für jeden Bedarf etwas dabei ist. Auf dem Balkon sollten die Pflanzen beispielsweise nicht zu stark wuchern. Dafür dürfen die Blüten ruhig größer sein. In diesem Fall kommen die Sorten der Italienischen Waldrebe (Clematis viticella) oder der Texas-Waldrebe (Clematis texensis) infrage. Die Kübelpflanzen können ganz einfach am Spalier gezogen werden und erfreuen ihre Besitzer mit ihrer langen Blütezeit.

Wer dagegen eine große Fläche verzieren will, kann die Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) oder die Berg-Waldrebe (Clematis montana) anpflanzen. Diese Kletterpflanzen sind starkwüchsig und können bis zu zwölf Meter hoch werden. Damit eignen sie sich also bestens für Mauern und Fassaden. Clematis-Hybriden wiederum werden nur drei bis vier Meter hoch. Damit sind sie eine gute Wahl für Spaliere oder Rosenbögen. Um die Blütezeit zu verlängern, können Sie frühlings- und sommerblühende Clematis-Sorten kombinieren.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie im regelmäßigen Newsletter unseres Partners 24garten.de.

2. Blühende Kletterrosen

Eine weitere klassische Wahl sind Kletterrosen, die mit ihren wunderschönen Blüten für eine romantische Atmosphäre sorgen. Außerdem verströmen sie einen zauberhaften Duft, der Ihren Garten in eine Oase der Sinne verwandelt. Kletterrosen brauchen eine Rankhilfe, um in die Höhe wachsen zu können. Dazu eignen sich beispielsweise Zäune, Rosenbögen oder Rankgerüste. Außerdem können sich die Pflanzen an Pergolen oder Lauben hochranken. Auch die Kletterrosen gibt es in verschiedenen Sorten. Die Farbpalette reicht dabei von zarten Pastelltönen bis hin zu leuchtendem Rot. Unterschieden wird zwischen einmalblühenden Kletterrosen (Ramblerrosen) und öfterblühenden Kletterrosen. Ramblerrosen werden deutlich höher, zeigen ihre Blütenpracht aber nur einmal im Jahr.

3. Trompetenblume

Ganz ohne Kletterhilfe kommt die Amerikanische Trompetenblume (Campsis radicans) aus. Der stark wachsende Kletterstrauch bildet ähnlich wie der Efeu Haftwurzeln und breitet sich daher schnell aus. Höher als zehn Meter wird die Klettertrompete allerdings nicht. Trotzdem ist sie eher für größere Grünflächen geeignet. Für Balkonbesitzer ist die Trompetenblume wegen ihrer hohen Wuchskraft keine gute Wahl. Optisch besticht sie mit auffälligen Blüten in feurigem Orangerot, die viele Schmetterlinge anziehen. Gartenbesitzer können sich von Juli bis September am Anblick der satten Blütenpracht erfreuen.

Gartenbewohner und wie Sie sie anlocken können

Star (Sturnus vulgaris) badet in einer Vogeltränke.
Vögel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schädlinge wie Schnecken, Raupen und Käfer zu kontrollieren. Um Vögel anzulocken, stellen Sie Vogelhäuser, Vogeltränken und Futterstationen auf. Sie können auch Pflanzen wie Sonnenblumen, Lavendel und Beerensträucher pflanzen, die Vögel anziehen. © IMAGO/iFrank Sommariva
Tagpfauenauge Schmetterling sitzt auf einem Schmetterlingsflieder.
Schmetterlinge sind wunderschöne und nützliche Gartenbewohner. Sie helfen bei der Bestäubung von Pflanzen und sind ein wichtiger Teil des Ökosystems. Um Schmetterlinge anzulocken, pflanzen Sie blütenreiche Pflanzen wie Schmetterlingsflieder, Sonnenhut und Sonnenblumen. Vermeiden Sie den Einsatz von Pestiziden, da diese Schmetterlinge abtöten können. © IMAGO
Eine Biene sitzt in einer Blüte eines Löwenzahns in einem Garten.
Bienen sind sehr wichtig für die Bestäubung von Pflanzen und die Produktion von Honig. Um Bienen anzulocken, pflanzen Sie blütenreiche Pflanzen wie Lavendel, Sonnenblumen und Wildblumen. Sie können auch ein Bienenhotel aufstellen, um den Bienen ein Zuhause zu geben. © IMAGO/Silas Stein
Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) auf der Jagd nach Blattläusen.
Marienkäfer sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schädlinge wie Blattläuse zu kontrollieren. Um Marienkäfer anzulocken, pflanzen Sie Pflanzen wie Dill, Fenchel und Koriander. Sie können auch Marienkäferhäuser aufstellen, um den Marienkäfern ein Zuhause zu geben. © IMAGO/Guenter Fischer
Igel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schnecken und andere Schädlinge zu kontrollieren.
Igel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schnecken und andere Schädlinge zu kontrollieren. Um Igel anzulocken, stellen Sie Igelhäuser auf und lassen Sie Bereiche im Garten unberührt, damit sich die Igel darin verstecken und nisten können. © IMAGO/F. Hecker
Die Erdkröte Bufo bufo ist ein häufiger Gast in Gärten.
Kröten sind nützliche Gartenbewohner, die Schnecken und Insekten fressen. Um Kröten anzulocken, können Sie flache Wasserstellen wie Teiche oder Schalen mit Wasser aufstellen, da Kröten Wasser benötigen, um zu überleben. Auch das Anpflanzen von schattenliebenden Pflanzen und das Bereitstellen von Versteckmöglichkeiten wie Totholz oder Steinhäufen kann helfen, Kröten anzulocken. © IMAGO/Steffen Schellhorn
Gemeine Kreuzspinne, Gartenkreuzspinne, Garten-Kreuzspinne (Araneus diadematus), lauert in ihrem Netz.
Spinnen wie die gemeine Kreuzspinne sind wichtige Räuber und helfen, Schädlinge in Schach zu halten. Um Spinnen anzulocken, können Sie ein Insektenhotel aufstellen oder ein paar Büsche und Sträucher in Ihrem Garten unberührt lassen. Auch das Vermeiden von Pestiziden kann dazu beitragen, dass sich Spinnen in Ihrem Garten niederlassen. © IMAGO/F. Hecker
Kleind greift nach einem Regenwurm in der Hand einer erwachsenen Person.
Regenwürmer helfen, den Boden zu belüften und Nährstoffe in den Boden zu bringen. Um Regenwürmer anzulocken, können Sie Kompost oder organische Materialien in Ihrem Garten verwenden, die als Nahrung für Regenwürmer dienen. Auch das Vermeiden von Chemikalien und das Aufrechterhalten einer feuchten Umgebung kann dazu beitragen, dass sich Regenwürmer in Ihrem Garten wohlfühlen. © IMAGO/Ute Grabowsky
Schneckenfressende Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die Schnecken und deren Eier fressen.
Schneckenfressende Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die Schnecken und deren Eier fressen. Um sie anzulocken, können Sie bestimmte Pflanzen wie Ringelblumen, Kamille oder Tagetes pflanzen, die sie anziehen. Auch das Auftragen von Nematoden auf den Boden in Ihrem Garten kann dazu beitragen, dass sich diese nützlichen Gartenbewohner ansiedeln. © IMAGO/F. Foxx
Zauneidechse, Zaun-Eidechse (Lacerta agilis), Weibchen am Boden.
Eidechsen sind nützliche Gartenbewohner, die Insekten, aber auch Spinnen fressen. Um Eidechsen anzulocken, können Sie Felsbrocken oder Steinhaufen in Ihrem Garten aufstellen, die als Versteck- und Sonnenplätze dienen. Auch das Anpflanzen von bestimmten Pflanzen wie Salbei, Thymian und Lavendel kann dazu beitragen, dass sich Eidechsen in Ihrem Garten wohlfühlen. © IMAGO/R. Mueller

4. Kletterhortensie

Die Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris) mag es lieber schattig und gedeiht an kühl-feuchten Standorten. Deshalb eignet sie sich perfekt zur Begrünung von Nordwänden, die nur spärlich Sonnenlicht abbekommen. Im Gegensatz zu Kletterpflanzen wie der Clematis wächst die Kletterhortensie eher langsam. Außerdem benötigt sie ausreichend Wasser. Am geeignetsten ist ein leicht saurer bis saurer Boden. Kalk verträgt die Kletterhortensie dagegen nicht. Zur Wachstumsförderung schneiden Sie die Pflanze am besten bereits im Frühling etwas zu. Dadurch entstehen mehr neue Zweige und Blüten. Obwohl die Kletterhortensie über spezielle Haftwurzeln verfügt, wächst sie mit einer Rankhilfe noch besser. Wenn sie sich an einer Mauer entlangschlängelt, können Sie die Zweige mit Drähten fixieren. Von Mai bis Juli gibt es die kleinen weißen Blüten der Kletterhortensie zu bestaunen, die einen süßlichen Duft verströmen.

5. Geißblatt

Zur schnellen Begrünung von leeren Flächen eignet sich das Geißblatt (Lonicera). In einer einzigen Saison kann die Pflanze einen Meter in die Höhe wachsen. Besonders wuchsfreudig ist das Immergrüne Geißblatt (Lonicera henryi). Da es schlingend wächst, benötigt die Kletterpflanze eine Rankhilfe. Ansonsten breitet sie sich kriechend am Boden aus. Die zarten Blüten sind gelblich bis rötlich gefärbt und locken viele nützliche Insekten in den Garten. Wer kräftigere Farben bevorzugt, kann stattdessen das Feuer-Geißblatt (Lonicera x heckrottii) anpflanzen. Diese Sorte hat purpurrote bis gelbe Blüten, die einen absoluten Blickfang darstellen.

6. Blauregen

Wie der Name schon sagt, besticht der Blauregen (Wisteria) mit seiner blauvioletten Blütenpracht. Die duftenden Einzelblüten sind heiß begehrt bei Bienen und öffnen sich gleichzeitig. Stolze 30 Zentimeter lang können die Blütenrauben werden. Genau so wuchsfreudig zeigt sich der Rest der Pflanze: Bis zu 20 Meter kann der Blauregen in die Höhe wachsen. Deshalb eignet er sich eher für große Gärten, da eine große Fläche benötigt wird. Die auch Glyzinie genannte Kletterpflanze wächst entlang einer Kletterhilfe, die möglichst stabil sein sollte. Zu beachten ist, dass der Blauregen regelmäßig zugeschnitten werden sollte. Mit der richtigen Pflege kann er bis zu 100 Jahre alt werden. Vorsicht: Alle Pflanzenteile sind giftig! Kinder und Haustiere sollten sich also unbedingt von der Pflanze fernhalten. Besonders gefährlich sind die Blüten und Früchte der Wisteria.

Die üppigen Blüten des Blauregen sind ein echter Blickfang.

7. Sternjasmin

Bis zu 400 Zentimeter hoch wächst diese immergrüne Kletterpflanze. Wegen ihrer Kompaktheit kann sie zur Begrünung des Balkons verwendet werden. Auch an Fassaden und Pergolen stellt der Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides) ein optisches Highlight dar. Idealerweise verfügt die Pflanze sowohl über Sonne als auch Schatten. Eine zu starke Sonnenlichteinstrahlung wie auch zu viel Dunkelheit bekommen ihr nicht. Der Sternjasmin ist winterfest, wächst aber sehr langsam und sollte mit einer Kletterhilfe gestützt werden. Da sich die Pflanze lieber im Halbschatten aufhält, sollte sie nicht übermäßig bewässert werden. Der Name des Sternjamins wird von den sternförmigen weißen Blüten abgeleitet, die einen lieblichen Geruch ausströmen.

8. Passionsblume

Von Frühsommer bis Herbst erstrahlen die auffälligen Blüten der Passionsblume (Passiflora) in voller Pracht. Von Weiß bis hin zu Rot, Gelb und Violett ist beim Farbspektrum alles mit dabei. Die Passionsblume bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie benötigt eine solide Kletterstruktur, um sich daran festzuhalten, da sie mit Hilfe von Ranken und Haken wächst. Eine Stützmauer, ein Gitter oder ein Spalier sind ideale Strukturen, um der Passionsblume Halt zu geben. Im Frühling sollte die Kletterpflanze zugeschnitten werden, um ihr Wachstum anzuregen. Am besten wird die Passionsblume möglichst gleichmäßig mit Wasser versorgt. Zur Staunässe sollte es jedoch nicht kommen, da sonst die Wurzeln anfaulen.

9. Prunkwinde

Nicht umsonst wird die Prunkwinde (Ipomea) auch als „Morning Glory“ bezeichnet: Die Knospen öffnen sich, sobald sie in Berührung mit der Morgensonne kommen. Spätestens am Abend sind die Blüten dann verwelkt. Am nächsten Tag beginnt das Spektakel wieder von vorne. Blumenliebhaber werden nicht umhinkommen, die satten Blau-, Lila- und Rosatöne der wunderschönen Blüten zu bewundern.  Die Prunkwinde ist sehr pflegeleicht und überdies ein schneller Kletterer. Sie erreicht eine Höhe von bis zu drei Metern, wenn sie an einem sonnigen bis halbschattigen Standort wächst. Die Kletterpflanze benötigt Rankhilfen wie Drähte oder Schnüre. An dicken Stäben kann sie sich nicht gut festklammern. Bekannt ist die Prunkwinde auch unter den Namen Trichterwinde und Kaiserwinde. Da sie kälteempfindlich ist, gehört sie zu den einjährigen Kletterpflanzen.

Rubriklistenbild: © Manfred Ruckszio/IMAGO

Kommentare