Ach du dicker Hund

Kann sich ein Hund überfressen? Wenn der Vierbeiner zu viel Futter erwischt hat

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Hunde sind bekannt dafür, dass sie alles in sich hineinschlingen, was sie kriegen können. Doch wann ist das Maß erreicht?

Lässt man Hunde einfach „machen“, würden sie vermutlich alles in sich hineinstopfen, was ihnen vor die Füße fällt. Ganz gleich, ob sie gerade gefressen haben und eigentlich schon voll sind. Genau hier liegt oftmals das Problem und der Mensch ist gefragt. Denn ein Zuviel an Futter kann sich negativ auf das Gewicht und auf die Gesundheit auswirken. Dazu zählen auch ein Überangebot an Speisen und Leckerlis, mit denen der Vierbeiner bei jedem bettelnden Blick versorgt wird.

Kann sich ein Hund überfressen?

Überfütterung tritt auf, wenn ein Hund mehr Nahrung zu sich nimmt, als er benötigt, um seinen Energiebedarf zu decken. Dies kann zu einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen führen, darunter Übergewicht, Magen-Darm-Beschwerden und sogar lebensbedrohliche Erkrankungen wie eine Magendrehung.

Vorbeugung von Überfütterung

Auch Süßigkeiten sollten nicht unbedingt auf dem Fütterungsplan von Hunden stehen. (Symbolbild)

Die Vorbeugung ist entscheidend, um die Gesundheit Ihres Hundes zu erhalten. Hier sind einige Tipps, an denen Sie sich orientieren können. Wie viel Futter ihr Hund benötigt, erfahren Sie hier.

  • Fütterungsplan erstellen: Erstellen Sie einen Fütterungsplan, der auf den individuellen Bedürfnissen basiert. Berücksichtigen Sie Faktoren wie Alter, Rasse, Aktivitätsniveau und Gesundheitszustand.
  • Richtige Futtermenge: Messen Sie die Futtermenge ab und folgen Sie grob den Empfehlungen auf der Futterverpackung oder den Ratschlägen Ihres Tierarztes. Vermeiden Sie, dass Ihr Hund selbständig den ganzen Tag Zugang zu Futter hat.
  • Regelmäßige Mahlzeiten: Füttern Sie Ihren Vierbeiner zu ungefähr festgelegten Zeiten, anstatt ihm ständig Futter zur Verfügung zu stellen. Dies hilft Ihnen, ein besseres Kontrollgefühl über die Futteraufnahme zu haben.
  • Gewichtskontrolle: Kontrollieren Sie hin und wieder das Gewicht. Ein dem Alter und der Rasse angepasstes Gewicht ist entscheidend, um Überfütterung zu verhindern.

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Was tun, wenn Ihr Hund zu viel gefressen hat?

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es vorkommen, dass Ihr Liebling zu viel erwischt hat. Hier sind einige Schritte, die Sie unternehmen können:

  • Beobachten Sie Ihr Tier: Achten Sie auf Anzeichen von Unwohlsein wie Bauchschmerzen, Blähungen, Erbrechen oder Durchfall. Wenn Ihr Hund Anzeichen von Magenproblemen zeigt, kontaktieren Sie Ihren Tierarzt.
  • Ruhe bewahren: Wenn er in einem kurzen Zeitraum eine größere Menge Futter gegessen hat, aber keine Anzeichen von Unwohlsein zeigt, sollten Sie vorerst Ruhe bewahren. Beobachten Sie ihn jedoch weiterhin aufmerksam.
  • Mehr Bewegung: Ausreichend Bewegung kann Ihrem Hund helfen, die überschüssigen Kalorien zu verbrennen. Eine zusätzliche Gassirunde kann ihm guttun. Jedoch sollten Sie unbedingt Ruhephasen nach dem Füttern einhalten.
  • Tierarzt konsultieren: Wenn Sie sich Sorgen machen oder Ihr Hund Anzeichen von Magenproblemen zeigt, konsultieren Sie Ihren Tierarzt. Eine Magendrehung ist ein Notfall und erfordert sofortige medizinische Hilfe.

Sieben besonders faule Hunderassen – finden Sie hier Ihren Seelenverwandten?

Berner Sennenhund mag nicht joggen.
Berner Sennenhunde gelten als gelassen und menschenfreundlich, informiert „Fressnapf“. Die Rasse liebt es draußen zu sein, daher tun Sie dem Berner Sennenhund als reinen Wohnungshund keine Gefallen. Vor allem bei hohen Temperaturen sollten körperliche Anstrengungen vermieden werden. Die-Hunde.com informiert, dass Joggen eher nichts für die Rassen ist. Lange Spaziergänge seien allerdings gern gesehen.  © Bigandt/Imago
West Highland White Terrier sind wachsam und unerschrocken.
West Highland White Terrier sind sehr anpassungsfähig – daher können sie auch in einer kleineren Wohnung glücklich sein, schreibt „Edogs“. Regelmäßige Ausflüge in die Natur mag die Rasse aber gern. Laut „Whistle“ bewegen sich West Highland White Terrier rund 51 Minuten am Tag. Die Rasse gilt, wie das Portal „Herz für Tiere“ weiß, als gelehrig, wachsam und unerschrocken.  © Imagebroker/Imago
Ein Pekingese auf der Wiese.
Der Pekingese ist ein kleiner Dickkopf und teilt auch gern mal lautstark seine Meinung mit. Streicheln lässt sich der Hund ganz gern mal, aber irgendwann genügt ihm das auch. Von daher sollten Sie vor allem bei Kindern darauf achten. Auslauf braucht der Hund recht wenig, informiert das Portal Pfotenkenner. Daher eigne sich der Hund besonders gut für bequeme oder ältere Menschen, so das Portal.  © Anka Agency International/Imago
Ein Mops auf der Couch.
Möpse sind ganz gerne mal faul, informiert der Americal Kennel Club. Andererseits fressen die Hunde gerne und setzen dann auch Gewicht an. Die Hunderasse braucht etwa eine Stunde Bewegung am Tag, schreibt Purina auf der eigenen Webseite. Haben Sie einen Mops, sollten Sie allerdings darauf achten, dass dieser nicht zu sehr der Hitze bei Spaziergängen ausgesetzt ist. Sonst kann es sein, dass das Tier schwere Atemprobleme bekommt, so Purina weiter.  © Marga/Imago
Der bullige Neufundländer mag es gern etwas ruhiger.
Auf dem dritten Platz im Ranking der faulsten Hunde ist der Neufundländer gekommen. Dieser ist, wie die Messungen von „Whistle“ ergaben, rund 44,64 Minuten am Tag aktiv. Neufundländer sind echte Familienhunde, sie mögen Kinder, sind geduldig und beschützen ihre Menschen, informiert das Portal Herz für Tiere. Die Rasse mag es gerne etwas gemütlicher. Neufundländer sind aufgrund der Größe keine idealen Wohnungshunde, sie brauchen eher viel Platz. Ideal wäre ein Haus mit Garten. Auch die Spaziergänge dürfen lieber gemütlich sein, laufen oder joggen sollten Sie mit dem Hund eher nicht.  © Enduro/Imago
Englische Bulldogge braucht weniger Auslauf.
Die Englische Bulldogge ist mit 44,31 Minuten Aktivität am Tag auf den zweiten Platz der faulen Hunde gekommen. Zumindest, wenn es nach der amerikanischen Untersuchung der Firma „Whistle“ geht. Die Hunderasse ist liebevoll und loyal, ein guter Kamerad mit Beschützerinstinkt, informiert das Futterhaus. Gemütliche Abende auf der Couch macht die Englische Bulldogge gerne mit. Sie sind ideale Wohnungshunde, so das Portal weiter, da sie genügsam sind und weniger Auslauf benötigen als andere Hunderassen. Regelmäßige, moderate Bewegung sollte aber trotzdem Teil des Tages sein. Auf lange Spaziergänge und intensives Training sollten Sie dabei aufgrund der Körperstruktur des Tieres eher verzichten.  © Enduro/Imago
Ein Chow-Chow in einem Wagen.
Der Chow-Chow wurde in den USA auf Platz 1 bei der Liste der faulsten Hunde gekürt. Gemessen wurde die Aktivität des Hundes mithilfe eines Halsbandes, welches die GPS-Daten aufzeichnet. Das Portal Edogs informiert, dass der Chow-Chow sich mit 43,36 Minuten am Tag dabei am wenigsten bewegte. Ein echter Faulpelz also. Das heißt jedoch nicht, dass der Chow-Chow Spaziergänge mit seinen Besitzern verschmäht. Laut dem Portal Chowchow ist die Rasse sehr wachsam und aufmerksam.  © fotosobo/Imago

Die Gefahr der Magendrehung

Eine der schwerwiegendsten Folgen von zu hastigem Schlingen oder Überfressen und anschließendem Herumtoben ist die Magendrehung. Dies ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Sie tritt auf, wenn sich der Magen des Hundes verdreht und sich mit Gas füllt. Das kann den Blutfluss zum Magen abschneiden und lebenswichtige Organe beeinträchtigen. Die Symptome einer Magendrehung sind heftiges Erbrechen, aufgeblähter Bauch, Schwäche und gesteigerter Speichelfluss. Wenn Sie denken, dass Ihr Hund eine Magendrehung haben könnte, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen.

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

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