Nicht nur eine Frage der Erziehung

Ist Ihr Hund bürotauglich? Drei Anzeichen, die dafür sprechen

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Sie sind berufstätig und dürfen Ihren Vierbeiner mit ins Büro nehmen? Einige Hunderassen gelten als besonders wesensfest. Es gibt jedoch noch andere Faktoren.

Sie dürfen Ihren Hund mit ins Büro nehmen? Dann können Sie sich glücklich schätzen, wenn Sie Ihren Hund gut erzogen haben. Denn das ist die beste Voraussetzung dafür, dass er die Kollegen drumherum und den Arbeitsablauf nicht stört. Sind Sie und Ihr Hund in der Arbeit ein eingespieltes Team, könnte Ihr Vierbeiner sogar zum Büroliebling der Belegschaft avancieren. Seien Sie also mutig und probieren Sie es aus – natürlich nur, sofern alle in der Arbeit damit einverstanden sind.

Sollten Sie sich einen neuen Hund anschaffen und ihn künftig auch mit in die Arbeit nehmen wollen, sollten Sie zudem wissen, welche Hunderassen als besonders wesensfest und unkompliziert im Umgang mit anderen Menschen gelten. Haben Sie bereits einen Hund, kann es Ihnen helfen, wenn Sie die Eigenheiten Ihres Vierbeiners anerkennen und sein Wesen richtig einschätzen. Sie sollten dabei nichts erzwingen wollen, nicht jeder Hund eignet sich schließlich fürs Büro oder fühlt sich wohl dort.

Eignet sich Ihr Hund fürs Büro? Drei Zeichen, die dafür sprechen

1. Ihr Hund ist gern mit Menschen zusammen

Gibt es Hunderassen, die sich für den Büroalltag besonders eignen? „Als idealer Bürohund eignen sich Rassen, die gern mit dem Menschen zusammen sind, also Gesellschaftshunde wie Malteser oder Havaneser“, schildert Heike Panizza-Bornheim von der „Martin Rütter Dogs“-Hundeschule Landsberg/Garmisch-Partenkirchen in einem auf martinruetter.com veröffentlichten Interview. „Genauso können es Hunderassen sein, die wenig territorial sind und viel Interesse an der Beschäftigung mit dem Menschen haben, wie Hütehunde oder Jagdhunde.“ Ein geeigneter Bürohund könne „natürlich auch ein Mischling sein“, so die Expertin, „eine gute Erziehung und langsame Eingewöhnung stehen viel mehr im Vordergrund“.

Als besonders anpassungsfähig und geduldig gelten zum Beispiel auch Golden Retriever oder Labradore, die sich nicht nur als Familienhunde eignen. Erfahren Sie hier mehr über verschiedene Hunderassen und welcher Typ Hund zu Ihrem Alltag passt.

Nicht jeder Hund ist so gut erzogen, dass man ihn mit ins Büro nehmen kann. (Symbolbild)

2. Ihr Hund ist gut sozialisiert und kann im Büro entspannen

Wie können im Büroalltag mögliche Anforderungen an den Hund noch aussehen? „Ein Bürohund sollte gut sozialisiert sein, das heißt auch freundlich gegenüber Menschen, wenig territorial und natürlich sollte er über eine solide Grunderziehung verfügen“, betont die Hunde-Expertin in dem Interview. „Ziel sollte es sein, dass der Arbeitsalltag aller Mitarbeiter nicht gestört wird und auch besonders reizempfängliche Hunde im Büro entspannen können.“

3. Ihr Hund kann Besucher und andere Hunde im Büro ignorieren

Was sollte man im Büro mit Hund außerdem beachten? Die Hundeexpertin hat einen wichtigen Hinweis: „Im ersten Schritt sollte der Hund langsam an den Büroalltag gewöhnt werden und lernen, entspannt auf seiner Decke liegenzubleiben sowie Besucher zu ignorieren und nicht anzuspringen.“ Er benötige dazu einen „festen Liegeplatz, auf dem er seine Ruhe hat“, erklärt sie in dem Interview, das heiße „nicht im Durchgangsbereich oder neben Türen“. Und noch einen anderen Faktor sollten Hundehalter bedenken: „Der Büroalltag kann auch nochmals erschwert werden, wenn es weitere Bürohunde, die zusätzlich ablenken, gibt.“

Kurze Nasen und Glubschaugen: Acht Hunderassen, die oft völlig überzüchtet sind

Auch wenn das gescheckte Fell hübsch aussehen mag – Hunde mit Merle-Gen können gesundheitliche Probleme bekommen. Jedoch nur, wenn sie das Merle-Gen doppelt (also von beiden Elterntieren) in sich tragen. Von Blindheit bis Taubheit, sowie Herzfehler ist alles möglich.
Auch wenn das gescheckte Fell hübsch aussehen mag – Hunde mit Merle-Gen können gesundheitliche Probleme bekommen. Jedoch nur, wenn sie das Merle-Gen doppelt (also von beiden Elterntieren) in sich tragen. Von Blindheit bis Taubheit, sowie Herzfehlern ist alles möglich. (Symbolbild) © Beautiful Sports/Imago
Der Dackel neigt zu Fehlbildungen im Bereich der Zwischenwirbelsäule. Durch die extrem verkürzten Beine und einem langen Rücken kommt es häufig zu Bandscheibenvorfällen.
Der Dackel neigt zu Fehlbildungen im Bereich der Zwischenwirbelsäule. Durch die extrem verkürzten Beine und einem langen Rücken kommt es vermehrt zu Bandscheibenvorfällen. (Symbolbild) © YAY Images/Imago
Extrem klein gezüchtete Hunde, sogenannte Teacup-Hunde, wie beispielsweise Chihuahua, Zwergpinscher oder Toy-Pudel leiden oft unter einem Wasserkopf, der zu weiteren Erkrankungen oder zum frühzeitigen Tod führen kann.
Extrem klein gezüchtete Hunde, sogenannte Teacup-Hunde, wie beispielsweise Chihuahua, Zwergpinscher oder Toy-Pudel leiden oft unter einem Wasserkopf, der zu weiteren Erkrankungen oder zum frühzeitigen Tod führen kann. (Symbolbild) © Danita Delimont/Imago
Beim Mops führt der verkürzte Schädel zu ständiger Atemnot. Auch der Oberkiefer ist verkürzt und manche Tiere können nicht gut abbeißen.
Beim Mops führt der verkürzte Schädel zu ständiger Atemnot. Auch der Oberkiefer ist verkürzt und manche Tiere können nicht gut abbeißen. (Symbolbild) © Silas Stein/Imago
Beim Schäferhund führt der nach hinten abfallende Rücken und die verkürzten Hinterbeine zu massiven Erkrankungen des Bewegungsapparats. Hüftgelenksdysplasie und Arthrosen sind keine Seltenheit.
Beim Schäferhund führen der nach hinten stark abfallende Rücken und die deformierten Hinterbeine zu massiven Erkrankungen des Bewegungsapparats. Hüftgelenksdysplasie und Arthrosen sind keine Seltenheit. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Bei der Französischen Bulldogge führt die zu kurze Nase zu extremen Atembeschwerden. Sie röchelt, schnarcht und schnauft.
Bei der Französischen Bulldogge führt die zu kurze Nase zu extremen Atembeschwerden. Sie röchelt, schnarcht und schnauft. (Symbolbild) © CHROMORANGE/Imago
Die viele Hautfalten beim Shar Pei verursachen Entzündungen und lösen starken Juckreiz aus. Zum Teil führt die überschüssige Haut am Augenlied zu Verletzungen und Austrocknung des Auges. (Symbolbild)
Die viele Hautfalten beim Shar Pei verursachen Entzündungen und lösen starken Juckreiz aus. Zum Teil führt die überschüssige Haut am Augenlid zu Verletzungen und Austrocknung des Auges. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Die Englische Bulldogge leidet unter ihrer extremen Kurzköpfigkeit und meist unter einem ausgeprägten Vorbiss.
Die Englische Bulldogge leidet unter ihrer extremen Kurzköpfigkeit und meist unter einem ausgeprägten Vorbiss. (Symbolbild) © HMB-Media/Imago

Darf der Hund mit zur Arbeit kommen? Kein gesetzlicher Anspruch

Würde man den Hund gern ins Büro mitnehmen, muss man vorher den Arbeitgeber fragen, der die Regeln festlegt. Und auch alle Kollegen im Büro sollten einverstanden sein, damit es keine Probleme gibt. Einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass man den Hund mit zur Arbeit zu bringen darf, gibt es jedoch nicht. Hundehalter sollten bei der Frage, was das Beste für den Hund ist, ehrlich zu sich selbst sein. Ist der Hund nicht bürotauglich und können Sie Ihre Arbeit auch gut von daheim aus erledigen, ist das Homeoffice für den Hund und alle Beteiligten die bessere Wahl.

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Sie wollen den Hund gern mit ins Restaurant mitnehmen? Manchmal braucht es auch hier wochenlanges Training, bis Herrchen oder Frauchen und der Vierbeiner in der fremden Situation aufeinander eingespielt sind.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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