Langsam aneinander gewöhnen

Gegensätze ziehen sich an? Wie Hunde und Katzen friedlich in einem Haushalt leben können

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Wie Hund‘ und Katz: Die sprichwörtliche Feindschaft ist kein Zustand sein, den Sie hinnehmen müssen. Wenn Sie sich nicht zwischen zwei Haustieren entscheiden wollen, ist die Körpersprache der Schlüssel.

Ähnlich wie Menschen haben Hunde und Katzen eine eigene Körpersprache. Neben Bellen, Schnurren, Fauchen und anderen Lauten ist diese entscheidend, wenn sie sowohl mit Menschen als auch untereinander kommunizieren wollen. Nun teilen sich Hunde und Katzen jedoch nicht in allen Bereichen dieselbe Körpersprache. Daher kann es zwischen den Tieren zu Missverständnissen kommen, die sich aber leicht ausräumen lassen.

Je früher sich beide kennenlernen, desto besser

Hunde und Katzen können Freunde sein.

Wenn Halter es möglichst einfach haben wollen, dann führen sie Hund und Katze bereits kurz nach der Geburt zusammen. Wachsen die beiden Tiere miteinander auf, fällt es ihnen auch deutlich leichter, die gegenseitige Körpersprache richtig zu deuten. Lernen sich Hund und Katze erst in späteren Lebensjahren kennen, braucht es eine Weile, bis sich beide aneinander gewöhnt haben. Wichtig für eine Zusammenführung sind zum Beispiel folgende Punkte:

  • Fress- und Schlafplätze der beiden Tiere sollten voneinander entfernt liegen.
  • Die Katze sollte beim ersten Kennenlernen immer eine Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen.
  • Der Hund sollte vorher ausgepowert werden, damit er beim Treffen ruhiger ist.
  • Der Hund darf die Katze unter keinen Umständen jagen.
  • Zudem muss er beim Treffen angeleint sein.

Haben Hunde oder Katzen schlechte Erfahrungen mit der jeweils anderen Tierart gemacht, dann sollten man vorerst auf eine Zusammenführung verzichten.

Katzensprache verstehen: Zehn Signale, die zeigen, dass Ihre Katze Sie liebt

1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein.
1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Im Allgemeinen gelten Katzen als sehr intelligent.
2. Zeichen: Schnurrt eine Katze beim Schmusen, ist das ein eindeutiger „Liebesbeweis“. (Symbolfoto) © Westend61/Imago
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied.
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied. (Symbolbild) © Ardea/Imago
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert.
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert. (Symbolbild) © Westend61/Imago
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher.
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild)
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild)
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste.
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste. (Symbolbild) © Westend61/Imago
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad.
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad. (Symbolbild) © Westend61/Imago
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht.
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht. (Symbolbild) © Westend61/Imago

So unterschiedlich kommunizieren die Tiere

Die unterschiedliche Körpersprache ist eines der größten Hindernisse, wenn sich Hund und Katze anfreunden sollen. Das liegt unter anderem daran, dass Hunde mit bestimmten Zeichen andere Gemütszustände ausdrücken als Katzen. Das aufgeregte Schwanzwedeln ist dafür ein gutes Beispiel. Bei Hunden bedeutet es Aufregung, Freude, Spaß, Aktion, Katzen empfinden das Wedeln eher als bedrohlich. Sie wedeln mit dem Schwanz, wenn sie kurz davor sind, sich zu wehren.

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Ein weiterer Unterschied ist das Hochstrecken des Schwanzes. Bei Katzen ist das ein Zeichen der Entspannung, Hunde fühlen sich dadurch schnell provoziert. Über Laute funktioniert die Kommunikation zwischen beiden Parteien aber recht gut: Faucht die Katze, sollte dem Hund in der Regel sofort klar sein, dass sie keinen weiteren Kontakt möchte. Umgekehrt funktioniert das auch mit einem knurrenden Hund. Dem wird sich die Katze sicherlich nicht nähern.

Nach ein paar ersten begleiteten Treffen sollte einer friedlichen Zusammenführung von Hund und Katze grundsätzlich jedoch nichts entgegenstehen. Die Tiere lernen mit der Zeit, sich gegenseitig zu verstehen.

Rubriklistenbild: © Nano Calvo/Imago

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