VonAnna Katharina Küstersschließen
Wie Hund‘ und Katz: Die sprichwörtliche Feindschaft ist kein Zustand sein, den Sie hinnehmen müssen. Wenn Sie sich nicht zwischen zwei Haustieren entscheiden wollen, ist die Körpersprache der Schlüssel.
Ähnlich wie Menschen haben Hunde und Katzen eine eigene Körpersprache. Neben Bellen, Schnurren, Fauchen und anderen Lauten ist diese entscheidend, wenn sie sowohl mit Menschen als auch untereinander kommunizieren wollen. Nun teilen sich Hunde und Katzen jedoch nicht in allen Bereichen dieselbe Körpersprache. Daher kann es zwischen den Tieren zu Missverständnissen kommen, die sich aber leicht ausräumen lassen.
Je früher sich beide kennenlernen, desto besser
Wenn Halter es möglichst einfach haben wollen, dann führen sie Hund und Katze bereits kurz nach der Geburt zusammen. Wachsen die beiden Tiere miteinander auf, fällt es ihnen auch deutlich leichter, die gegenseitige Körpersprache richtig zu deuten. Lernen sich Hund und Katze erst in späteren Lebensjahren kennen, braucht es eine Weile, bis sich beide aneinander gewöhnt haben. Wichtig für eine Zusammenführung sind zum Beispiel folgende Punkte:
- Fress- und Schlafplätze der beiden Tiere sollten voneinander entfernt liegen.
- Die Katze sollte beim ersten Kennenlernen immer eine Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen.
- Der Hund sollte vorher ausgepowert werden, damit er beim Treffen ruhiger ist.
- Der Hund darf die Katze unter keinen Umständen jagen.
- Zudem muss er beim Treffen angeleint sein.
Haben Hunde oder Katzen schlechte Erfahrungen mit der jeweils anderen Tierart gemacht, dann sollten man vorerst auf eine Zusammenführung verzichten.
Katzensprache verstehen: Zehn Signale, die zeigen, dass Ihre Katze Sie liebt




So unterschiedlich kommunizieren die Tiere
Die unterschiedliche Körpersprache ist eines der größten Hindernisse, wenn sich Hund und Katze anfreunden sollen. Das liegt unter anderem daran, dass Hunde mit bestimmten Zeichen andere Gemütszustände ausdrücken als Katzen. Das aufgeregte Schwanzwedeln ist dafür ein gutes Beispiel. Bei Hunden bedeutet es Aufregung, Freude, Spaß, Aktion, Katzen empfinden das Wedeln eher als bedrohlich. Sie wedeln mit dem Schwanz, wenn sie kurz davor sind, sich zu wehren.
Noch mehr spannende Tier-Themen finden Sie im kostenlosen Partner-Newsletter von Landtiere.de, den Sie gleich hier abonnieren können.
Ein weiterer Unterschied ist das Hochstrecken des Schwanzes. Bei Katzen ist das ein Zeichen der Entspannung, Hunde fühlen sich dadurch schnell provoziert. Über Laute funktioniert die Kommunikation zwischen beiden Parteien aber recht gut: Faucht die Katze, sollte dem Hund in der Regel sofort klar sein, dass sie keinen weiteren Kontakt möchte. Umgekehrt funktioniert das auch mit einem knurrenden Hund. Dem wird sich die Katze sicherlich nicht nähern.
Nach ein paar ersten begleiteten Treffen sollte einer friedlichen Zusammenführung von Hund und Katze grundsätzlich jedoch nichts entgegenstehen. Die Tiere lernen mit der Zeit, sich gegenseitig zu verstehen.
Rubriklistenbild: © Nano Calvo/Imago

