VonRobin Dittrichschließen
Online-Betrüger lassen sich immer neue Maschen einfallen. Apple-Kunden sollen jetzt mit einem iCloud-Phishing übers Ohr gehauen werden.
Berlin – Die Verbraucherzentrale warnt immer wieder vor neuen Betrugsmaschen. Ob Enkel-Trick, Anrufe von Fake-Gewinnspielen oder Phishing-Mails, die Maschen der Betrüger sind vielfältig. Aktuell sollten sich Apple-Kunden vor einer Phishing-Mail in Acht nehmen – es geht um die iCloud.
Apple-Fans aufgepasst: Verbraucherzentrale warnt vor Phishing-Masche mit iCloud
Online-Betrüger versuchen mit immer neuen Methoden, an Geld oder sensible Daten von Verbrauchern zu gelangen. Aktuell warnt die Verbraucherzentrale vor angeblichen Medienvertretern. Diese wollen Verbrauchern an der Haustür Verträge für Kabelfernsehen oder ähnliches andrehen. Auch die Anzahl von Phishing-Mails soll laut Verbraucherzentrale in der letzten Zeit deutlich zugenommen haben. Die sind vor allem an die Kundschaft des Onlinedienstes iCloud von Apple gerichtet.
Verbraucher, die eine Mail mit dem Betreff „Ihr iCloud-Speicher ist voll“ erhalten, sollten vorsichtig sein. Eine solche Mail kann auch von Apple selbst verschickt werden, wenn sich die Kapazität des Speichers dem Ende zuneigt. In der offiziellen Nachricht von Apple werden Verbraucher jedoch lediglich dazu aufgerufen, die eigene Cloud aufzuräumen oder gegebenenfalls mehr Speicherplatz zu kaufen. In der Phishing-Mail wird hingegen von einem Treueprogramm gesprochen, durch das „zusätzliche 50 GB kostenlos“ erhalten werden können.
Nicht nur bei Apple: Online-Betrugsmaschen nehmen weiter zu
Wer nicht an dem Treueprogramm teilnehmen möchte, dessen Daten werden aus der iCloud gelöscht – so zumindest die Androhung der Betrüger. Wie bei vielen Phishing-Mails werden Verbraucher dazu aufgefordert, auf einen Link zu klicken, um die geforderte Aktion auszuführen. Wer bis dahin noch nicht hellhörig geworden ist, sollte das spätestens bei der Aufforderung werden, die iCloud-Anmeldedaten oder Kreditkartendaten herauszugeben. Apple fordert Kunden dazu nicht auf.
So können Sie Phishing-Mails erkennen:
- Mail kommt von verdächtiger Adresse
- Mail enthält viele Grammatik-Fehler
- Es soll ein Link angeklickt werden
- Empfänger sollen beigefügte Formulare ausfüllen
- Es besteht angeblich dringender Handlungsbedarf
- Es soll eine Datei geöffnet werden
- Mail ist in einer fremden Sprache geschrieben
Die Verbraucherzentrale rät dazu, die Phishing-Mail in den Spam-Ordner zu verschieben. Verbraucher, die sich nicht sicher sind, ob es sich um eine Phishing-Mail handelt, sollten zudem die Absende-Adresse überprüfen: Diese sieht bereits oftmals verdächtig aus. Auch in anderen Bereichen werden Verbraucher immer wieder Opfer von Betrügern. So geben sich Täter als Kinder aus und bitten ihre vermeintlichen Eltern auf WhatsApp um Geld. Die Verbraucherzentrale warnt zudem vor dem vorschnellen Abschließen eines Kredits.
Rubriklistenbild: © Miguel Candela/Imago (Symbolbild)

