Zecken sind mehr als nur unangenehme Parasiten. Sie können Infektionen auslösen und sind vor allem im Frühling eine Gefahr für Freigänger-Katzen. Doch wie bemerke ich schnell einen Biss?
Zeckenbefall bei Katzen tritt häufig auf, wenn diese durch Felder, Wiesen oder Wälder streifen. Die Parasiten warten im hohen Gras auf einen vorbeilaufenden Wirt, um sich fallen zu lassen. Zecken benötigen diesen zur Nahrungsaufnahme und können dabei gefährliche Krankheiten übertragen. Obwohl Zecken in städtischen Gebieten seltener sind, können sie in ländlichen Regionen das ganze Jahr über vorkommen.
Symptome eines Zeckenbefalls bei Katzen
Dabei beißen sich die Parasiten an der Haut von Tieren wie Freigänger-Katzen oder frei laufende Hunde fest, um Blut zu saugen. Mit der Folge, dass sie im schlimmsten Fall bakterielle Infektionskrankheiten wie Borreliose oder Anaplasmose übertragen, die ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen können. Katzenhalter sollten daher aufmerksam auf Anzeichen eines Zeckenbefalls achten. Zu den sichtbaren gehören:
Sichtbare, an der Haut festgebissene Zecken
Juckreiz
Übermäßiges Lecken
Kleine, verdickte, entzündete Stellen der Haut
Viele kleine Zeckenlarven auf einer Hautstelle
War die Katze im Freien, ist es daher ratsam, sie nach ihren Ausflügen zu untersuchen, um Zecken frühzeitig zu erkennen und zu entfernen. Dabei sollte das Tier entspannt stehen oder liegen und Sie das Fell gründlich Stelle für Stelle nach Zecken bzw. nach harten Knubbeln oder schwarzen Punkten absuchen. Vergessen Sie dabei nicht, auch am Hals, in den Achselhöhlen, am Bauch, zwischen den Zehen oder in den Katzenohren nachzuschauen.
Maßnahmen gegen Zeckenbefall - und wie Sie sie entfernen können
Zur Prävention eines Zeckenbefalls gibt es verschiedene Mittel wie Spot-On-Präparate, Sprays und Zeckenhalsbänder. Die Wahl des richtigen Mittels sollte in Absprache mit einem Tierarzt erfolgen, um die Gesundheit der Katze nicht zu gefährden. Schließlich reagieren manche Fellnasen auf diese Mittel allergisch, dann könnten auch Hausmittel zum Einsatz kommen. Doch was tun, wenn die Fellnase schon gebissen wurde?
Frühlingsgefühle: Was Sie als Katzenbesitzer im Frühjahr beachten sollten
Tierärzte empfehlen, Zecken mit geeigneten Werkzeugen wie einer Zeckenzange zu entfernen, um das Risiko von Infektionen zu minimieren. Diese erhalten Sie im Fachhandel oder auch in Apotheken und kann für Mensch und Tiere verwendet werden. Beim Herausziehen sollten Sie sehr vorsichtig vorgehen und nicht versuchen, die Zecke zu quetschen oder diese mit den Händen herauszureißen. Stattdessen ist es ratsam, die Zecke nah an der Haut zu fassen und gleichmäßig herauszuziehen.
Wenn noch Teile des Kopfes oder Mundes der Zecke im Körper der Katze stecken, sollten Sie diese nachträglich mit einer Zeckenkarte entfernen. Diese gibt es oftmals schon in gut geführten Drogerien zu erwerben. Sie kommen meist in einem praktischen Taschen- oder Scheckkartenformat mit einer v-förmigen Einkerbung daher, mit denen man einfach auch den Kopf der Zecke erfassen kann. Ziehen Sie aber nicht zu sehr am Kopf herum und gehen Sie behutsam vor. Warum ist es so wichtig, diesen zu entfernen? Verbleibt er im Körper der Katze, kann es zu Entzündungen kommen. Gelingt es Ihnen nicht, sollten Sie schließlich sofort einen Tierarzt aufsuchen.