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Zecken: So entfernen Sie die Parasiten richtig

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Ist der Winter mild, sind Zecken das ganze Jahr über aktiv. Wer im Frühjahr und Sommer viel draußen ist, sollte sich daher regelmäßig auf Zeckenstiche untersuchen.

In Deutschland hat sich vor allem der Gemeine Holzbock verbreitet. Diese Zeckenart ist in ihrem Ursprungsstadium gerade mal 3,5 Millimeter groß, kann vollgesogen mit Blut aber zwölf bis 14 Millimeter groß werden. Schafft es die Zecke, sich an ihrem Wirt komplett satt zu saugen, kann sie danach jahrelang ohne eine weitere Blutmahlzeit auskommen. Wer an einer Hautstelle eine Zecke entdeckt, sollte schnell handeln. Die Tiere können Krankheiten übertragen und gehören sofort aus der Haut entfernt.

FSME und Borreliose

Eine Zecke kommt jahrelang mit einer Blutmahlzeit aus.

Die zwei bekanntesten Krankheiten, die Zecken verursachen können, sind FSME und Borreliose. FSME ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningoenzephalitis, die durch die FSME-Viren ausgelöst werden. Sticht eine Zecke zu, kann sie die Viren über ihr Mundwerkzeug in den menschlichen Körper übertragen. Bei einer FSME-Erkrankung handelt es sich laut dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit um eine entzündliche Erkrankung des Gehirns, der Hirnhäute oder des Rückenmarks. Ärztinnen und Ärzte können lediglich die Symptome behandeln. Gegen FSME gibt es eine Impfung, die jedem Menschen, der sich in FSME-Risikogebieten aufhält, empfohlen wird.

Bitte mehr Bitterstoffe: Welche Lebensmittel der Leber und dem Immunsystem besonders gut tun

Senior schneidet Artischocke auf Küchenbrett.
Artischocken enthalten viele verschiedene Bitterstoffe. Diese unterstützen die Leber beim Entgiften, sie lindern Blähungen und Völlegefühl. © Westend61/Imago
Radicchio, Radicchio trevisano und Roter Chicorée
Ob Radicchio oder Chicorée – die Zichoriengewächse eint eine gesunde Bitterkeit, die sich mit einem kurzen Wasserbad mildern lässt.  © Westend61/Imago
Endiviensalat, Friseésalat
Eine Spur milder schmeckt der Endivien- oder Friseésalat, der vor allem mit dem Bitterstoff Lactucopikrin punkten kann, der die Verdauung fördert. © Shotshop/Imago
Baby hält Gabel mit Brokkoli und verzieht Gesicht.
Es gibt einen Grund, weswegen viele Kinder Kohlsorten wie Brokkoli oder Rosenkohl verschmähen: die in ihnen enthaltenen Bitterstoffe und ein schwefelartiger Geschmack. Aber immerhin regen die Stoffe die Darmtätigkeit an. © BE&W/Imago
Gemeiner Löwenzahn in Schüssel
Als Salat (vor allem die Stiele) oder Tee regt Löwenzahn den Gallenfluss an und hilft der Leber bei der Entgiftung. Wer in der Wiese keinen jungen Löwenzahn mehr findet, kann in türkischen Lebensmittelläden nach ihm suchen.  © blickwinkel/Imago
Kurkumapulver und Kurkumawurzel auf Holz
Die Kurkumawurzel kann mehr als nur Currys färben: Ihre Bitterstoffe fördern die Fettverdauung. Der herbe Geschmack wird deutlich, wenn man zu stark damit würzt. © Science Photo Library/Imago
Schüssel mit Haferflocken und Holzwort „Oatmeal“
Auf Haferflocken können sich viele einigen, und selbst in diesem Trendprodukt stecken Bitterstoffe. Die Saponine können vermutlich sogar helfen, Fieber zu senken. © YAY Images/Imago
Rote Grapefruit in Stücken
Ein bittersüßes Vergnügen für die Leber: Grapefruits und Pampelmusen enthalten Naringin. Der Bitterstoff ist so wirksam, dass er die Aufnahme von Medikamenten beeinflussen kann. © Panthermedia/Imago
Eine Frau isst ein Stück Schokolade.
Wer hätte das gedacht, auch Schokolade hat ihr Gutes. Die enthaltenen Saponine stärken mit ihrer antibiotischen Wirkung die Abwehrkräfte. Wichtig ist, dass die Schokolade mindestens 70 Prozent Kakao enthält.  © photothek/Imago
Tasse schwarzer Kaffee und Kaffeebohnen
Vom Buhmann zum Leberliebling: Schwarzer Kaffee enthält Kaffeesäure, die den Appetit auf Süßes reduziert und antioxidativ wirkt. © Design Pics/Imago

Keine Impfung gibt es allerdings gegen Borreliose. Die bakterielle Infektion lässt sich mit Antibiotika gut behandeln. Je eher sie Fachpersonal diagnostiziert, desto besser. Je länger die Zecke die Möglichkeit hat, Blut zu saugen, desto mehr steigt die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung der Bakterien. Erster Hinweis einer möglichen Borreliose-Infektion ist in der Regel ein roter Kreis, der sich um die Einstechstelle auf der Haut bildet. Entdecken Sie solch einen Kreis, gehen Sie unverzüglich zum Arzt.

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Karte und Pinzette

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt, eine Zecke so schnell wie möglich aus der Haut zu ziehen. Dafür nutzen Sie am besten eine spitze Pinzette oder eine spezielle Zeckenkarte. Greifen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Hautoberfläche, damit Sie alle Körperteile der Zecke herausziehen können. Bleibt der Kopf in der Haut stecken, suchen Sie sofort einen Arzt auf. Keinesfalls sollten Sie die Zecke an ihrem vollgesogenen Hinterteil herausziehen. Es kann sein, dass Sie beim langsamen, geraden Herausziehen etwas Widerstand in der Haut spüren, das ist normal. Im Uhrzeigersinn drehen müssen Sie die Zecke beim Herausziehen übrigens nicht.

Das RKI warnt davor, die Zecke vor dem Herausziehen mit Klebstoff oder Öl einzureiben. Das würde, laut RKI, die Tiere nur noch mehr reizen, wodurch sie mehr Speichel abgeben und die Übertragung von Krankheiten wahrscheinlicher wird. Desinfizieren Sie die Einstichstelle nach Entfernung der Zecke gründlich und untersuchen Sie den herausgezogenen Zeckenkörper auf Vollständigkeit. Eine Bilderanleitung zum korrekten Entfernen von Zecken finden Sie zum Beispiel beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © daguckstdu/Imago

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