VonAnna Katharina Küstersschließen
Insekten sind wichtig für das Fortbestehen des Ökosystems. Einige Käfer drängen heimische Arten jedoch stark zurück.
Durch die zunehmende Globalisierung in den vergangenen Jahrzehnten haben sich auch Tier- und Pflanzenarten weltweit verbreiten können. Das passiert mitunter sogar unbeabsichtigt, wenn sich Pflanzensamen oder Tiereier beispielsweise in transportierter Erde befinden. Manche Arten fühlen sich dann am neuen Ort so wohl, dass sie sich massenhaft ausbreiten und vermehren. Solche Exemplare tragen auch den Namen „invasive Arten“. Das Problem dabei ist, dass sie heimische Pflanzen und Tiere verdrängen, die sich gegen den Neuankömmling nicht wehren können. So ist es auch bei einigen Insektenarten, die ihren Weg nach Europa gefunden haben.
Asiatische Tigermücke extrem anpassungsfähig
Die Asiatische Tigermücke ist eine Stechmückenart und hat ihre Heimat in Asien. Schon seit den 1990er-Jahren ist sie allerdings auch in Europa heimisch und verbreitet sich hierzulande besonders bei hohen Temperaturen und feuchten Wetterlagen schnell. Sie gilt als einer der Hauptüberträger des Zika-Virus und des Dengue-Virus.
Dass es in Europa deutlich kühler ist als auf ihrem Heimatkontinent Asien, stört die Tigermücke nicht. Sie ist extrem anpassungsfähig, kälteresistent und überleben den Winter in Mikrohabitaten.
Hungrige Raupen zerstören Baumblätter
Der Schwammspinner ist ursprünglich in Nordafrika zu Hause, ist mittlerweile aber auch in südlichen Gebieten Europas verbreitet. Die adulten Tiere sind für das dortige Ökosystem kein Problem, die nimmersatten Raupen hingegen können ganze Bäume leer fressen. Eichen und Hainbuchen, aber auch Obstbäume können bei starkem Befall ihre gesamte Blätterpracht verlieren.
Besonders Eichen haben mit der Raupe zu kämpfen und können schneller absterben. Andere Baumarten bilden nach der Entwicklung der Raupen im Juni erneut Blätter.
Fruchtsaugende Baumwanze
Eine weitere invasive Art in Europa ist die Marmorierte Baumwanze. Eigentlich stammt sie aus Ostasien, hat sich in den vergangenen Jahren aber auch in Europa ausgebreitet. Besonders für die Landwirtschaft ist die Wanze ein Problem, denn sie saugt bevorzugt an Früchten, die dann verderben. Besonders gerne saugt sie beispielsweise an den Früchten von:
- Pfirsisch
- Apfel
- Birne
- Weinreben
- Tomaten
- Paprika
- Aubergine
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Pflanzenschutzmittel schrecken die Baumwanze häufig nicht ab, die Tiere sind extrem resistent gegen die Mittel. Die auch in Deutschland bereits lebende Samurai-Wespe gilt als erfolgreichster natürlicher Feind der Baumwanze.
Wer diese Insekten entdeckt, sollte nicht zimperlich sein und zudrücken. So können Sie hoffentlich auch verhindern, dass Sie die Asiatische Tigermücke sticht und Krankheiten überträgt.
Rubriklistenbild: © D. Maehrmann/Imago



