Neue Studie

Italiens Cappuccino-Preise in neuer Dimension – in Südtirols Urlauber-Perle explodieren geradezu

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Die Preise in Bozen ziehen an. Laut einer neuen Erhebung sind die Kosten für einen Cappuccino um 24 Prozent gestiegen.
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Ein Cappuccino in Bozen gehört bald statt zum Kultur- zum Luxusgut. Die Preise sind in den letzten Jahren stark gestiegen, wie eine aktuelle Erhebung nun zeigt.

Bozen – Kaffee gehört in Italien zum Kulturgut. Deshalb darf er nicht zu viel kosten. Gerade beim Espresso sind Italiener penibel. Der Durchschnittswert des „kleinen Schwarzen“ soll einen Euro betragen – trinkt man ihn an der Theke („al banco“). Andernfalls können Wirte schon mal eine saftige Servicegebühr draufschlagen. Doch auch das ist durch aktuelle Kostensteigerungen vielerorts kaum mehr zu halten.

Urlauber-Hochburg Bozen: Cappuccino-Preise schießen in die Höhe

Und auch der Cappuccino-Preis erreicht mittlerweile neue Höhen in Italien, besonders aber in Südtirols Hauptstadt Bozen. Einheimische und Touristen dürften beim Blick auf die Rechnung gleichermaßen überrascht werden. Denn das beliebte Kaffeegetränk kostet hier nun durchschnittlich 2,18 Euro und kann in manchen Cafés sogar bis zu 2,50 Euro kosten. Das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf eine aktuelle Erhebung der Verbraucherorganisation Assoutenti.

Autonome Provinz Bozen – Südtirol
Italienische Region:Trentino-Alto Adige
Einwohner:rund 530.000
Hauptstadt:Bozen (etwa 106.000 Einwohner)
Fläche:7.400,43 km²
Sprachen:Deutsch, Italienisch, Ladinisch

Florenz und Rom überraschen bei den Durchschnittspreisen für Cappuccino in Italien

Diese zeigt auch, dass der Preis für einen Cappuccino in ganz Italien in den letzten drei Jahren um durchschnittlich 14,1 Prozent gestiegen ist. Während der landesweite Durchschnittspreis bei 1,59 Euro liegt (2021: 1,39 Euro), hat Bozen die dritthöchste Preissteigerung zu verzeichnen (24 Prozent). Schneller teurer wurden demnach nur Pescara (28 Prozent) und Neapel (27,5 Prozent). Bozen, Lieblingsdestination von zahlreichen Touristen aus Deutschland – die allerdings nicht von allen willkommen geheißen werden –, führt allerdings die Liste der teuersten Cappuccini in den wichtigsten Städten Italiens an.

Anderswo, etwa in Palermo und Triest liegen die Durchschnittspreise bei 1,87 Euro beziehungsweise 1,80 Euro. Selbst in den Metropolen Rom und Florenz ist der Cappuccino mit 1,32 Euro bzw. 1,41 Euro deutlich günstiger. Am günstigsten ist der Cappuccino in Catanzaro, wo er im Schnitt nur 1,28 Euro kostet und maximal 1,50 Euro erreicht.

Die Gründe für den gestiegenen Cappuccino-Preis liegen auf der Hand

Warum sind die Preise gerade in Bozen so stark gestiegen? Laut Assoutenti seien die steigenden Kaffeepreise auf den internationalen Märkten ein wesentlicher Faktor. Dies treffe nicht nur die Cafés, sondern auch die Konsumenten, die für ihren morgendlichen Cappuccino tiefer in die Tasche greifen müssen. Ein Nachmittags-Cappuccino ist übrigens ein No-Go, ebenso wie neun weitere Dinge, die Italien-Urlauber immer wieder falsch machen.

„Wir befürchten, dass die Preiserhöhungen in den kommenden Wochen sowohl für Café-Konsumenten als auch für Kaffeepulver spürbar werden könnten“, erklärte Gabriele Melluso, Präsident von Assoutenti, bereits Anfang des Jahres.

Ranking: Die 15 schönsten und beliebtesten Urlaubsorte Italiens

Siena campo
Platz 15 belegt Siena in der Toskana. Mit der schönen Altstadt und unnachahmlichen Bauwerken zieht die Stadt Urlauber immer wieder in ihren Bann.  © Marco Brivio
Roca Vecchia in Apulien: Die Aufnahme der „Höhle der Poesie“ bei Sonnenuntergang
Roca Vecchial in Apulien: Die Aufnahme der „Höhle der Poesie“ bei Sonnenuntergang steht nur symbolisch für die vielen herrlichen Strände und Landschaften im Südosten Italiens. Rang 14 im IPPEN-Ranking. © IMAGO/Manuel Romano
Sizilien Letojanni
Die Strände Siziliens sind einzigartig und bezaubernd. Bei Check24 belegt die Insel daher den zwölften Platz. In diesem Ranking Platz Nummer 13. Auf dem Foto sieht man den Strand von Letojanni.  © Matthias Tödt
Mailänder Dom
Die norditalienische Metropole Mailand ist bekannt für die wunderschöne Altstadt und etliche teure Modemarken. Hier sieht man den Dom im Zentrum der Stadt. Im Ranking belegt Mailand den elften Platz. Bei Check24 sogar Platz 7.  © Oliver Weiken
Lago Maggiore
Auf Platz 11 ist der prachtvolle Lago Maggiore. Ein Teil des Sees ist in der Schweiz. Bei weg.de ist der Lago Maggiore sogar auf dem siebten Platz der beliebtesten Urlaubsorte in Italien.  © Nando Lardi
Bozen, Italien, Südtirol
Auch Südtirol ist unter Italien-Fans besonders beliebt. Hier erhascht man einen Blick über die Alpen auf die Stadt Bozen.  © Micha Korb
Elba sonnenuntergang
Die kleine Insel Elba ist momentan noch ein Geheimtipp. Hier erlebt man bezaubernde Natur und typische italienische Dörfer. Daher ein verdienter Platz neun.  © Karsten Jeltsch
Cinque Terre Italien
Unter Urlaubern ist außerdem die Cinque Terre besonders beliebt. Die meisten der fünf Dörfer erreicht man nur zu Fuß oder mit einer Bahn.  © Augst / Eibner-Pressefoto
Marina Grande capri
Nicht umsonst ist die kleine Insel Capri im Golf von Neapel ein regelrechter Touristenmagnet. Hier vor Ort kann man nicht nur durch wunderschöne Dörfer schlendern, sondern auch das Meer und die Natur genießen.  © Günter Gräfenhain
Colosseum in Rome
Italiens Hauptstadt Rom hat für alle Gäste etwas zu bieten und belegt daher den sechsten Platz. So zum Beispiel das weltberühmte Kolosseum. Im Ranking von Check24 belegt Rom sogar den zweiten Platz.  © Givaga
Venedig platz acht
Venedig ist mit seinen vielen Kanälen und kleinen Gassen einzigartig. Ein Besuch lohnt sich definitiv, allerdings sollte man am besten im Frühling oder Herbst in die Stadt kommen. Venedig belegt daher den fünften Platz der Top 15 Urlaubsziele in Italien, bei Check24 ist die Stadt an der Adria sogar Erster.  © Frank Bienewald
Florenz-skyline
Das bezaubernde Florenz in der Toskana belegt den vierten Platz. Hier kann man sich durch kleine Gassen treiben lassen und ohne Ende Kultur genießen. © alimdi / Michelle Gilders
Amalfiküste Italien
Die Amalfiküste südlich von der Metropole Neapel belegt den dritten Platz im Ranking um die schönsten Urlaubsorte in Italien.  © Günter Gräfenhain
Costa Smeralda
An der Costa Smeralda auf Sardinien gibt es Strände, die teilweise welchen in der Karibik gleichen. Nicht umsonst belegt sie daher den zweiten Platz. Auch auf dem Reiseportal weg.de zählt die Küste auf Sardinien zu den schönsten Reisezielen in Italien. © Emmanuele Contini
Desenzano del Garda
Den ersten Platz der beliebtesten und schönsten Urlaubsorte in Italien belegt laut weg.de ganz klar der Gardasee. Hier sieht man das wunderschöne Städtchen Desenzano del Garda am Abend.  © Imago / Augst / Eibner-Pressefoto

Bei Bozen kommt hinzu: Die Stadt in Südtirol ist bei Touristen beliebt, was die Preise zusätzlich in die Höhe treibt. Die Nachfrage nach hochwertigen Kaffeeprodukten und die Bereitschaft der Touristen, höhere Preise zu zahlen, führen zu einer Preisspirale nach oben. Allerdings: Zuletzt wurde Bozen auch von einem Gewaltproblem heimgesucht. Wirte schrieben einen offenen Brief an Polizei und Politik. Und eine Jugendgruppe brachte Bozens Anwohner zur Verzweiflung. (mke)

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