Fahrzeug-Wechsel

JP Kraemer: Neue Autos fürs PACE-Museum – „Was für eine Traumauswahl!“

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Umbruch im PACE-Museum von Tuner JP Kraemer: Zum ersten Mal werden die ausgestellten Autos getauscht – besonders ein Fahrzeug begeistert die Fans.

Es war eine wahre Nervenschlacht um das PACE-Museum von Jean Pierre „JP“ Kraemer (42). PACE ist eine Abkürzung für „Performance and Car Education“. Bereits im Dezember 2020 hatte er das Gebäude zum ersten Mal den Fans präsentiert – doch die Corona-Pandemie verhinderte die Eröffnung. Allerdings gab es auch noch andere Probleme: Immer wieder musste der Tuner aufgrund von Vorgaben an dem Gebäude nachbessern – was auch eine Menge Geld verschlang. Erst Anfang Mai 2022 war es endlich so weit: Die ersten Besucher durften rein. Nun gibt es in dem Museum einen großen Umbruch: Zum ersten Mal werden die Ausstellungsfahrzeuge getauscht. Vor allem ein bestimmtes Auto hat es dem Tuner angetan – und auch den Fans.

JP Kraemer: Neue Autos fürs PACE-Museum – „Was für eine Traumauswahl!“

Die Fahrzeuge in JP Kraemers Museum in Dortmund sind zu einem großen Teil Leihgaben – unter anderem von Automobilherstellern wie VW, Porsche oder Audi. Ganz einfach ist es nicht, an die Fahrzeuge zu kommen – schon vor einem halben Jahr begannen die Planungen für den „Austausch“, wie im Video des Tuners (weiter unten zu finden) erklärt wird. Denn auch die Autobauer brauchen ihre historischen Fahrzeuge für spezielle Veranstaltungen. Ein großes Problem im Jahr 2023: Das weltberühmte 24-Stunden-Rennen von Le Mans feiert seinen 100. Geburtstag. Heißt also: Ihre Rennfahrzeuge geben viele Hersteller gerade ungern aus der Hand.

Konzeptautos der Extreme: Zehn spektakuläre Einzelstücke, die nie in Serie gingen

Das Renault Trezor Renault concept
Platz 10 – Renault Trezor Concept (2016): Auf dem Pariser Autosalon im Jahr 2016 präsentierte Renault einen echten Hingucker: Die futuristische Flunder Trezor Concept gab einen Ausblick, wie ein rein elektrischer Gran Turismo der Franzosen aussehen könnte. Highlight des Konzeptfahrzeugs waren fehlenden Türen – stattdessen öffnete sich zum Einstieg das Dach samt Motorhaube. Schon bei der Vorstellung war allerdings klar: Dieses Gefährt ist einfach zu außergewöhnlich, um jemals in Serie zu gehen. Schön anzuschauen ist es trotzdem. © CTK Photo/Imago
Ein Peugeot e-legend 2019
Platz 9 – Peugeot e-Legend (2018): Es muss nicht immer alles neu sein: Auf dem Pariser Autosalon 2018 zeigte Peugeot die Retro-Studie e-Legend. Beim Design ließen sich die Franzosen dabei vom 504 inspirieren – einem Modell, das Ende der 1960er-Jahre Premiere feierte. Während man bei der Gestaltung in die Vergangenheit schaute, warf man technisch einen Blick in die Zukunft: Das Fahrzeug war mit einem reinen Elektroantrieb ausgestattet und sollte zeigen, wie man sich autonome Fahrmodi vorstellt. So ließ sich beispielsweise das Lenkrad unter der Soundbar versenken. Dennoch: In Serie ging der e-Legend nicht. © Xinhua/Imago
VW Futura
Platz 8 – VW Futura (1989): Wenn es um ein Messe-Showcar geht, dann greifen Autodesigner gerne zu Flügeltüren – so wirkt auch ein verhältnismäßig unspektakuläres Fahrzeug zumindest einigermaßen aufregend. Auch der VW Futura wurde im Jahr 1989 für seinen Auftritt auf der IAA in Frankfurt damit ausstaffiert – wohl wissend, dass es diese aufwendige Technik höchstwahrscheinlich nicht in ein Serienmodell schafft. Sowohl die Flügeltüren als auch die gläserne Heckklappe ließen sich zudem abnehmen, wodurch der Wolfsburger zu einer Art T-Top-Cabrio wurde. Der Futura blieb ein Einzelstück, allerdings gab er schon mal einen kleinen Ausblick auf das Design des späteren VW Sharan. © VW
Der Audi urban concept
Platz 7 – Audi Urban Concept (2011): Bei Showcars hat jeder Hersteller seine eigene Philosophie – im Falle von Audi sind die Fahrzeuge zumeist schon ein relativ konkreter Ausblick auf ein Serienauto. Nicht so beim Audi Urban Concept: Auf der IAA 2011 in Frankfurt zeigten die Ingolstädter das Schmalspurfahrzeug, in dem zwei Personen hintereinander Platz nehmen. Der dynamische Rennwagen-Look täuschte etwas über die bescheidene Motorisierung hinweg: Zwei Elektromotoren sollten 20 PS leisten. Dafür wog das Gefährt nur 480 Kilogramm – die Höchstgeschwindigkeit lag bei 100 km/h, die Reichweite gab Audi mit rund 60 Kilometern an. Später wurde die Studie, die als reines Stadtmobil konzipiert war, auch noch als Spyder-Version gezeigt – in Serie gingen beide nicht. © Audi
Der BMW M1 Hommage
Platz 6 – BMW M1 Hommage (2008): Im Herbst 1978 begann BMW mit der Produktion des legendären Supersportwagens M1 – bis Ende 1981 wurden 460 Exemplare gebaut. Die 277 PS aus einem Reihensechszylinder klingen heute allerdings nicht mehr wirklich gewaltig. Umso mehr erinnert man sich noch immer an des keilförmige Design des Mittelmotorsportlers. BMW ließ die Legende im Jahr 2008 wieder aufleben: Auf dem Concorso d‘Eleganza am Comer See zeigten die Münchner den BMW M1 Hommage. Die extrem designte Studie in oranger Metallic-Lackierung ist ein echter Hingucker. In Serie ging die Retro-Flunder nicht – allerdings nahm das Design schon etwas von einem anderen Fahrzeug voraus: dem BMW i8, der ab dem Jahr 2013 gebaut wurde. © BMW
Das Opel Monza Concept
Platz 5 – Opel Monza Concept (2013): In Serienfahrzeug sind Flügeltüren eine echte Rarität – zumeist sieht man sie nur in Supersportwagen, denn die Technik ist aufwändig und anfällig. Ein Hingucker sind sie aber immer, weshalb sie sich perfekt für Messestudien eignen. Auch Opel entschied sich beim Monza Concept auf der IAA in Frankfurt 2013 dafür. Die Serien-Chancen für ein schickes Luxus-Coupé dieser Art aus dem Hause Opel waren aber von vorneherein gering. Es blieb bei dem einen Showcar. Wer heute einen Monza fahren will, muss sich deshalb auf die Suche nach einem Original machen, das ab Ende der 1970er-Jahre gebaut wurde. © YAY Images/Imago
Das Bugatti 16C Galibier Concept
Platz 4 – Bugatti 16C Galibier Concept (2009): Die Marke Bugatti kennt man heutzutage vor allem durch zwei Modelle: die Supersportwagen Veyron und Chiron – beide mit einem 16-Zylindermotor und einer Leistung von weit mehr als 1.000 PS ausgestattet. 2009 zeigte die Marke mit dem Bugatti 16C Galibier Concept jedoch ausgewählten Gästen, wie man sich eine Luxuslimousine der Franzosen vorstellen könnte. Die Öffentlichkeit bekam das Showcar dann auf dem Genfer Autosalon 2010 zu sehen. Wie der Zusatz „16C“ verrät, wäre auch die sportliche Limousine mit einem gewaltigen 16-Zylindermotor ausgestattet gewesen. Den Weg in die Serienfertigung – wenn man bei den geringen Stückzahlen der Marke überhaupt davon sprechen kann – fand der Galibier nicht. Umso exklusiver bleibt damit die Besonderheit des Konzeptautos: Auf dem Armaturenbrett des Wagens ist eine Tourbillon-Uhr von Parmigiani Fleurier verbaut – diese lässt sich aus der Halterung herausnehmen und als Armbanduhr tragen. © Uli Deck/dpa
Der Citroën Tubik
Platz 3 – Citroën Tubik (2011): Vans sind optisch eher unspannende Fahrzeuge, was mit ihrer naturgemäß meist kastenartigen Form zu tun hat. Dass man ein solches Fahrzeug aber auch durchaus außergewöhnlich gestalten kann, zeigte Citroën im Jahr 2011 auf der IAA in Frankfurt mit dem Tubik. Ob einem das Design – speziell der Front – gefällt, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt. Eine riesige Flügeltüre öffnet den Zugang zum loungeartigen Innenraum des Turik. Die Sitzgelegenheiten bieten maximale Variabilät – und lassen sich beispielsweise auch zu einem Bett umbauen. Ein Fahrzeug der Extreme, das ebenfalls ein Einzelstück blieb. © Sebastian Geisler/Imago
Ein BMW E1
Platz 2 – BMW E1 (1991): Es gibt immer wieder Konzeptfahrzeuge, die ihrer Zeit einfach zu weit voraus sind. Zu diesen gehört wohl auch der BMW E1, den die Münchner im Jahr 1991 auf der IAA in Frankfurt vorstellten. Ein kompaktes Elektrofahrzeug mit einer Länge von knapp 3,50 Metern, in dem vier Personen Platz finden sollen. Die Natrium-Schwefel-Batterie bot eine Kapazität von 20 kW und hätte unter günstigen Umständen für eine Reichweite von rund 200 Kilometern reichen sollen. Der 32 kW starke Elektromotor trieb BMW-typisch nur die Hinterräder an, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 120 km/h. 1993 stellte BMW eine zweite Version des E1 vor – diesmal mit einem Verbrennungsmotor. Doch weder die eine noch die andere Variante schafften es in die Serie – dennoch gilt der E1 so manchem als früher Vorläufer des i3, der ab 2013 produziert wurde. © BMW
Mercedes NAFA
Platz 1 – Mercedes Nafa (1982): Beim Anblick dieses Gefährts mag man an viele Hersteller denken – aber sicher nicht an Mercedes. Allerdings präsentierten die Schwaben im Jahr 1982 tatsächlich die Studie Nafa – eine Abkürzung für „Nahverkehrsfahrzeug“. Die kantige Kiste war gerade einmal 2,5 Meter lang und 1,5 Meter breit und hoch. Sie bot Platz für zwei Personen und war als minimalistisches Stadt-Mobil konzipiert. Das kuriose Gefährt blieb ein Einzelstück – und gilt dennoch als Ur-Vater von späteren City-Flitzern wie dem Smart oder der A-Klasse.  © Mercedes-Benz

Neue Autos für JP Kraemers PACE-Museum – Begeisterung über Dahlbäck-Golf

Eine leichte Aufgabe ist der Umbau nicht: Die wertvollen Fahrzeuge müssen mit großer Vorsicht von den Podesten gehoben werden. Anschließend werden sie auf einer „Transitfläche“ im Museum geparkt, bevor sie abgeholt werden. „Damit wir die Autos nie nach draußen stellen müssen“, sagt JP Kraemer. Dann werden per Lkw die „Neuen“ angeliefert. Vor allem ein Auto lässt das Herz des YouTube-Stars höher schlagen: der Dahlbäck-Golf – ein PS-Monster des schwedischen Tuners Dahlbäck-Racing. „Ich hab‘ das Auto noch nie live gesehen“, sagt der Dortmunder. „Dass ich das Auto hier ausstellen darf, ist für mich etwas ganz Besonderes.“ Dieses Fahrzeug habe sogar einen großen Teil dazu beigetragen, dass er Tuner geworden sei. Auch viele Fans zeigen sich von dem Fahrzeug begeistert.

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Doch neben dem Dahlbäck-Golf gibt es noch zahlreiche andere sehr interessante Fahrzeuge, die nun im Museum von JP Kraemer zu sehen sind. Unter anderem sind dabei:

  • Fina McLaren F1 GTR
  • BMW 320 Judd V E36
  • Audi TT Clubsport Turbo
  • Audi Sport quattro S1
  • Audi R8 „crocodile“
  • Mercedes-Benz 280 SL Pagode
  • VW I.D. R Pikes Peak
  • Schnittmodell eines Porsche 996

Neuer Anstrich für Ausstellungsräume im PACE-Museum: „Da möchte ich mich nicht lumpen lassen.“

Bis zum Sommer 2023 sollen die neuen Autos bleiben – und dann wieder ausgetauscht werden. Damit die neuen Fahrzeuge auch in vollem Glanz erstrahlen, hat JP Kraemer die Ausstellungsräume vor dem Wechsel sogar frisch streichen lassen: „Da möchte ich mich nicht lumpen lassen.“ Bei der Auswahl der Fahrzeuge hat der Tuner, der zuletzt schwer mit einem Hack seines YouTube-Kanals zu kämpfen hatte, jedenfalls alles richtig gemacht, wie man an der Reaktion der Fans zu seinem Video ablesen kann:

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

  • „Was für eine Traumauswahl!“
  • „Mit der Auswahl der Exponate hast du dich selbst übertroffen!“
  • „Die neue Ausstellung sieht so Hammer aus.“
  • „Ich kann es kaum erwarten, wieder dort zu sein.“
  • „Einfach nur ganz großes Kino.“

Rubriklistenbild: © YouTube (JP Performance)

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